B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 4 (4.1924)
- Date
- 1924-04-01
- Page
- Seite 114 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/9582244-9582244-9597803-9597901--0415-9597929- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
114 In ihrer Art hat die neue Zeitschrift eine gewisse Ähnlichkeit mit der in Prag erscheinenden „Wahrheit". Wie diese beruft sie sich für ihre Gesinnungen auf große Zeugen wie den Präsidenten Masaryk, Jean Paul, Jakob Burckhard u. a., deren Aufsätze sie zum Abdruck bringt, und ebenso ist sie in der Lage, Mitarbeiter aus den beiden „nationalen Lagern" des Landes für ihr politisches und wirtschaftliches Versöhnungsprogramm beizuziehen. Aktuelle Probleme wie das von „Staat und Nation" (W. W. Davies) und der Kampf „um das Leben der Angeborenen" werden behandelt, und namentlich auch diejenige Frage mannigfach beleuchtet, welche einem Blatte mit dem Titel „Die Provinz" naturgemäß am Herzen liegen muß, nämlich die Frage nach der Bedeutung der Kleinstadt und die Sorge darum, wie deren Kulturwerk zu heben sei. Vielleicht liegt in diesem Streben als in einer Besonderheit, mit der größte Gehalt dieser Halbmonatsschrift, ja es mag neben der allgemeinen Menschheits- und Menschlichkeitsidee hierin ein wichtiger Berührungspunkt mit Fragen unseres Ordenslebens zu finden sein. Denn gerade die größeren Provinzstädte, um deren Hebung sich das Blatt programmgemäß bemüht, sind es, die als Pflanzstätten für die Ausbreitung der Ordensziele mehr und mehr in Betracht gezogen werden. Es ist somit der mutigen neuen Vorkämpferin für die gemeinsamen Zukunftsideale von Herzen Verbreitung und Erfolg zu wünschen, wobei nicht zuletzt auch berücksichtigt zu werden verdient, daß ein bewährter Karlsbader Bruder unter den Herausgebern und ersten Mitarbeitern figuriert. F. K. P. Umschau. Marienbader Abende 1924. Während der Kursaison 1924 finden in 7vlarienbad allwöchentlich Mittwoch abend am ya8 Uhr im Hotel „Walhalla" Schill erplatz gemütliche Zusammenkünfte der zur Kur anwesenden Brüder samt ihren Angehörigen statt. Spezielle Einladungen ergehen nicht. Die Ankündigung dieser Abende ist überdies in den Fenstern der hiesigen Bankfilialen und im Hotel „Walhalla" zu lesen. Jeder Bruder samt Angehörigen ist willkommen. Die MarienbaderBrüder der „Union" Siegmund Schneider, Hausbesitzer, Haus „Primavera", Dr. Josef Steiner, Advokat, Haus „Auge Gottes", Dr. Wachtel, Kurarzt, Haus „Schönbrunn", Rabbiner Dr.Diamant, Haus „Riviera", Karl Löwenthal, Hotelbesitzer „Hotel Walhalla" und die Brüder der Loge „Karlsbad": Emil Baruch und Ernst Baruch, Hotelbesitzer, „Hotel New- York" und „Fürstenhof", Direktor Lederer, Filiale der Böhm. Unionbank, Haus „Hamburg", ferner die Brüder der „Berthold Auerbach Loge" Berlin: Dr. Schermant, Kurarzt, Haus „Flora" und Dr. Schless der Loge „Leipzig", Haus „Bellaria" sind zu Auskünften an die Brüder bereit und werden ihnen stets über Ersuchen während ihres Aufenthaltes in Marienbad zur Seite stehen. In der Kursaison 1923 fanden in dem unserem Br. Karl Löwenthal gehörigen Hotel „Walhalla" 13 Zusammenkünfte in der Zeit vom 13. Juni bis zum 5. September statt. An den Abenden beteiligten sich auch Brüder aus Österreich, Deutschland, Rumänien, Polen, aus der Schweiz und aus Palästina. Besonders seien angeführt unser verewigter Großsekretär Dr. Spiegel, Vizegroßpräsident Br. Dr. Schanzer, Großpräsident Oberrabiner Dr. Niemerover aus Bukarest, dann die Brüder Prof. Simon aus Kopenhagen, Oberrabbiner Dr. Chajes aus Wien, Dr. Jakob Pollenz aus Brünn, MUDr. Bloch, Präsident der „Ehrmannloge" in Linz, Großpräsident Dr. Leon Ader von der „Solidaritas" in Krakau, Dr. Sik aus Zagreb, Expr. Dr. Schleißner aus Prag. Bei den Zusammenkünften wurden Referate erstattet und Vorträge gehalten. Die Brüder berichteten über das Wirken ihrer Logen.