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Jüdische Nachrichten · 1939-02-16 · 7 (16.2.1939) · p. Seite 8

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Journal
Jüdische Nachrichten
Volume
9 (1939)
Issue
7 (16.2.1939)
Date
1939-02-16
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 JÜDISCHE NACHRICHTEN 16. Februar 1939. Von Woche zu Woche. Amsterdam. Auf dem in der Nähe von Rotterdam gelegenen Gut der Frau Hintzen, einer Nichtjüdin, die ihren Grundbesitz dem Komitee für jüdische Flüchtlingskinder aus Deutschland zur Verfügung gestellt hat, wird eine neue Hachschara-Farm eingerichtet werden. Jerusalem. In ganz Palästina wurden die Feiern des Chamischa Assar Bischwat (15. Tag des Monats Schwat, der „Neujahrstag der Bäume") durch Pflanzungen von Bäumen in allen Städten und Kolonien begangen. Danzig. Die Abfahrt der ersten Gruppe von 500 Juden, die am Montag, 6. Februar, die Freie Stadt mit unbekanntem Ziel hätten verlassen sollen, ist um eine Woche verschoben worden, weil die den Transport abfertigende italienische Schiffahrtsgesellschaft nicht rechtzeitig die nötigen Arrangements hat treffen können. Brüssel. Ein neuer Transport von 250 jüdischen Kindern ist in Herbestahl eingetroffen. Sie wurden vom belgischen Roten Kreuz in Empfang genommen und betreut. Der grössere Teil der Kinder wird unter Familien in Brüssel und Antwerpen aufgeteilt. Tel Aviv. Einer amtlichen Bekanntgabe zufolge wird das Budget der Palästinaregierung für das am 31. März d. J. zu Ende gehende Finanzjahr 1938,39 sich auf insgesamt 6,230.520 Pfund belaufen, Hiervon sind 5,445.760 Pfund für direkte Ausgaben bestimmt, der Rest für die Palästina-Eisenbahn. London. Demnächst trifft die Untersuchungskommission in British-Guyana ein, um die Möglichkeit der Ansiedlung von Flüchtlingen in dieser Kolonie zu prüfen. Die Siedlungsarbeit kann erst nach Eingang des Berichtes der Kommission erfolgen, New York. Der irisch-jüdische Abgeordnete Robert Briskoe, der im Auftrage des Präsidenten der Neu-Zionistischen Organisation Vladimir Jabotinsky nach den Vereinigten Staaten gefahren ist, wurde vom Präsidenten der USA. Franklin D. Roosevelt empfangen. Budapest. Gegen die Verschärfung des I. Judengeselzes stimmten die Kleinlandwirtschaftspartei Tibor Eckhardts, die Sozialisten, Graf Belhlen, Graf Sigray und Abg. Karl Rassay, sowie die wenigen jüdischen Abgeordneten. Einige Abgeordneten enthielten sich der Stimmabgabe. Jerusalem. Der Rektor der Hebräischen Universität in Jerusalem Prof. Abraham Halevi Fränkel lies am Mittwoch, 8. Februar, die gesamte Studentenschaft der Universität versammeln und richtete an sie eine Ansprache, in der er sich gegen die „beschämende Demonstration" revisionistisch gesinnter Studenten gegen die Londoner Konferenz wandte. Warschau. In Ostgalizien wurden die jüdischen Spirutosenhändler behördlich gezwungen, ihre Geschäfte zu schliessen. Dadurch wurden Tausende Familien brotlos und der Verzweiflung anheimgegeben. Danzig. Aus Danzig wird gemeldet : Der Senat hat den jüdischen Rechtsanwälten und Notaren die Ausübung ihres Berufes ab 1. März d. J. auf dem Gebiet der Freien Stadt Danzig verboten. Sie dürfen nur noch die Angelegenheiten jüdischer Klienten besorgen. London. Die 5 rabbinischen Mitglieder der jüdischen ^Delegation, Chief Rabbi Hertz, Oberrabbiner Herzog, Raw Uziel, Raw Fichmann und Rabbi Meir Berlin, wandten sich an die jüdischen Gemeinschaften mit dem Appell, während der nächsten zwei Wochen allmorgentlich Gebete für den Erfolg der jüdischen Sache auf der Palästina Konferenz zu sprechen. Jerusalem. Als Vergeltung für in den letzten Tagen wiederholt verübte Terrorakte wurde dem Musrara-Viertel in Jerusalem eine Kollektivstrafe von 300 Pfund auferlegt. — Arabische Fahrzeuge werden beschlagnahmt. Jerusalem. Militärbehörden haben, als Antwort auf eine Reihe von arabischen Terroristen an der Eisenbahnlinie in der Nähe von Rechoboth verübte Sabotageakte, den gesamten arabischen Verkehr auf der nach und von Jaffa führenden Strasse aufgegeben. Etwa 70 arabische Fahrzeuge wurden angehalten; sie werden so lange beschlagnahmt bleiben, bis der der Eisenbahn zugefügte Schaden wiedergutgemacht werden wird. — Die Unterbringung von Flüchtlingskindern in Frankreich. Paris. Das französische Koordinationskomitee der Hilfswerke für Flüchtlinge traf am Mittwoch, 8. Februar, unter dem Vorsitz von Aussenminister Georgs Bonnet zusammen. Die Baronin Edouard de Roischild berichtete über die Verhandlungen, die wegen der Flüchtlingskinder mit den Zentralorganisationen in Wien und Berlin geführt werden sollen. Man prüft gegenwärtig, ob Kinder aus Deutschland, die Verwandte in Frankreich haben, bei diesen Familien unterzubringen sind. Ferner wurde über die Erteilung von Transitvisen diskutiert. — Die Werbeaktion des „O. R. T." Verbandes. Paris, Am Mittwoch 8. Februar, wurde in Johannisburg, sowie in anderen Zentren der Südafrikanischen Union die grosse Werbeaktionen von ORT-OSE (ORT : Verband zur Förderung von Landwirtschaft, Handwerk und Industrie unter den Juden; OSE : Verband für Gesundheitschutz der Juden) durch öffentliche Kundgebungen eingeleitet. Der Werbeaktion, deren Erträgnis hauptsächlich der beruflichen Umschichtung und dem Gesundheitsschutz der Flüchtlinge gewidmet ist, hat sich dem südafrikanischen Gemeindebund angeschlossen. Bei der feierlichen Eröffnungskundgebung in Johannisburg wurden gleich 15.000 Pfund aufgebracht. — Für Aufnahme von 20.000 Flüchtlingskinder in die USA. Washington. Der demokratische Senator Wagner aus New York brachte einen Gesetzentwurf ein, wonach in den Jahren 1939 1940 je 10.000 Flüchtlingskindern aus Deutschland die Einreise in die USA. erlaubt werden soll. Für jedes der Kinder, die nicht über 14 Jahre alt sein sollen, hätte eine Person oder ein Komitee die Garantie zu übernehmen, dass es der Oeffentlichkeit nicht zur Last fällt. — Willenskundgebung der polnischen Juden heil für Palästina. Warschau. Der Sonntag, 5. Februar, war ein Tag der geschlossenen Willenskundgebung der 3 Millionen Seelen zählenden polnischen Judenheit für die Oeffnung der Tore des jüdischen Landes für jüdische Einwanderung, in Warschau demonstrierten im Zusammenhang mit der in London beginnenden Palästina-Konferenz Zehntausende, in den Hauptstädten der Provinz und in den kleineren Städten weitere Hunderttausende für das Recht der Juden auf Palästina und für die Lösung : „Oeffnet die Tore Erez Israels für Juden!" In dem Versammlungen wurde eine Resolution angenommen, gegen jede Einschränkung der jüdischen Rechte auf Palästina zu kämpfen. Kleiner Anzeiger. Tarif für Konkurse und kleine Anzeigen: Bei einmaliger Einschaltung 80 Heller pro Wort. Fett gedrukt Kc 1.60 Für Stellensuchende 40 resp. 80 Heller. Der Gegenwert ist in vorhinein einzusenden, eventuell in Briefmarken. Zur Weiterleitung der Chifre-Briefe ist K2 1.— beizulegen, ansonsten werden diese nicht weitergeleitet. Die Adressen der Chifre-Briefe werden nicht ausgefolgt. SUCHE per sofort tüchtigen Kommis, 18—22 Jahre alt, für Kolonialwaren. Hugo Bernfeld, Piesfany. SUCHE verlässliche Modistin, welche die Strohhuterzeugung erlernen will. B. Hauser, Trencin, Hlinkova 24. BUCHHALTER, sabbathaltend, verlässliche Kraft sucht Beschäftigung, ev. Stundenarbeit. Gefl. Anträge unter „Prima Referenzen" an die Bratislavaer Adm. VERKAUFE gut eingeführte Molkerei in einem grösseren Badeorte der Slovakei. Preiss nach Uebereinkommen. ZUR WEITERLEITUNG von Chifre Briefen ist Kc 1.— in Marken beizuschliessen. SUCHE ZWECKS Heirat hübsches, junges, intelligentes Mädchen, welches geneigt wäre, mit mir nach Palästina auszuwandern. Chiffre „Etwas Mitgift" an die Bratislavaer Administration dieses Blattes. DIPL. BETH-JAKOB LEHRERIN mit hebr. Sprachkennlnissen, sucht Posten in Volksschule oder an Beth Jakob-Kurse. Interessenten mögen ihre Zuschriften auf Chifre „Pädagogik" an die Adresse der Bratislavaer Redaktion senden. Konkurs. Die Krompacher orth. israelitische Kultusgemeinde schreibt hiermit einen Konkurs zur Aufnahme eines Schachters und Vorbeters aus, unter folgenden Bedingungen : 1. ) Bewerber muss ein tadelloser H^SD ^573 und *mp bvz sein, tDtpin np^a npun bma wird bevorzugt. 2. ) Vorbedingung csl. Staatsbürgerschaft. 3. ) Gehalt 6.000 K jährlich, Wohnung, 16 m. Brennholz pre Jahr, ganze ntDTttt? und alle Nebeneinkommen. 4. ) Reisespesen werden nur dem Gewählten vergütet. 5. ) Offerte sind bis zum 1. März 1. J. an den Gemeindepräses einzusenden. Krompachy, den 30. Jänner 1938. Isidor Gultmann Leopold Allvater Schriftführer. Präses. fmnsn pTiö1? an^tr nöp "IJH "2 |P3NPI 122 mr^wDi^ip wDpa-xn&nx ♦*nB*J pk Rasiere dich o mit ><f hne S V(^\G?-lfö * 4V" hygienisch angenehm :a ^4 esser ärztl. empfohlen gesch. geruchlos! Bestes Rasierpulver der Gegenwart. Allcinerzeuger: JOSEF HEINOVITS, BRATISLAVA Royko-Passage. Kapuzinskä 4. Verlangen Sie Muster! Pouzivane znamky nov. dovoleno vynosom riad. post' a telegr. v Kosiciach pod eis. 159.650 — IV. 31 a v Bratislave pod eis. 141.021 — IHa 38. Podavaci post. ürad Presov 1. a Bratislava 2. — VydavateF a tlac. M. Herman Klein v Presove.

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