B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 4 (4.1923)
- Date
- 1923-04-01
- Page
- Seite 95 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/9582244-9582244-9597527-9597580--0093-9597611- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
95 organisiert werden, in der Weise, daß sich das aus Delegierten der einzelnen Vereinigungen bestehende „Gemeinsame Palästina-Komitee" als K. H.-Komitee der Vereinigungen konstituiert und die Sammlungen von Beiträgen für das Palästina-Aufbauwerk bei den Brüdern in zweckentsprechender Weise vornimmt. Bezüglich der gesammelten K. H.¬ Gelder soll deren Verwendung einer besonderen Beratung und Beschlußfassung der Vereinigungen, ev. des Verbandes, und sohin dem hierüber mit dem K. H.-Direktorium oder seiner Vertretung in Österreich zu pflegenden Einvernehmen vorbehalten werden. Die näheren Modalitäten der Sammeltätigkeit soll das „Gemeinsame Palästina-Komitee" beraten und den einzelnen Vereinigungen allenfalls im Einvernehmen mit dem „Gemeinsamen Komitee" zur Genehmigung unterbreiten. Etwaigen Wünschen der Beitragleistenden auf sofortige Ablieferung ihrer Beiträge an das zionistische K. H.¬ Komitee ist zu entsprechen." Br. Dr. Sehn ab 1 referiert über das Ansuchen des „Jüdischen Hilfsvereines", alle Angehörigen des Distriktes zu verpflichten, Mitglieder des Vereines zu werden. Mit Rücksicht auf die großen Spenden, die dem Vereine bereits zuteil geworden und die übergroße Belastung der Brüder durch die bereits bestehenden Vereine schlägt er vor, den Brüdern zu empfehlen, das humanitäre Wirken des Vereines zu unterstützen und zu fördern, sei es durch ihren Beitritt, sei es durch Spenden an denselben. Der Antrag wird angenommen. Die durch die Schaffung der neuen Großloge geänderte Situation erfordere auch eine sinngemäße Reform der Verband s-S t a t ut e n. Br. Dr. Schnabl erstattet seine diesbezüglichen Vorschläge, die auch von der Tagung angenommen werden. Die von der Loge „Wahrheit" gewünschte Reform der Verhandlungen im Vorprüfung s-K o m i t e e sowie beim ehrenrätlichen Verfahren werden dem General-Komitee zur Beratung zugewiesen. Br. Dir. Hecht erstattet hierauf einen Bericht über den gegenwärtigen Stand der Kriegswaisen-Aktion. In kurzer Zusammenfassung teilt er mit, daß 46 Kinder und zwar 35 Knaben und 11 Mädchen versorgt werden, von denen 11 Kinder ganz elternlos und 35 vaterlos sind. Unter den Schützlingen befinden sich 5 Kinder von Brüdern, die dem Kriege zum Opfer fielen; die Pflegschaft haben übernommen 40 Brüder und 6 Frauen von Brüdern, denen der Dank der Versammlung ausgesprochen wird. Infolge der Güte eines Bruders, der sein Landgut zur Verfügung stellte, konnte eine eigene Ferien- Kolonie geschaffen werden, die es unseren Kriegswaisen ermöglichte, den Sommer in frischer, gesunder Luft, bei kräftiger Nahrung fröhlich zu verbringen. Es folgte hierauf die Feststellung der Jahresbeiträge pro 1923: Genehmigt wurden: Verbandsbeitrag pro Kopf ............K 10.000.— Nachzahlung pro 1922..............K 2.000.— Beitrag für den Hilfsfond ............K 1.000.— Ausstellung einer Mitgliedskarte .........K 10.000.— Ausstellung einer Abgangskarte .........K 20.000.—