Ha- Meʾasef
- Journal
- Ha- Meʾasef
- Volume
- (1809-1810) תקע (1809)
- Issue
- Deutsche Zugabe zu dem dritten Heft des zweiten Jahrgangs der Hebräischen Zeitschrift: המאסף (der Sammler)
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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[ i6 ] Studium der Gesetze, damit auch er in der Folge das Wesentliche vom Unwesentlichen, die Frucht von der Schaale, den Geist von der Hülle zu trennen wisse. Daß H i l l e l die richtigste Ansicht von Religion hier geäußert hat, bedarf keiner Worte; aber auch in seinen Wahlsprüchen verrath er diese wahre Ansicht nicht minder: Kein Glaube aus Blindheit kann dem Herrn gefällig feyn. Kein Unwissender kann je das Heiligthum des Ewigen schauen: „Der Unwissende wird keine Sünde scheuen; der Unaufgeklärte kann keine wahre Frömmigkeit besitzen." Ueberhaupt scheint diesem Weisen niemals die richtige Ansicht von den Dingen, die uns so nahe angehen, gemangelt zu haben. So z. B. wenn sich S a m a i lebenslänglich auf Unkosten des Sabbaths pflegte*), meinte H i l e l, daß ein jeder Tag uns heilig seyn müsse. „Tag für Tag sey der Herr gepriesen," sprach er, heißt es ja in den Schriften der Frommen. Von seinen häuslichen Verhältnissen wissen wir zwar nur wenig; aber auch das Wenige verräth uns den Weisen, der dieses Leben für eine *) Siehe Talmud Beza.