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B'nai B'rith · 1923-06-01 · 6 (6.1923) · p. Seite 146

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
2 (1923)
Issue
6 (6.1923)
Date
1923-06-01
Page
Seite 146 (sequence 20)
Language
German
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146 stizrat Berth. Timendorfer von der deutschen Großloge veranstalteten Festlichkeiten vertreten hatte, der Loge den Bericht über seine Sendung erstattete. Es war nicht nur die Art, wie er dies tat, sondern insbesondere das dabei zum Ausdruck gekommene Gefühl betätigter Brüderlichkeit, das auf alle Mitglieder tiefen Eindruck machte..... Unser neuer Präsident bringt in die Geschäftsführung der Loge einen rühmenswerten Ton von Ernst und Aufrichtigkeit. Zwei Aufgaben finden in diesem Amtsjahre besondere Aufmerksamkeit, und wir hegen volles Vertrauen in deren Durchführung. Die erste ist mit dem von der verewigten Mrs. Bischoffsheim begründeten Jüdischen Genesungsheim verknüpft. Bisher fehlte es an Mitarbeitern. Es ist nun hauptsächlich den Bemühungen unseres letzten Präsidenten Dr. Feldmann zuzuschreiben, daß die Loge für die Arbeit an diesem sog.Tudor-Haus Interesse gewann und auch die Frauenorganisation (Womans Auxiliary) sich diesem Werke in hochherziger Weise widmete. Es scheint, daß der Erfolg gesichert ist. •— Die zweite Aufgabe ist größer und schwieriger. Seit langer Zeit denkt die London-Loge an ein e i g e n e s H e i m. Gegenwärtig hat sie nicht einmal eine offizielle Adresse; die Adresse der Loge ist diejenige des derzeitigen Sekretärs. Aber in der Gemeinde sind noch andere Institutionen in der gleichen Lage, kein ständiges Heim zu haben; ja, es muß mit Beschämung gestanden werden, daß die große Judengemeinde Londons kein kommunales Zentrum besitzt. Die verschiedenen Gemeinde-Organisationen, selbst die wichtigsten, sind ständig auf der Suche nach einem passenden Lokal für die Abhaltung der Versammlungen. Diese Aufgabe ist ohne Frage eine dringende, da für ein solches Gemeindehaus ein großes Bedürfnis besteht. Die Loge hat die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese unaufschiebbare Angelegenheit gelenkt und dabei die Fühlung übernommen, hält es aber nicht für erstrebenswert, in dieser Frage die Vorherrschaft an sich zu reißen oder sie für sich selbst zu lösen. Vielmehr ist von der bloßen Mitwirkung an einem derartigen öffentlichen Gemeindewerke ein Zusammenarbeiten innerhalb der Gemeinde zu erhoffen, aus dem die Loge ohne Zweifel als Gewinn ein Heim für die eigenen Bedürfnisse davontragen würde. In manchen Kreisen wurde vorgeschlagen, das von der ,,Jüd. Kriegs- Erinnerung" (Jewish War Memorial) gesammelte Geld für die Errichtung eines der Bedeutung der Gemeinde entsprechenden Hauses zu verwenden. Aber es ist noch nicht sichsr, ob die Leiter dieser Institution darauf werden eingehen wollen." T. K. P. Von der Frauenvereinigung der beiden Prager Logen ist uns ein kurzer Tätigkeitsbericht zugegangen. Darnach wurden die Monatsversammlungen mit jener vom 22. März, und die Reihe der Vortragsabende mit dem von Felix Saiten (Wien) gehaltenen Vortrag: „Richard Wagner und das deutsche Schicksal" vorläufig abgeschlossen. Ein weiterer, für den 26. April vorgesehener Vortrag der Fr. Fürth (Frankfurt a. M.) mußte leiderwegenEinreiseschwierigkeiten unterbleiben. Der Ausschuß arbeitet aber trotzdem unermüdlich weiter und ist insbesondere mit derV'orbereitung der Herbst- und Wintersaison beschäftigt, für welche sowohl Anregungen der delegierten Brüder beider Logen als auch direkte Anträge von Persönlichkeiten vorliegen, die Vorträge, Vorlesungen oder Konzerte in unserer ,,Vereinigung" abzuhalten wünschen. Für die von der Fürsorgezentrale angeregte Aktion zu Gunsten der isr. Badehospitälerist durch die Betätigung unserer Schwestern bei den Sammlungen ein namhafter Betrag zustandegebracht worden. Der Bericht schließt mit dem Wunsche, es möchten durch diese Bemühungen immer weitere Kreise der bisher fernerstehenden Schwestern und Brüder für die Interessen der Frauenvereinigung gewonnen werden. Von unseren Brüdern: Neueingeführt wurden: in die w. „Un io n" am 27. Mai: Sigmund M a n d 1 e r, Fabrikant, Feldspat- und Quarzwerke in Ronsperg, Ludwig Mandler, Fabrikant. Zementwaren-Fabrikation und Klöppelspitzen in Ronsperg, Viktor Schick, Direktor der Böhmischen Kommerzialbank, Filiale Pilsen, ErnstWeiner, Lederfabrikant in Klattau, Richard Holub, Direktor-Stellvertreter der Böhm. Kommerzialbank, Filiale Pilsen, Franz Bruml, Gesellschafter der Firma B. J. Bruml, Dampfsäge, Klattau, Ing. A n t o n B r u m 1, i. Fa. B. J. Bruml, Dampfsäge, Klattau. Paul Lederer, Gesellschafter der Firma Lederer & Schwarzbart, Manufaktur en gros, Pilsen.

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