B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 5 (5.1924)
- Date
- 1924-05-01
- Page
- Seite 127 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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127 ich sage ihm auch hier noch für seine Leistungen auf diesem Gebiete sowie für seine Mitwirkung bei den Arbeiten der amerikanischen Kriegswaisenaktion meinen herzlichsten Dank. Die Finanzgebarung unserer Großloge bildet einen besonderen Teil unserer Tagesordnung. Die Einzelziffern unserer vorjährigen Aufstellung finden Sie im Feberhefte unserer Mitteilungen. Als Neuerung rinden Sie hiebei eine gesonderte Bilanz unserer Monatsblätter. Das immerhin erfreuliche Reinerträgnis von Kc 2.312*88 findet zum Teile seine Begründung in dem verhältnismäßig geringen Betrag der Autoren- Honorare, welche auf diesem Stande zu erhalten von uns nicht intendiert wird. Bezüglich des Finanzberichtes im Allgemeinen möchte ich darauf hinweisen, daß wir, wie aus vielfachen Ziffern hervorgeht, bestrebt waren, so ökonomisch als möglich zu wirtschaften. So ist es uns gelungen, trotzdem wir an charitativen Zuwendungen das Doppelte des Vorjahres geleistet haben (Kc 9.000 gegen Kc 4.500) und trotz der Zuwendung von Kc 25.000 an die neue Loge „Veritas" in Saaz den Vermögensstand um Kc 13.734.— zu heben. Da jedoch auch die Ziffer der Zuwendungen des Jahres 1923 eine verhältnismäßig geringe war, da ferner in absehbarer Zeit eine bessere Unterbringung unseres Sekretariats wird durchgeführt werden müssen, wodurch uns eine erheblich höhere Belastung an Hauszins und größeren Einrichtungsauslagen erwachsen dürften, können wir dermalen eine Herabsetzung des Großlogenbeitrages nicht in Erwägung ziehen. Im Besondern möchte ich Sie im Anschlüsse an diese Ausführungen über den dermaligen Stand der drei amerikanischen Aktionen informieren: 1. Amerikanischer Darlehensfond. Zu Ende der letzten Berichtsperiode ergab sich ein disponibler Rest von Kc 268.000. Im Laufe des letzten Jahres wurden fünf neue Darlehen im Gesamtbetrage von Kc 110.000 gewährt, dagegen nur Kc 16.000 bar und Kc 24.000 3% Staatsanleihe rückgezahlt; rechnet man hiezu die aufgelaufenen Zinsen von Kc 7270, so ergibt sich ein Kassastand von Kc 181.270, also nahezu nur noch ein Drittel des von Amerika geleisteten Betrages. Der Umstand, daß von den gewährten Darlehen im Ganzen bisher kaum ein Sechstel zurückgezahlt wurde, legt die Vermutung nahe, daß bei der Ansprechung derselben die gestellten Vorbedingungen (Gründung einer neuen Existenz infolge der Kriegsereignisse) nicht immer voll berücksichtigt wurden oder daß der Rückzahlung der Darlehen nicht die erforderliche Sorgfalt zugewendet wird. Da laut Beschluß der letzten Sitzung des Exekutivkomitees des Ordens eine Mahnung zur Rückzahlung zu gewärtigen ist, lege ich Ihnen, meine lieben Brüder Repräsentanten und Expräsidenten, nahe, auf Ihre Logen wegen Rückvergütung dieser Vorschüsse einzuwirken. Unter Hinweis darauf, daß auch Br. Ordenssekretär Lewis unserem Br. Meisl bei seinem Besuche diesen Wunsch der Ordensleitung besonders ans Herz gelegt hat, appelliere ich diesbezüglich in erster Reihe an die Mitglieder des Generalkomitees, weil in den meisten Fällen durch ihre Intervention die Darlehen bewilligt wurden und sie daher auch die moralische Verpflichtung haben, die diesbezüglichen Resti-