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B'nai B'rith · 1924-01-01 · 1 (1.1924) · p. Seite 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
1 (1.1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 11 (sequence 15)
Language
German
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11 Sinne der Ordensideen. Es ist für die Arbeit und die Leistungen eines jeden geistigen Komitees von grundlegender Bedeutung, welche von diesen Aufgaben es für die wichtigste ansieht und zum Ausgangspunkt seiner Tätigkeit macht. Denn je nachdem es mehr das Formale oder das Ideelle seiner Arbeit betont, werden die Sitzungen, extrem gesprochen, entweder Tagungen einer Hilfsbehörde der Logenverwaltung oder zu einer Gelegenheit innigen geistigen Kontaktes der Komiteemitglieder und zum Quell geistiger Anregung für die ganze Loge. Unser geistiges Komitee hat von Anfang an — und in der Entwicklung immer deutlicher der Idee zugestrebt, daß die dritte Aufgabe — die Schaffung eines geistigen Mittelpunktes — das Wichtigste, die eigentliche Aufgabe eines geistigen Komitees ist und daß die erste der aufgezählten drei Aufgaben sich vollständig, die zweite zum größten Teil erledigt, wenn die dritte richtig gelöst wird. Deshalb will ich die beiden ersten Punkte nur kurz streifen und den dritten — der am besten Einblick in unsere Arbeit gewährt, ausführlich behandeln. Unsere erste Aufgabe war, die Sitzungen vorzubereiten und für Vorträge zu sorgen. Wie wir es getan haben ist den Brüdern bekannt, denn sie haben die Vorträge gehört und es ist nicht nötig, die Themen aufzuzählen. Eines möchte ich aber hervorheben: Wir hatten immer genug Vorträge, ja es wurde uns oft schwer, alle angemeldeten Vorträge unterzubringen. Das ist zweifellos in erster Reihe das Verdienst des w. Präsidenten, der mit unermüdlicher Energie die Brüder zur Arbeit anspornte und besonders junge Brüder zu Vorträgen heranzuziehen suchte, um sie so der Loge vorzustellen, ein Bestreben in dem das Komitee den w. Präsidenten gerne nach Kräften unterstützte. Zum Teil glauben wir den Uberfluß an Vorträgen auch dem erhöhten Lebenstempo im geistigen Komitee zuschreiben zu können und sehen darin die Bestätigung der oben geäußerten Ansicht, daß die Aufgabe der Vortragsbeschaffung sich von selbst erledigt, wenn es gelingt, im geistigen Komitee ein geistiges Zentrum zu schaffen. Was das zweite Arbeitsgebiet, die vom w. Präsidenten zugewiesenen, sich hauptsächlich auf die Logenverwaltung beziehenden Fragen betrifft, so wurden viele davon durch die Art der Behandlung mit dem Grundsätzlichen und Geistigen verwoben und sind deshalb in jener Gruppe zu behandeln. An dieser Stelle wären nur zu erwähnen: Die Frage eines unauffälligen Abzeichens für den ganzen Verband, in der wir über Ermächtigung der Loge der s. w. Großloge einen Vorschlag unterbreitet haben. Die Frage ob am Grabe der Brüder Reden gehalten werden sollen. Wir haben uns dahin geäußert, daß diese Reden wieder gehalten werden sollen, allerdings sollen sie kurz sein. Weiter befassten wir uns mit zwei Büchern: dem Buche des Br Expr. Dr. Ziegler über Spengler und dem hebräischen Lehrbuche Dr. Feders. Wir haben beide Bücher der tatkräftigen Förderung durch die Loge empfohlen. Nunmehr komme ich zur dritten Aufgabe unseres Komitees, die wir, wie ich schon sagte,als unsere eigentliche Aufgabe aufgefasst haben:

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