B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 1 (1.1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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2 hochstehender Menschen strebe mit uns nach dem gleichen Ziele. Der w. Präsident gedenkt dann der innigen Beziehungen, die uns mit der Schwesterloge „Praga" verbinden, begrüßt schließlich herzlichst alle Brüder der eigenen Loge. Hierauf überreicht Br. Expr. Dr. Schleißner als Obmann des Festausschusses dem w. Präsidenten die aus Anlaß des Jubiläums herausgegebene Festschrift, deren Inhalt auch als Spiegel des geistigen Lebens der „Bohemia" gewertet werden möge. Er gedenkt dann der Tätigkeit jener Brüder, die das Erscheinen der Festschrift ermöglichten und dankt insbesondere dem Br. Vizepräsidenten Prof. Dr. Emil Starkenstein für seine hierfür geleistete erfolgreiche Tätigkeit Der w. Präsident dankt dem Br. Expr. Dr. Schleißner und Vizepr. Prof. Dr. Starkenstein sowie allen Brüdern Mitarbeitern für die gediegene Festschrift, die sich auch nach außen hin als wirkliche Festgabe repräsentiere und fügt hinzu, er sei überzeugt, daß sie im Sinne der erhabenen Lehren unseres Bundes verfaßt sei. Hierauf begrüßt der w. Präsident jene in der Sitzung anwesenden Brüder, welche der „Bohemia" seit deren Bestände angehören. Es sind dies die Brüder: Expräs. Dr. Bandler, Beutum, Josef Bloch, Iserstein, Glaser, Dr. Geschmay, Expräs Dr. Haas, Katz, Ornstein, Alfred Müller, Karl R e i m a nn, Expr. Dr. Rosenbaum, Ottomar Rosenbaum, Moritz K o h n, Max Steiner, Moritz Schreiber. Der w. Präsident gedenkt der übrigen Jubiläumsbrüder, die leider verhindert sind, der Feier beizuwohnen, spricht ihnen allen den Dank für ihre Treue aus, die sie der Bohemia stets wahrten und sagt, daß ein Großteil des Verdienstes dessen, daß die Loge nach innen gefestigt dastehe und nach außen das gebührende Ansehen genieße, diesen Brüdern gebühre. Ihr Verdienst sei es, daß sich in der „Bohemia" eine Tradition bilden konnte, ihr Verdienst sei es, wenn die Brüderlichkeit in der Bohemia eine traditionelle geworden sei. Der w. Präsident überreicht dann jedem dieser Brüder ein in Prachtband gebundenes Widmungsexemplar der Festschrift, als Ehrengabe, die sie an die Dankbarkeit der Brüder der „Bohemia" erinnern solle. Der w. Präsident gedenkt hierauf in Wehmut und Dankbarkeit der dahingeschiedenen Brüder. „Es gebe," so führt der w. Präsident weiter aus, „keine Statistik getrockneter Thränen und keine Statistik jener Geisteswerke, welche die Bohemia als ihr Verdienst in Anspruch nehmen könne. Wenn auch nicht alle Blütenträume reiften, so war uns doch manch schöner Erfolg beschieden." Der w. Präsident erteilt sodann den Br. Expr. Dr. Otto Heller das Wort zur Festrede. Br. Expr. Dr. Otto Heller führte aus. Die ersten 30 Jahre bilden im Leben eines Menschen einen bedeutungsvollen Abschnitt, nach dessen Ablauf ein jeder, der ernst und zielbewußt denkt, Gelegenheit nehmen wird, Rückschau zu halten auf das, was er in diesen Jahren der Entwicklung an Kenntnissen und Erfahrungen gesammelt hat, denn diese bilden erst die Grundlagen, auf denen er sein