Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1896
- Issue
- 13 (27.8.1896)
- Date
- 1896-08-27
- Page
- Seite 63 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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war der 5 grosse jüd. Gelmd dennoch d,enn°A wagte!%n Lade zu roise Rabbi der ™ em Unglück sem Haus heil ms Gotteshaus rtete die Gech doch, ohne lrig klang die lck zur Thüre "tend. Als sie erschien der 'den Antlitzes, h dem Grunde n in schlichten rten: Als ich ine weinende - es war die e überfromme Schwesterleins )rt. denGebetverrichtete m ich das r ein echt; im Heiligtum lebet, die erichten gegen t! Zuerst die tung und dann Andacht an! inn wirst du ,d die ganze — 63 — Se^n von den Höhen gewährt, dass Dn seine Scheuern gefüllt hast. Wir preisen den Schöpfer, der in unendlicher Mannigfaltigkeit die Erde ausgeschmückt hat, dass ihre Pflanzungen bald durch ihre Zartheit, bald durch ihre Pracht, bald durch ihre Stärke, dass sie durch Farbe und Duft und durch ihre währende Kraft uns erfüllt, uns erfreut, uns entzückt und erbaut. 0 halte Deine Hand über unsere Hütten und sei. wie dereinst, unsern Vätern, auch unser Hüter in den Wüstenstürmen. Möge sich Keiner vergebens mühen, der seine Hände regt für seines Hauses Wohlfahrt. Möge allen guten Menschen der Erfolg blühen, dass ihre Arbeit ihnen Ertrag und Nutzen bringe, dass sie sich gern und froh ihrem Berufe hingeben, dass die Eltern Freude gewinnen an ihren Kindern und die Kinder an ihren Ehern. Mache Du unsere Häuser, die Hütten durch Deinen Schutz zu Burgen des Friedens. Halte den Mangel fern von den Grenzen dieses Landes, von der Schwelle jedes Hauses, in dem fromme Menschen wohnen. Segne die Saat, die jetzt zur Zeit des Herbstes der Landmann in den Acker streut und entfalte den Samen durch all die tausend Fährnisse zur reifen Frucht. Breite über uns, Du Hort des Guten, das Zelt des Friedens! Amen. Gebet zur Seelenfeier- Herr der Welt! In andächtigem Gebete erhebt sich unsere Seele zu Dir in dieser Stunde. — Wir vertrauen Deiner Verheissung, dass Du tödtest und wieder belebest und dass Du verwundest und heilest Wir wissen, dass Deine Güte hinausreicht über das Grab, und dass der Tod nur das irdische Leben beschliesst, um das himmlische zu öffnen. Wir glauben, dass der Mensch, den Du in Deinem Ebenbilde gestaltet hast, nicht vergehen kann mit dem Staube, dem er entnommen ist, sondern dass bei Dir all cüe Geschlechter weilen, die nach Deinem Ratschluss zur Erde gekommen und von der Erde gegangen sind. — Darum bangt unsere Seele nicht, auch wenn sie durch das Thal des Todes wallen soll, denn Du bist bei uns auch im Reiche der Schatten. Darum erträgt unser Herz in Ergebung auch die schmerzlichste aller Erinnerungen: Das Gedenken an die Lieben, die heimgegangen sind. — Unerschüttert erträgt das fromme Gemüt die schwerste Fügung, denn es ist Dein Werk, Leben erblühen zu lassen aus dem Tode. — Der Schmerz um die Theuern, die unserem Auge entrückt sind, er wird gemildert und beruhigt durch die Erwägung, dass Dein Auge auf ihnen ruht, dass ihr Auge erleuchtet wird vom Glänze Deiner Hoheit, vom Strahle Deines himmlischen Lichtes, nachdem sie die Hülle des Körpers von sich geworfen durch die Wandlung, die Du über sie verhängt hast. — Darum ist unser Herz nicht fassungslos, sondern ruhig und ergeben selbst in diesem ernsten Momente, wo diese Lieben und Theuern vor unsere Seele treten. — Die Kinder gedenken heute der heimgegangenen Eltern. Untergegangen ist ihnen eine Welt von Liebe, als Du Vater und Mutter zu Dir riefest, allgerechter Gott! Und erst jetzt, wo ihnen die Sonne ihres Lebens nicht mehr strahlet, fühlen sie inniger, was sie besessen haben, und danken Dir für Deine Gnade, dass Du Pfleger ihrer Kindheit, Schützer ihrer Jugend, dass Du ihnen Berater und Tröster verliehen hast, die Mühe und Beschwerde willig auf sich nahmen, nur um ihrer Kinder Heil zu fördern. Es gedenken heute Eltern, sich in Demut beugend vor Deinem Ratschluss, auch da, wo er wie ein unerforschliches Rätsel ihnen entgegentritt, der Kinder, mit denen Du sie erfreut hast, um sie dann (ach!) so hart zu prüfen, als Du diese kostbaren Schätze ihnen genommen, als Du diesen Schmuck, der ihre Tage verschönte, ihren Lebensmut hob, ihr Hoffen belebte, ihnen entrissen und ihr Haus verödet hast. — Es gedenken Gatten und Gattinnen mit Wehmut der Zeit, da die innigste Gemeinschaft, die treueste Liebe sie verband und beglückte, da sie vereint des Lebens Mühen leichter ertrugen und seine Freuden reiner und inniger empfänden. Da löste Dein Wort das Band, welches die Gemüter so fest zusammenschloss, und der Schmerz und die Klage zog in die bangen Seelen, welche so lang die Stätte der Wonnen und des Friedens gewesen sind. — - Wir gedenken heut vor Dir all der edlen heimgegangenen Männer und Frauen, die durch ihre Liebe uns beglückt, durch ihr Wirken uns gefördert, die durch ihre Lehre und ihr Beispiel uns unterrichtet haben. — Vergilt ihnen, Allgütiger, das Gute, das sie uns erwiesen haben, dass ihre Seelen weilen im Lichte Deines Angesichtes. Uns aber möge diese Stunde der Erinnerung an den Tod und die Todten ein Segen für's Leben werden. 0 dass in den Tagen der Arbeit uns doch deutlicher der Gedanke vorschwebte, dass dieses irdische Dasein uns vorbereiten soll für die Ewigkeit. Möchten doch alle Tage unseres Daseins gehoben sein durch den Gedanken an Deine Güte, und die Zuyersicht auf Deine Vaterhuld uns dereinst noch gegenwärtig sein in der letzten Stunde unseres irdischen Wallens, denn niemals wanken, die auf Dich vertrauen! Amen. Konferenzbericht. (Fortsetzung.) Herr Dr. Löb will das Bibellesen nur als Ergänzung und Mittel zur Vertiefung der Religionsfächer aufgefasst wissen, er betont nachdrücklich, dass niemals das ¥ebersetzen dabei verkürzt werden dürfe Nach den Ausführungen der Herren Dr. Rosenack und Apt, die sich im allgemeinen zustimmend zur Sache äussern, und nach dem Schlusswort des Berichterstatters regt Herr Dr. Löb die Frage über Fertigstellung einer wohlfeilen Bibelausgabe an, eine Frage, auf die man in Lehrerkonferenzen immer wieder zurückkommen müsse, um so in bemittelten und massgebenden Kreisen Propaganda für diese heilige Sache zu machen. Es folgt die Beschlussfassung über den Eintritt in den Lehrerbund. Vorsitzender teilt mit, dass die im Vorjahre in unserer Konferenz geäusserten Wünsche in der. konstituierenden Versammlung zur /