B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 9 (11.1924)
- Date
- 1924-11-01
- Page
- Seite 262 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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262 Diese Resolution wurde auf dem Kongresse für soziale Politik, welcher im Monate Oktober in Prag stattfand und zu welchem Abg. Oskar Cohn und R. R. Dr. Wiesmeyer von der Welthilfskonferenz entsendet wurden, von dem ersteren vertreten und fand zum Teile in die Resolution des Kongresses zur Frage der Arbeitslosigkeit Aufnahme. b) Resolution über Intellektuellenhilfe. Die W. H. K. möge am Sitze ihrer Exekutive eine besondere Zentralstelle für Intelligenzhilfe begründen, welche in gleichem Maße alle Studierenden der weltlichen und religiösen Schulen und alle Kategorien der Intellektuellen umfaßt. Diese Zentralstelle soll für jede intellektuelle Fachgruppe Sektionen bilden, die mit den selbständigen schon bestehenden, bezw. noch ins Leben zu rufenden Weltverbänden der einzelnen Fachgruppen in ständiger Verbindung stehen und nach gemeinsam erfolgten statistischen Aufnahmen das Werk des materiellen und kulturellen Aufbaues der gefährdeten jüdischen Intelligenz in geeigneter Weise zu organisieren berufen sind. c) Sanitätsresolution. 1. Die Konferenz anerkennt die dringende Notwendigkeit, die Arbeit auf dem Gebiete des jüdischen Gesundheitsschutzes auszubauen und auszudehnen, um dadurch die Gesundheit des Volkes wieder herzustellen, zu fördern und zu hüten. 2. Damit diese Aufgabe gelöst wird, muß die Arbeit nach einem systematischen Plan geführt werden, welcher alle Gebiete sozialer Hilfe umfaßt. 3. Diese Arbeit darf sich nicht nur auf die Heilung der Kranken, sondern muß sich auch auf die Verhütung von Krankheiten (Prophylaxe) erstrecken. d) Schließlich wurde auch noch die Schaffung eines jüd. Rettungsfondes und die Entsendung einer Delegation der Welthilfskonferenz nach Amerika beschlossen. VI. Wahlen. Die Konferenz fand ihren Abschluß durch die Wahlen in den Zentralrat und in das Exekutivkomitee. Dem Zentralrare, der aus 75 Mitgliedern besteht, gehören unter anderen folgende Logenbrüder an: Großpräsident Dr. Leon Ader, Krakau, Gr. Pr. Hofrat Dr. S. E h rm a n n, Wien, Gr. Pr. Oberrab. Dr. Niemirower, Bukarest, Expräs. Dr. R e i s n e r, Konstantinopel, Präs. van R a a 11 e, Amsterdam, Prof. S im o n s e n, Kopenhagen, Expräs. Abg. Dr. J. Thon, Krakau, Gr. Pr. Geheimrat Berth. Timendorfer, Berlin, Expräs. Dr. E. Wiesmeyer, Prag und D. Y e 11 i n, Jerusalem. Die Cechoslovakei ist neben Dr. Wiesmeyer durch Dr. E. Margulies vertreten, überdies wurde ein Sitz dem Volksverbande der Juden in der Slovakei reserviert. In das Exekutivkomitee wurden 15 Mitglieder gewählt, darunter die Brüder: Oberrab. Prof. C h a j e s (Wien), Dr. D. Jochelmann (London) und Expräs. Dr. Alfred Klee (Berlin). Die Cechoslovakei ist im Exekutivkomitee nicht vertreten. Vor Schluß der Versammlung wurde unter lebhaftem Beifall aller Teilnehmer beschlossen, an den Präsidenten der csl. Republik ein Telegramm zu richten, in welchem ihm der herzliche Dank der Konferenz für die gewährte Gastfreundschaft ausgesprochen wurde. —er- Personalnachrichten. Sterbefälle. Br. Josef Karpeles gest. am 21. Oktober 1924, eingetreten i. d. w. Bohemia am 18. April 1904 und als Freibrief bruder am 3, November 1912 in die w. Freundschaft, geboren am 27. September 185o. Br. Siegmund Knina gest. am 3. November 1924, eingetr. i. d. w. Bohemia am 11. Nov. 1895, geb. am 13. April 1852, Neueinführungen: In die w. S i 1 e s i a wurden am26. Oktober folgende Brüder eingeführt: Isidor Köner, Holzhändler in Neutitschein, Karl Weinfeld, Professor in Jägerndorf.