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B'nai B'rith · 1924-05-01 · 5 (5.1924) · p. Seite 128

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
5 (5.1924)
Date
1924-05-01
Page
Seite 128 (sequence 12)
Language
German
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!28 tuierungsbemühungen ihrer Logen zu überwachen, zumal ihr Amt stabiler zu sein pflegt als jenes der jeweiligen Präsidenten. 2. Die K r i e g s a n 1 e i h e h i 1 f s a k t i o n für Witwen und Waisen nach verstorbenen Brüdern kann nunmehr insoferne als abgeschlossen betrachtet werden, als das ganze von der Ordensleitung zur Verfügung gestellte Kapital an die Logen verteilt wurde und zwar nach dem Beschlüsse des Generalkomitees in Troppau einschließlich der aufgelaufenen Zinsen, wodurch sich die Möglichkeit der nachträglichen Ausschüttung eines weitern Betrages von Kc 45.000 ergab, der an drei Logen verteilt wurde. Hiernach gelangten im Ganzen Kc 484.525 zur Verteilung. Hievon erliegen von der aus der Kriegsanleihekonversion resultierenden 5 3/2% IV. Staatsanleihe bei der Böhmischen Union-Bank in teils freien, teils noch gesperrten Stücken im Ganzen Kc 407.625; ausstehend sind noch bei den Logen Union, Bohemia, Karlsbad und Freundschaft zusammen Kc 74.250, deren Bereinigung dringend wünschenswert erscheint. 3. Die Kriegswaisenaktion ist im letzten Quartal des vorigen Jahres in ein kritisches Stadium getreten und wir hatten schon das Versiegen der amerikanischen Hilfsquellen befürchtet. Tatsächlich scheinen bei der Einleitung der Aktion auf amerikanischem Boden Mißverständnisse unterlaufen zu sein, da einzelne Korporationen und Persönlichkeiten sich nicht dessen bewußt waren, daß es sich um ständige, jährlich zu leistende Beiträge und nicht um eine einmalige oder kurzfristige Zuwendung handle. Der systematisch und mit unermüdlichem Eifer betriebenen Propagandatätigkeit des jetzigen Ordenssekretärs Leon L. Lewis für diese von der Ordensleitung übernommene Aufgabe ist es gelungen, abermals einen derartigen Fonds und solche Beiträge zu sichern, daß die Einhaltung der übernommenen Verpflichtungen für absehbare Zeit gesichert erscheint. Minder befriedigend ist der seinerzeit in Aussicht gestellte Kontakt zwischen den Waisenkindern und den amerikanischen Paten. Die Herstellung dieses Zusammenhanges ist dadurch erschwert, daß als Paten nicht Einzelpersonen, sondern Korporationen namhaft gemacht wurden, so daß dasjenige, was wir allgemein erhofft hatten, die Erzielung eines persönlichen Zusammengehörigkeitsgefühls zwischen Paten und Patenkind nicht möglich ist. Es sind uns zwar vereinzelte Fälle zur Kenntnis gebracht worden, in denen ein schriftlicher Gedankenaustausch eingeleitet wurde, aber meist sind die von den Kindern nach Amerika gerichteten Briefe unbeantwortet geblieben. Trotzdem bitte ich die 1. Br. Repräsentanten und Expräsidenten darauf hinzuwirken, daß in angemessenen Zwischenräumen immer wieder Photographieen und Briefe der Waisenkinder uns behufs Weiterleitung nach Amerika zugeschickt werden, da nach den durch den Ordenssekretär dem B. Meisl gemachten Mitteilungen nur auf diese Weise das Interesse in den Patenkorporationen wach erhalten und die Gebefreudigkeit erhöht werden kann. Auch die weitere Betreuung der Kinder seitens der amerikanischen Paten nach zurückgelegtem 14. Lebensjahre ist problematisch geworden. Gegenwärtig sind bereits 5 Waisen-

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