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Jüdische Auswanderung · 1938-07-01 · Juli 1938 · p. Seite 90

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1938. Bestand LBI
Issue
Juli 1938
Date
1938-07-01
Page
Seite 90 (sequence 96)
Language
German
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Ausbeute von Bodenschätzen 1936 A u s b Menge » e u t e Wert t kif 1 579 679 29 276 739 Golderze .......... 30 776 1 455 640 Gold-, Silber- und Kupfererze . 447 1 149 787 2919 43 255 200 12 462 Asphalt........... 2145 21 453 537 531 1 869 352 Kalkstein .......... 4 121 13181 Silika und Lehm....... 68 684 5 — Die Industrialisierung der Philippinen befindet sich noch im Anfangsstadium. Die bestehenden Industrien beruhen zumeist auf Heimarbeit, die häufig von Frauen ausgeübt wird. Von einer großindustriellen Fabrikation kann kaum die Rede sein. — Vor allem werden philippinische Rohstoffe zu Fertigfabrikaten verarbeitet, so Manilahanf zu Seilen und Schiffstauwerk, Tabak zu Zigarren, aus Kokosnüssen wird Oel gepreßt und werden Knöpfe fabriziert; aus Muscheln werden in mehreren Betrieben Perlmutterknöpfe hergestellt. Die Hutindustrie verwendet philippinische Fasern und Stroh, das hauptsächlich aus den Blättern der Buri-Palme gewonnen wird. Philippinische Hüte werden auch ausgeführt (1935 im Werte von fast 1 Mill. Pesos). — Die Stickerei-Manufakturen der Philippinen, die hauptsächlich im Heimbetrieb arbeiten, genießen Weltruf. In ihnen werden hauptsächlich Wäsche, Kinderkleidung, Mund- und Tafeltücher gestickt. 1935 wurden Stickereien im Werte von fast 1 Mill. Pesos exportiert. Die Bauindustrie wird durch Ziegel-, Zement- und Kalkfabriken versorgt. Andere Fabriken stellen auf kleiner Basis Seife und Kerzen, Fischnetze, Papierschachteln, Spielzeug, Koffer und Lederwaren, Schirme, Toiletteartikel und Nahrungsmittel (Fruchtkonserven, Obstsäfte, Bier, Alkoholika und Eis) her. Die hauptsächlichsten Fabriken sind: 48 Zuckerfabriken, 72 Destillerien, 6 Kopraf abriken, 111 große Zigarren- und Zigarettenfabriken und 2400 Reisschälmühlen. Die Papier- und Sackfabrikation soll demnächst auf großer Basis vorgenommen werden. Andere Projekte sehen die Errichtung einer Baumwollfadenfabrik und einer Konservenfabrik für Fisch-, Gemüse- und Obstprodukte vor. Mit japanischem Kapital wurden in letzter Zeit errichtet bzw. wesentlich erweitert: eine Bierbrauerei, eine Fahrradfabrik und eine Schuhfabrik. In den letzten Jahren gelangte die philippinische Holzindustrie zu einer gewissen Bedeutung. Die Inseln weisen ausgedehnte Waldbestände auf, die zum großen Teil wirtschaftlich noch vollkommen ungenutzt sind. Die Holzarten sind sehr zahlreich. Die Regierung, die fast den gesamten Waldbestand der Inseln besitzt, verleiht zu günstigen Bedingungen Lizenzen und Konzessionen für die Ausnutzung der Forsten. In der Holzindustrie ist gegenwärtig ein Kapital von etwa 35 Mill. Pesos investiert. In 106 Sägemühlen (von denen 10 Großbetriebe darstellen) wird das Holz zu Bauholz verarbeitet. 3. Währung und Finanzen Die philippinische Währung beruht auf dem Goldstandard, modifiziert durch die Abwertungsgesetze der Vereinigten Staaten von 1933 und 1934. Der Kurs des philippinischen Peso beruht auf dem Grundsatz 1 philipp. Peso 1/2 U. S. A.-Dollar. Gegenwärtig notiert also 1 philippinischer Peso etwa 1,25 RM. Die nächst kleinere Münzeinheit ist ein Centavo (1 Peso 100 Centavos); ein 20-Centavo-Silberstück wird „Peseta" genannt. Die Bankgeschäfte werden von zehn Banken ausgeübt, von denen vier in ausländischem Besitz sind. Die Philippinisehe Nationalbank und die Bank der philippinischen Inseln (die erstgenannte ist im Staatsbesitz) haben allein das Recht der Notenausgabe. Die Finanzlage der philippinischen Regierung ist seit 1936 recht gut. In diesem Jahre erhöhten sich die Steuereinnahmen um nahezu 9 Mill. Pesos — eine Folge der Preiserhöhung fast sämtlicher Landesprodukte, die die Einwohner in die Lage versetzte, sowohl die laufenden Steuern als auch rückständige Beträge zu bezahlen. Die Gesamteinnahmen der Regierung beliefen sich im Fiskaljahre 1936 auf 73,5 Mill. Pesos. 73 v. H. der Einnahmen kamen durch Steuern auf, der Rest hauptsächlich aus Ueberschüssen der Regierungsunternehmungen. Die Ausgaben des Fiskaljahres 1936 beliefen sich auf 68,1 Mill. Pesos. Die Regierung ist gesetzlich ermächtigt, in den Vereinigten Staaten Anleihen im Betrage von 186 Mill. Pesos aufzunehmen; es wurden aber nur 132 Mill. Pesos gebraucht. Für 1937 sah das Budget ein Defizit in Höhe von 6 Mill. Pesos vor, da die Regierungsausgaben beträchtlich gesteigert werden sollen. Tatsächlich wurde aber ein Ueberschuß von rund 21 Mill. Pesos erzielt. Die öffentliche Schuld der Philippinen belief sich Ende 1936 auf 153,94 Mill. Pesos. 4. Außenhandel 1 )ie engste handelspolitische Verbindung hatten die Philippinen bisher mit den Vereinigten Staaten. Noch 1933 gingen 86 v. H. der gesamten philippinischen Ausfuhr nach den U. S. A., und 58 v. H. aller eingeführten Waren kamen von dort. Die Erklärung der Unabhängigkeit der Philippinen soll das Handelsverhältnis zwischen diesen und den Vereinigten Staaten vorläufig nicht berühren; bis 1940 werden die Philippinen weiter zollfreie Einfuhr nach den U.S.A. genießen, und von 1940 bis 1960 sollen nur geringfügige Zollsätze für die philippinischen Ausfuhrwaren von den Vereinigten Staaten erhoben werden. — Deutschland spielt als Lieferant wie als Abnehmer der Philippinen nur eine geringe Rolle. Nur knapp 3 v. H. des Außenhandels-Umsatzes der Philippinen entfielen 1936 auf Deutschland. — Seit einigen Jahren haben sich die Außenhandelsbeziehungen zu Japan bedeutend verstärkt. Die gesamte Ausfuhr der Philippinen hatte 1935 einen Wert von 188,5 Mill. Pesos; 1936 erreichte sie den Wert von 273 Mill. Pesos. Die wichtigsten Ausfuhrwaren wurden oben aufgeführt. Hauptausfuhrwaren im 1. Vierteljahr 1937 und 1936 (in Pesos ) 1937 1936 38 239 391 12 598 499 2 962 539 9 899 582 2 455 031 1 388 483 37 962 078 8 141 888 6 906 392 6 884 813 1 748115 2 339 078 Gesamtausfuhr 80 274 480 72 630 790 Die wichtigsten Einfuhrwaren sind: Baumwolltuche und Baumwollwaren (1935 wurden Waren dieser Art im Werte von ca. 30 Mill. Pesos, das sind 19 v. H. der Gesamteinfuhr, eingeführt), Eisen- und Stahlwaren (für 13 Mill. Pesos), Nahrungsmittel, vor allem Weizenmehl, Fische, Fleisch, Gemüse und Molkereiprodukte (für insgesamt 26 Mill. Pesos), Maschinen und Maschinenteile (für 8 Mill. Pesos), Automobile nebst Zubehör, Tabakprodukte (vor allem Zigaretten) und Chemikalien und Drogen (für etwa 5 Mill. Pesos). Die gesamte Einfuhr hatte 1935 einen Wert von etwa 71 Mill. Pesos; 1936 stieg sie auf 202 Mill. Pesos. 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