B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 9 (11.1924)
- Date
- 1924-11-01
- Page
- Seite 254 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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254 Der Referent befürwortet in seinem Schlußwort die Anregung des Großpräsidenten. Was die Untersuchung betrifft, weist er darauf hin, daß wir eine Bestimmung haben, nach welcher Brüder, die in Konkurs geraten, zu suspendieren sind. Unter keinen Umständen können die Großlogen einer Loge auftragen, in solchen Fällen bestimmte Opfer zu bringen. Zum Beschluß erhoben wird: a) Es besteht keine Pflicht der Logen, ihren Mitgliedern zur Bezahlung von Schulden Geldmittel zur Verfügung zu stellen. b) Kein Bruder hat einen Anspruch darauf, wenn er in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist, die Hilfe seiner Loge zu beanspruchen. c) Unter allen Umständen ist vor jeder Aktion der Loge festzustellen, ob nicht ein unkorrektes Vorgehen vorliege. d) Empfohlen wird ebenso, es mögen nach Tunlichkeit die einzelnen Brüder in einem solchen Falle ihre guten Dienste anbieten. e) Es bleibt den Logen anheimgestellt, nach Beendigung der Ausgleichsverhandlungen dem betreffenden Bruder bei der Gründung einer Existenz behilflich zu sein. Punkt 13. In Verhinderung des erkrankten Referenten berichtet Br. Dr. Wiesmeyer über die zum Brudertage eingelangten Vorschläge von den Logen „K a r 1 s b a d", „M o r a v i a" und „Prag a". Vorgeschlagen wurden folgende Themen: Von der Loge „Karlsbad": 1. Aufgaben der Logen in kultureller und geistiger Beziehung. 2. Einflußnahme des Ordens auf die jüdische Jugend; von der Loge „Moravia": 1. Die Stellung des Bundes zu den aktuellen Judenfragen. 2. Die Aufgaben des Bundes nach Außen. 3. Welche Grundsätze sollen die einzelnen Logen bei der Aufnahme neuer Mitglieder leiten. (Auswahlprinzip oder breite Grundlage.) Von der Loge „Praga": 1. Das Judentum in sozialer Beleuchtung. 2. Friedensidee und Brudergedanke. 3. Die Frage des Zusammenarbeitens mit andern ähnliche Ziele verfolgenden Vereinigungen. 4. Berufsumschichtung im Judentum. Überdies hat sich das geistige Komitee der Großioge mit dieser Frage befaßt und hat für den Brudertag folgenden Anträge gestellt, welche der Referent zu den seinen macht. Der Brudertag hätte in 3 Abschnitte zu zerfallen: a) einen Gesellschaftsabend mit sorgfältig vorbereitetem Programm am Vorabend; b) am nächsten Vormittag die Abhaltung eines Vortrages und die Erstattung von Referaten in folgender Weise: Vortrag ohne Diskussion: „Der Orden und der Friedensgedanke", Referent Br. Expr. Dr. Adolf Bischitzky (Praga); zwei Referate und zwar: „Der Orden und die eugenische Bewegung", Referent Br. Expr. Dr. Emanuel Groß (Bohemia) und „Die Erziehung der Jugend zu den Ideen des Ordens", Referent Br. Dr. Zollschan (Karlsbad) mit nachfolgender gemeinsamer Diskussion. c) Am Nachmittag ein gemeinsamer Ausflug oder Ähnliches.