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B'nai B'rith · 1924-12-01 · 10 (12.1924) · p. Seite 269

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
10 (12.1924)
Date
1924-12-01
Page
Seite 269 (sequence 11)
Language
German
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269 lieben Brüder, wenn ich die Feste ihrem Range nach bemessen darr', dann sehe ich vom Ordensstandpunkte unter allen unseren Festen, im Feste der Logenweihe das höchste Fest. Wo immer wir eine Loge einweihen, da sind wir uns dessen bewußt, daß unser Orden neue und feste Wurzeln geschlagen hat, daß unsere Ordensidee sich neu verjüngt." Der s. w. Großpräsident führt im Anschlüsse an diesen einleitenden Satz weiter aus, daß trotz des gleichen Charakters aller Logengründungen doch Unterschiede zwischen der Gründung der einzelnen Logen besteht. Er charakterisiert im besonderen die Logengründungen unseres Distriktes, stellt den Voraussetzungen für die Gründung die Erfüllung der zu leistenden Aufgaben gegenüber und verknüpft in seinen weiteren Ausführungen die Bedeutung des Festes mit der Bedeutung der zu leistenden Aufgaben. Eng verknüpft mit der Definition unserer Arbeit sei die Definition der Ordensidee selbst „Was unsere Ordensidee ist, wurde oft definiert, allein ich glaube," so führt der s. w. Großpräsident weiter aus, „daß keine der Definitionen das richtige getroffen hat. Nicht vielleicht deswegen, weil diejenigen, die sich um die Definition bemühten, nicht in die Ordensidee eingedrungen wären, sondern deswegen, weil meiner Uberzeugung nach die Ordensidee nicht definierbar ist. Sie ist weder irgend etwas, was sich mit Namen belegen, noch etwas, was sich durch Worte ausdrücken, noch durch Bildwerke darstellen läßt; sie ist nur etwas, was man ahnen und was man empfinden kann und gerade dieser Umstand ist es, der diese Grundidee wandelbar macht, der sie anpassungsfähig macht und der sie davor bewahrt, daß sie erstarre und daß sie ihr Schicksal mit allen jenem teile, was erstarrte und in feste Formen gegossen wurde; denn dies Alles ist bestimmt zu sterben und nur das, was wandelbar ist, ist von der Wandelbarkeit der Zeit stets neu befruchtet worden und hat jeweils aus dem Boden dieser wechselnden Zeitabschnitte neue Kraft in sich aufgenommen; und nur solches, meine lieben Brüder, ist bestimmt ewig zu leben. Dies ist auch die Bestimmung unseres Ordensidee, dies ist das Göttliche, das ihr innewohnt, daß sie eben trotz aller Wandlungen, die sie genommen, sich selbst treu geblieben ist." Der s. w. Großpräsident begründete dann diese Definition in treffender Weise durch die Geschichte von der Gründung der Entwicklung und der Lebenstätigkeit unseres Ordens, von seinen Uranfängen bis zur Gegenwart. Und hier bei der Gegenwart, da knüpft er seinen Gedankengang von der neugegründeten Ostravia ausgehend, hinüber zur Mutterloge, zur w. „Silesia" und gedenkt der großen Verdienste jenes Mannes, welcher dieser Loge in jahrzehntenlanger Arbeit den Stempel seines Wesens und seiner Persönlichkeit aufgedrückt hat: Expräs. Dr. Theodor Sonnenschein. * In treuem Gedenken ehrt die Festversammlung das Andenken dieses hervorragenden Führers unseres Distriktes durch Erheben von den Sitzen. Anknüpfend an das Gleichnis von der um Mitternacht ertönenden Harfe Davids, schließt der Großpräsident seine Festrede mit folgenden Worten:

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