B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 9 (11.1924)
- Date
- 1924-11-01
- Page
- Seite 248 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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248 Zu Punkt 3. teilt der Vorsitzende mit, daß unser jetziger Redakteur der Zeitschrift gezwungen sei, infolge Uberbürdung auf seine Stelle zu verzichten; die Frage des Nachfolgers sei noch nicht gelöst. Zu Punkte, wird der 3. Loge in Prag mit dem Namen „Humanitas" der Freibrief erteilt, ebenso werden die Statuten dieser Loge mit einigen Änderungen genehmigt. Nach Erledigung dieses Programmpunktes bringt der Referent Expr. Dr. Schleißner einen Fall zur Kenntnis, der dem Schiedsgerichte zur Entscheidung vorgelegt worden sei, in welchem durch Indiskretionen im Laufe des Vorprüfungsverfahrens große Unannehmlichkeiten für einzelne Brüder entstanden seien, von denen einer in seiner Existenz gefährdet wurde. Aus der Debatte ergeben sich folgende Gesichtspunkte für die Zukunft: a) In der auszuarbeitenden Mustergeschäftsordnung wird der Frage der Regelung des Vorprüfungsverfahrens besondere Sorgfalt zu widmen sein. b) Bis dahin ist im Laufe des Verfahrens jede Mitteilung über den Stand an den Kandidaten zu vermeiden. c) Einladungen mit Anmeldungen von Kandidaten sind verschlossen zu versenden. Punkt 5. Großschatzmeister Glaser beantragt für die neuzugründende Loge „Ostravia" einen Beitrag von Kc 25.000.—, welcher je zur Hälfte dem Dr. Hammerschlag- und Dr.B loch- Fonde zu unternehmen wäre. — Angenommen. Dr. F e i t h teilt mit, daß im nächsten Jahre mit den Vorarbeiten für die Gründung einer Loge in Proßnitz begonnen werden soll und stellt an den Großpräs, die Anfrage, ob auch diese Loge auf eine Subvention rechnen könne, was dieser bejaht. Punkt 6. a) Großschatzmeister Glaser berichtet, daß der deutsche Notaushilfefonds Kc 16.205.— aufweist und fordert die Delegierten auf, ihre Logen zu verhalten, allfällige Sammelreste abzuführen, damit das Endergebnis seiner Bestimmung zugeführt werden könne. b) Bezüglich der Kriegsanleiheaktion stellt der Referent den Antrag, es möge eine Loge, welche einen größern Betrag aus diesem Fonde durch 1 y2 Jahre rückbehalten habe, zu dessen Verzinsung mit 3% verhalten werden. — Angenommen. c) In Angelegenheit des amerikanischen Darlehensfondes beantragt der Referent, es mögen nach endgültiger Regelung der Schuld an die Ordensleitung die einlangenden Rückzahlungen dem Julius Bien-Fonde (Darlehensfond für Brüder) zugewendet werden. Angenommen. Punkt 7. Referent Dr. Wiesmeyer legt zur Frage der von Amerika angeregten Änderungen dar, daß es den Anschein habe, als hätte Amerika unter dem Einflüsse der bis dahin daselbst in diesen Formen unbekannten antisemitischen Bewegung weit über das Ziel geschossen. Von dem Wunsche geleitet, der Welt zu zeigen, daß unser Orden keine aggressiven oder staatsfeindlichen Bestrebungen habe, wolle man Maßnahmen treffen, die an den Lebensnerv des Ordens greifen.