B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 4 (4.1923)
- Date
- 1923-04-01
- Page
- Seite 80 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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80 bad" von ihren Zuweisungen, per zusammen 102.000 Kc bisher keinen Gebrauch gemacht haben. In der dritten, der Kriegswaisenaktion, wurde auf der letzten Pflegerversammlung, die im Anschlüsse an den Brudertag stattfand, ausführlich berichtet. (S. außerdem Bericht, Jännerheft, S. 5l) Da wir infolge spezieller Verhältnisse im Laufe des vergangenen Jahres zu den uns bewilligten 50 Kindern noch ein weiteres, 51., hinzugenommen haben, so mußten wir zunächst eine Position, wobei für das bereits versorgte Kind gleichfalls zureichende Gründe vorlagen, in 2 Positionen teilen. Doch wurde uns seitens Amerikas wiederum in hochherzigster Weise über unser gleichzeitiges Ansuchen gestattet, in Zukunft auch diese beiden Kinder voll zu bedenken. Auch wurde einem Waisenkind, das seinerzeit nicht berücksichtigt werden konnte und das in den Rayon der w. „Freundschaft" gehört, aus dem Überschusse des Jahres ein einmaliger Sustentationsbeitrag von 1000 Kc bewilligt. Diese Zuweisung entspricht den seinerzeitigen Direktiven, die uns Br. Seelenfreund erteilt hat, der ausdrücklich gesagt hat, daß etwaige Überschüsse für andere Waisenkinder verwendet werden können. Bevor ich zu demjenigen Teile meines Berichtes übergehe, der sich mit den einzelnen Logen beschäftigt, möchte ich noch etwas über die finanzielle Lage derGroßloge sagen und dies umsomehr, als wie Sie ersehen, immer mehr Aktionen an uns herantreten, für die wir aus eigenen Mitteln aufkommen müssen. Die Bilanz vom 31. Dezember 1922 und der Vermögensausweis wurden im Feberheft der ,,B 'nai B'rith" (S. 34 f) veröffentlicht. Hierüber wird Ihnen in Vertretung des abwesenden Br. Groß-Schatzmeisters Br. Expr. Max Erben ad P. 6 der T.-O. berichten. Ich möchte hier nur hervorheben, daß die 3 großen amerikanischen Fonde: Darlehensfond, Kriegsanleihefond und Kriegswaisenfond nicht zum Vermögen der Großloge gehören. Wenn der Dispositionsfond mit 111.727 Kc eingestellt wird, so gilt auch hier von dem größeren Teile desselben etwas ähnliches, indem ein Betrag von rund 62.000 Kc eine Spende ist, die Br. Seelenfreund nach seinem letzten Prager Besuch beim E.-K. erwirkt und mir für charitative Zwecke unseres Distriktes zur Verfügung gestellt hat. Es bleiben daher von größeren eigenen Fonden nur der Dr. Hammerschlag-Fond und der Dr. Rudolf Bloch-Fond. Zu ersterem hat den Grundstock, und zwar einen Betrag von rund 41.000 Kc, die w, ,,Bohemia" geliefert, so daß mit Hinzurechnung des Beitrages der Großloge selbst von 10.000 Kc und der seither aufgelaufenen Zinsen dieser Fond in seiner heutigen Höhe von rund 92.000 Kc zum größten Teile auf diese beiden Widmungen allein zurückgeht. Der Dr. Bloch- Fond aber stammt ganz von der w. ,,Praga". Wenn nun die heurige Bilanz einen Vermögenszuwachs von rund 88.000 Kc ausweist, so muß zunächst jene amerikanische Spende von rund 62.000 Kc in Abzug gebracht werden. In dem sich ergebenden Restbetrag von 26.000 Kc ist aber weiters der aus Spenden der „Bohemia", ,,Praga" und „Freundschaft", sowie einzelner Brüder hervorgegangene Zeitungsgründungsfond von rund 11.500 Kc und weiters der keine zuverlässige Post bildende Überschuß aus der Zeit-