B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 4 (4.1924)
- Date
- 1924-04-01
- Page
- Seite 103 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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103 sinn, von Weihe und Humor Br. Präs. der w. „Praga" Ing. Schweinburg die neuen Brüder und besonders die neuen Schwestern. Er knüpft an die Ringfabel im „Nathan" an, betont, daß der der „Veritas" heute verliehene Freibrief trotz mancher Ähnlichkeiten mit jenem Ringe sich von diesem vor allem dadurch unterscheide, daß durch diesen Freibrief nur das Recht verliehen werde, die den Brüdern schon seit langem innewohnende und schon so oft bewährte Kraft zur Auswirkung kommen zu lassen: „Heute macht der Freibrief nicht die Loge, die „Veritas" wird von den Brüdern gestellt, mich dünkt, ein neuer heller Stern erstrahlt auf unserm Ordenszelt! Diese Worte widmet der Redner der neuen Loge und wünscht ihr, daß dieser Stern die richtige Leitung übernehme. Er begrüßt schließlich die neuen Schwestern, dankt für den zuteil gewordenen Empfang und knüpft an die Erfahrungen, die uns der einzige Tag hier gebracht hat, die sichere Uberzeugung von der gedeihlichen Zukunft der „Veritas", für deren Vivat, crescat, floreat er sein Glas darbrachte. Namens der Veritasbrüder toastete sodann Br. Prof. Dr. Mandl. Mit einem trockenem und einem feuchten Auge weist Br. Expräs. Prof. Z i e g 1 e r auf die Gefahr der Dissonanz hin, die leicht in die heutige Festesstimmung kommen könnte. Denn mit der Gründung der „Veritas" sei ja ein Verlust an lieben Brüdern für eine Reihe von Mutlcrlogen verknüpft. Br. Ziegler zitiert die Worte Jesajas': Kinder habe ich großgezogen und nun gehen sie von uns! Hier aber sei nicht nur Verzeihen am Platze, sondern zuversichtlichstes Hoffen, daß die verlorengegangenen Brüder in ihrer neuen Verbindung dauerndes Glück und Zufriedenheit finden mögen und nie mehr bei ihnen der Gedanke an eine Rückkehr wach werde. Daß dies so werde, dem gelte sein Glückwunsch. Br. Dr. Theodor R u d i g entbietet den Veritasbrüdern den Gruß der in Gründung begriffenen Fidesloge in Bratislava. Er knüpft an die Worte unseres verstorbenen Br. Expräs. Prof. Dr. Jerusalem an: Wenn Israel ein auserwähltes Volk ist, so seien die B'nai B'rith die Auserwählten in Israel. Zur Verwirklichung dieses Satzes möge nun auch die neugegründete „Veritas" beitragen, diesem Ziele gelte ihr Blühen, Wachsen und Gedeihen! Den offiziellen Toast auf die Schwestern brachte Vizepräsident Br. W e i n e r aus. Ihm erwiderte Schwester T a u s s i g in humorvollen Versen. Der Reigen der Festreden wurde außer durch die Speisenfolge auch durch ernste und humorvolle Darbietungen von Saazer Brüdern und Schwestern unterbrochen. An erster Stelle im Programm und in der Klassifizierung stehen die in unseren Logen schon rühmlichst bekannten Schwestern Lang, Töchter unseres verstorbenen Br. Heinr. Lang, Frl. MargitLang, eine Schülerin Konrad Ansorges, und Frl. H i 1 d e L a n g, eine Schülerin der Meisterklasse Marteaus (Violin) an der Prager deutschen Musikakademie. Frl. Hilde Lang brachte, von ihrer Schwester am Klavier begleitet: die Canzonetta von Tschaikowski, Schuhmanns Wiegenlied und Kreißlers Liebesleid. Hierauf sang Schw. Martha Popper Lieder von Brahms und Mahler, Schw. Stein eine Arie aus Prodana nevesta