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Jüdische Auswanderung · 1938-07-01 · Juli 1938 · p. Seite 37

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1938. Bestand LBI
Issue
Juli 1938
Date
1938-07-01
Page
Seite 37 (sequence 41)
Language
German
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Einwanderungsquoten sehr erschwert wurde; darüber hinaus hat die freiwillige Rückwanderung (infolge Arbeitslosigkeit) zusammen mit der zwangsweisen Deportation vieler Tausender von illegalen Einwanderern zeitweise (besonders 1930—1932) sogar bewirkt, daß die Abwanderung aus den Vereinigten Staaten die Zuwanderung übertraf. Für die letzten drei Jahre liegen folgende Angaben über die Ein- und Auswanderung vor: Einwanderungs- (+) - od. Auswan- Jahr Einwanderer Abwanderung1 derungs- (—) Ueberschuß 1935 . . . . 34 912 36 486 — 1 547 1S35 . . . . 36 329 35 817 + 512 1937 .... 50244 26736 -j- 23 508 Die Berufsstruktur der Einwanderermassen hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Während früher nahezu drei Viertel der Einwanderer ungelernte Arbeiter waren, machen diese in den letzten Jahren nur einen verhältnismäßig geringen Teil aus. Unter wirtschaftlichem Gesichtspunkt ist besonders eine Eigentümlichkeit der Struktur der amerikanischen Bevölkerung hervorzuheben, die sich daraus ergibt, daß die Vergrößerung der Bevölkerung zum großen Teil auf Einwanderung beruht. Dies ist der Männerüberschuß. Wie fast alle Einwanderungsländer zählen die Vereinigten Staaten mehr Männer als Frauen; so waren im Jahre 1930 von der Gesamtbevölkerung 62 137 000 männlich, 60 638 000 weiblich. Auf 100 Frauen kamen demnach 102,5 Männer (in Deutschland 1933 umgekehrt 106 Frauen auf 100 Männer). Die Einwanderung bringt sehr viel mehr Männer als Frauen ins Land: so finden wir bei den zugewanderten Weißen 115,1 Männer je 100 Frauen. Im ganzen ist zum Verständnis der amerikanischen Wirtschaft vor allem festzuhalten, daß die Vereinigten Staaten noch heute für europäische Begriffe ein überaus dünn bevölkertes Land sind; Siedlungsweite, Industrieverfassung, Lohnniveau und Verkehrswesen sind, wie alle übrigen wirtschaftlichen Verhältnisse, weitgehend von dieser Grundtatsache bestimmt. b) Die erwerbstätige Bevölkerung Von den 122 775 000 Einwohnern der Vereinigten Staaten im Jahre 1930 waren 48 830 000 erwerbstätig. Von diesen 48,8 Millionen waren 38,1 Millionen männlich, 10,7 Millionen weiblich. An der Gesamtbevölkerung gemessen, waren 39,6 v. H. erwerbstätig, nämlich 61,2 v. H. der männlichen und 17,7 v. H. der weiblichen Einwohner. Zum Vergleich mögen die entsprechenden Zahlen für das Deutsche Reich (1933) angegeben sein: Erwerbstätige insgesamt 51,3 v. H.; männlich 68,0 v. H.; weiblich 35,6 v. LI. Daß die Erwerbstätigkeit der Frau in den Vereinigten Staaten so wesentlich seltener sein sollte als in Deutschland, wie es nach diesen Ziffern den Anschein hat, dürfte an der Verschiedenheit des Begriffes der Erwerbstätigkeit liegen; die deutsche . Beruisstatistik zählt nämlich die „mithelfenden Familienangehörigen", die sich vornehmlich aus Frauen zusammensetzen, durchweg als Erwerbstätige, während der amerikanische Zensus offenbar nicht alle von ihnen als „gainfully occupied" — als „verdienende" Personen — ansieht. Die Verschiedenheiten der Erwerbstätigkeit nach Geschlecht und Rasse sind in folgender Uebersicht herausgearbeitet. Nach amerikanischer Gepflogenheit ist die Zahl der Erwerbstätigen auf die Bevölkerung im Alter von 10 und mehr Jahren bezogen. Erwerbstätige Personen von 10 Jahren und darüber männlich weiblich 1000 v. H. 10 Weiße: eingeborene im Ausland geborene Neger sonstige Rassen 1000 v. H. 1000 v. H. 27 512 73,4 7 662 20,5 6 255 88,4 1 156 18,8 3 663 80,2 1 840 38,9 648 78,0 94 15,2 38 078 76,2 10 752 22,0 Bei der Betrachtung nach Rassen und Geschlecht fällt zunächst auf, daß von den eingeborenen Weißen nur 73,4 v. II. der wenigstens 10 Jahre alten Männer erwerbstätig sind, von den im Ausland geborenen dagegen 88,2 v. H. Dies hat seinen Grund im wesentlichen darin, daß bei den im Ausland gc borenen die höheren, an der Erwerbstätigkeit stärker teilnehmenden Altersstufen weitaus stärker besetzt sind. Der höhere Grad der Erwerbstätigkeit der Neger und der „sonstigen" WWVVWWW^MrVWrWM Nach KANADA und USA. sowie Neuseeland, Australien mit der CANADIAN PACIFIC Eigene Schnelldampfer u. Eisenbahnen ABFAHRTS- U. ANKUNFTSHÄFEN: Hamburg, Antwerpen, Liverpool und Cherbourg nach Quebec und Montreal (Sommer) St. John und Halifax (Winter) DIREKTE DURCHBUCHUNGEN AB WIEN Auskunft über Fahrpreise u. Abfahrten durch Canadian Pacific Rail way Co. I, Opernring 6 Wien Canadian Pacific Schnelldampfer sind die größten u. schnellsten nach Kanada 37

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