Ha- Meʾasef
- Journal
- Ha- Meʾasef
- Volume
- (1787-1788) תקמח (1787)
- Issue
- Des Sammlers vierten Jahrganges erste Zugabe (1787)
- Date
- 1787-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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( 6 ) V GLebt es derer; sind sie den Leuten die § sich bey uns dem Beerdigungsgeschäft unj terziehen, hinreichend bekannt, und sind s es diese, auf welche sie ihre Zuverläßigj keit gründen? j Vl. Giebt es derer keine; sind die Gründe, religiöse, moralische, oder politische, die uns zu diesem schnellen Begraben der Todten bewegen, von solcher Wichtigkeit, sind sie so sehr mit unserm Wohl verknüpft, daß wir ungeachtet der Gefahr zuweilen einen Menschen lebendig in die Erde zu legen, ihnen dennoch folgen müssen? ist diese Gefahr nur ein geringeres Uebel, dem man sich unterziehen muß, um einem grössern auszuweichen? IV. Und endlich sind die Gründe nicht von dieser Art; ist es nicht rathsam diesen Gebrauch zu unterlassen, und nach dem Beyspiel unserer gesitteten und aufgeklärten Nebenvölker, unsere Todte wenigj stens einige Tage über die Erde aufzubei wahren? Die Beantwortung der ersten Frage hat die l wenigste Schwierigkeit. Seit Hyppokrates bis'auf l unsere Zeiten haben die Aerzte wegen der Unzuver- ' läßigkeit der Todeszeichen für das zu frühe Begraden gewarnt. Die Schriften der Aerzte aller ' Jahrhunderte sind voller Beyspiele von Scheinj tobten, die man wirklich für todt gehalten, und durch Kunst oder Zufall wieder ins Leben zurückgekehrt sind. Kaum ist noch eine Stadt auf Erden, in der ' man nicht eine oder mehrere Geschichten von Tobten aufbewahrt hat, die man bald in einer fremden? Lag-, j i