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B'nai B'rith · 1923-05-01 · 5 (5.1923) · p. Seite 104

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
2 (1923)
Issue
5 (5.1923)
Date
1923-05-01
Page
Seite 104 (sequence 4)
Language
German
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104 nicht in Teplitz-Schönau wohnhafte Patienten aufgenommen würden. So seien im Vorjahre 60% der Kranken aus Prag gewesen. TepKtz aber könne den dazu notwendigen Aufwand nicht allein bestreiten. Das Generalkomitee stelle darum den Antrag, es möge die Großloge dem Verein als Stifter mit einem Betrage von 10.000 K, zahlbar in 10 Jahresraten von je 1000 K, beitreten. Dadurch erlange die Großlose nach den Statuten das Recht, jedes Jahr einen Patienten zu bestimmen. Ks sei weiters an die Logen mit der Anregung heranzutreten, daß auch sie dem Hospital als Mitgliedei beitreten, und auch die einzelnen Brüder Mitglieder werden oder in anderer Weise den Verein unterstützen. Br, Expr. Di. S c Ii le issner trat warm für die Förderung des Hospitals ein, sprach sich aber gegen jeden Zwang auf die Brüder wegen der Mitgliedschaft aus. Man solle sich an alle Logen mit der Aufforderung wenden, den Verein tatkräftig zu unterstützen. Der Antrag des Referenten wurde mit dieser Modifikation angenommen. Eine eingehende Beratung wurde sodann dem Antrage der w. ,,Moravia" in betreff von Richtlinien für die* Unterstützung von Witwen und Waisen nach Brüdern gewidmet Br. Expr. Dr. F e i t h führte als Referent aus, wie die Logen bis in die jüngste Zeit hinein in der Lage gewesen seien, ihre Witwen und Waisen ausreichend zu unterstützen. Dagegen sei trotz aller Opfer, die selbstverständlich gebracht würden, der Schutz, der jenen heute gewährt werde, unzulänglich. Darum habe die w. ,,Moravia" zur Tagung des G.-K. vom 10. Dezember v. J. den Antrag gestellt, es möchten feste Richtlinien hiefür durch die Großloge aufgestellt werden. Es sei damals ein Komitee mit dieser Aufgabe betraut worden, in das die BBr. Expr. Dr. Levy und Dir. Ing. Weiner, ferner die BBr. Dir. Blumenthal, Dir. Geduldiger, Perlhefter und er berufen wurden. Ihm selbst habe vor allem, wie er dies schon auf dem Brudertage vom v. J. ausgeführt habe, als wichtigster Grundsatz vorgeschwebt, daß die Versorgung eine obligatorische sein müsse. Die betreffende Witwe müsse wissen, daß sie einen Anspruch auf die Unterstützung im Bedarf sfalle habe. Es müsse ein Existenzminimum festgesetzt werden; was zu diesem fehle, müsse von der Loge beigestellt werden. Der Br. Referent berichtete sodann eingehend über die in dem Komitee geäußerten verschiedenen Ansichten, sowie über einen Antrag des Br. Expr. Dr. Hermann Fuchs, der bei den Beratungen der w. ,,Moravia" mit vorgelegen sei. Die Loge selbst habe auf Grund dieser Vorberatungen durch Mehrheitsbeschluß für nachstehende Grundsätze sich entschieden : 1. Die Aktion sei durch jede Loge allein durchzuführen. 2. Die Unterstützung solle im Falle der Bedürftigkeit obligatorisch sein. 3. J eder Bruder solle monatlich 10 K und bei jedem Todesfalle 50 K zu zahlen verpflichtet sein. Indem Br. Dr. Feith diese Anträge der w. ,,Moravia" zur Annahme empfahl, stellte er weiters den Antrag, ein Komitee zu bestellen, das, womöglich versicherungstechnisch, den Stand erhebe. Dieses habe

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