Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1896
- Issue
- 1 (1.1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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— 8 — Was erwidert ihm Gott? (Sprich: „Der Ewige sendet mich zu euch.) Welche Wunder sollte Moses verrichten, wenn ihm das Volk nicht glauben würde? (Sein Stab sollte zur Schlange werden; Moses Hand sollte aussätzig werden.) Der Aussatz ist eine Krankheit. Das dritte Wunder! (Gott sprach: „Nimm Wasser aus dem Nil und giesse es auf das trockene Land und es wird zu Blut werden.) Anschreiben der Schlagwörter! Was hat der bescheidene Moses immer noch einzuwenden? (Dass er nicht gut reden könne). Welche Antwort gab ihm Gott darauf? (Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen etc.) Als der bescheidene Moses immer noch zögerte, versprach ihm Gott, dass sein Bruder Aron für ihn reden solle. c. Lesen des 2. Abschnittes. Wiederholung und Einprägung mit Hilfe der Schlagwörter, z. B.: Die drei Wunder! Welche Einwände führte Moses an? 1) ich bin zu gering für dieses Amt; 2) das Volk wird an Gott nicht mehr glauben; 3) das Volk wird mir nicht glauben wollen; 4) ich kann nicht gut reden; 5) schicke doch lieber einen andern. 3. Abschnitt der Geschichte. a) Vorerzählen von: „Dann kehrte Moses zu Jitro zurück'' — bis Schluss. b) Entwickelung des Inhalts. Wen nahm Moses mit sich nach Egypten? (Seine Frau Zippora und seine beiden Söhne Gerson und Elieser.) Wen hat Moses auf seiner Reise nach -«Egypten getroffen? (Seinen Bruder Aron.) Wasthaten Moses und Aron zunächst in Egypten? (Sie versammelten das Volk Israel und verkündeten ihm, dass Gott helfen wolle.) c) Lesen des 3. Abschnittes. Wiederholung und Einprägung mit Hilfe der Schlagwörter. IV. Nutzanwendung. Wie sagte Moses, als Gott ihn zum Volksführer berufen wollte? (Wer bin ich, dass ich zu Pharo gehen und die Kinder Israel aus Egypten fähren soll?) Was wollte er damit sagen? (Ich bin zu gering, das Volk aus Egypten zu führen.) Welche gute Eigenschaft bewies Moses mit dieser Antwort? (Er war bescheiden.) Was können wir demnach von Moses lernen? (Wir sollen bescheiden sein.) Zum Schlüsse wollen wir uns noch das Sprüchlein merken: Bescheiden sein, Stehet allen Menschen fein. Aus dem Gemeinde- und Schulleben. * „Ahawas Achim." Ein Leser teilt uns ungeheuerliche Dinge aus der — sit venia verbo — Verwaltung dieser Vereinigung mit. Es sollen Sammlungen zum Besten des Vereins veranstaltet, Beiträge erhoben worden sein, ohne dass über die Verwendung der Gelder Rechnung abgelegt worden wäre. Aus erklärlichen Gründen können wir die heikle Frage nicht gut öffentlich behandeln, beschränken uns darum nur auf eine Warnung, gerichtet an die Mitglieder, die jenem Vereine noch angehören, Beträge, und wären sie noch so gering, an irgend ein Vorstandsmitglied der Ahawas Achim zu senden, damit sich der Verein, den einige Vorstandsmitglieder partout nicht auflösen wollen, sich von selbst, wenn auch nicht in Wohlgefallen, endlich auflöse. * u. „Reichsverband." Man schreibt uns: Ich erfahre von zuverlässiger Seite, dass die unter dem Namen „Deutscher Reichsverband jüdischer Religionslehrer" bestehende Vereinigung ihre bisherige Tendenz aufgeben, ihren Namen ändern und sich nur auf Sammlungen für das geplante Lehrerheim beschränken werde. Ich möchte hiermit die Frage aufgeworfen haben, ob wir Lehrer uns die Demütigung gefallen lassen müssen, dass eine beliebige Persönlichkeit sich herausnimmt, ohne Mandat für uns oder unsere Invaliden „Sammlungen" zu veranstalten? U. A. w. g. * Prämie für unsere Abonnenten. Die „Real- Eneyclopädie über Bibel und Talmud" von Dr. J. Hamburger, Ober- und Landesrabbiner in Strelitz i. M., erscheint demnächst in zweiter Auflage. in seinem uns übersandten Prospekt sagt der Verfasser u. a.: „Unsere Zeit mit ihrem mächtigen Aufschwung auf allen Gebieten des Lebens, des Wissens und der Industrie hat auch den regen Verkehr des Judentums mit der Aussenwelt hervorgerufen, dem jedoch in den jüngsten Dezennien eine bedauerliche Anfeindung und Verkennung der Lehren, Gesetze und der Geschichte des jüdischen Glaubens gefolgt sind. Man lese darüber die Reden und Verhandlungen in den Reichs- und Landtagen in Berlin und Wien u. a. 0. seit 1886. Ein „Konversations-Lexikon des Judentums" nach obiger Angabe, wo man klar und rasch Aufschluss über Gegenstände aus der Geschichte, Lehren und den Gesetzen der Ethik, des Kultus, der Dogmatik u. a. m. des Judentums erhält, ist ein dringendes, längst anerkanntes Bedürfnis. Freunde und Förderer der Wissenschaft, Männer, die Herz und Sinn für Geschichte und Litteratur unserer Ahnen sich zu bewahren verstanden haben, mögen in der Anschaffung dieses gemeinnützigen Werkes nicht zurückbleiben." Wir empfehlen dieses Werk, das uns als Nachschlagebuch geradezu unentbehrlich geworden, allen Lehrern des Judentums und stellen die 25% Provision, die unser Verlag als Buchhandlung von dem Verlage der ,,R.-E.U erhält, unsern Abonnenten, die das Werk durch uns beziehen, zur Verfügung. Die „R.-E." erscheint in Heften ä Mk. 2,50. Verantwortlicher Redakteur: A. Levin in Berlin. — Druck von E. Suttkus vorm. H. Post, Tilsit.