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Ha- Meʾasef · 1797-01-01 · Deutsche Zugaben zum siebenten Jahrgange der Ebräischen Zeitschrift (המאסף) der Sammler. (1797) · p. Seite 2

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Journal
Ha- Meʾasef
Volume
כרך השביעי (1797) (1797)
Issue
Deutsche Zugaben zum siebenten Jahrgange der Ebräischen Zeitschrift (המאסף) der Sammler. (1797)
Date
1797-01-01
Page
Seite 2 (sequence 8)
Language
Hebrew, German
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doch gestehe ich aufrichtig, daß die Beschäftigung mit diesen ehrwürdigen Denkmahlern für mich en ne der angenehmsten Erholungen in den Stunden der Muße ist. Sie muß es aber auch für einen jeden seyn, der einmal dieses Studium liebt, und Geschmak daran gewonnen hat. Vorzügliches Interesse, dünkt mich, müssen diese Schriften, fü?einen achten Liebhaber der morgenlandischen Poesie von unserer Nation haben. Mau nenne es immer Schwärmerei).' dieser Vorwurf soll mich nicht abhalten aufrichtig zu gestehn, daß der Eindruk der Originale auf das Gemüth eines Israeliten, wenn ich meine Empfindung zum Maasstab nehme, von ungewöhnlicher Wirkung und starker seyn muß, als ihn irgend ein andres Werk der Redekunst hervor zu bringen vermag. — Bey einer gewissen Stimmung der Seele, wenn wir uns in die Tage der Vorwelt verlieren, und der Geist der ehrwürdigen Männer uns umschwebt, wird eine unnennbare Empfindung sich unserer bemeistern. Die Stimme der geflügelten Orakelspruche schallt in unser Ohr; der rauhe, abgebrochene, feyerliche Ton würkt auf unser Herz; das Gemüth erhebt sich zur Andacht, und nicht selten entströmen wollüstige Thranen dem Auge. Sie fließen nicht etwa dann nur, wenn der heilige Sänger zu Trauertönen die Harfe stimmt, sondern auch, wenn er die Stimme gegen die Unthaten feiner Zeitgenossen drohend erhebt, und schauervolle Bilder des kommenden Unglüks darstellt. Am hinreißendsten wird er, wenn Sagen der Vorzeit dle Einbildungskraft in Glut setzen, und er sich über Welt und Menschen wegschwiugt, das Seherauge auf güldne Zeiten der Zukunft geheftet. Ist es Wunder, daß solche Reden auf das Gemüth eines Israeliten, das nicht allen Sinn für Gefühle der Art verjähren hak, mächtige Wirkungen Hervorbringen? Sie berühren die zartesten Saiten seines Herzens, sein Innres wird erschüttert und sein Nakionalstylz aufgeregt.

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