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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1886-12-09 · N° 50. (9.12.1886) · p. Seite 407

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
17 (1886)
Issue
N° 50. (9.12.1886)
Date
1886-12-09
Page
Seite 407 (sequence 7)
Language
German
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40 7 petitition neben Gemeindenpetitionen überhaupt angebracht ist, gingen im Frühjahr auseinander; wir glauben, daß sie in keinen Falle schaden könne. Merlin. In der letzten Sitzung der Schulkominission wurde von einem Mitglied bittere Klage über das Parteigetriebe des Norstehers einer hiesigen Schule geführt. Demselben wurde vorgeworfeu. daß er nicht allein in Vereinen als enragirter Freund des Rücktritts auftrete, Autisemtismus und Stöcker-Kultus treibe, sondern daß er sogar seinen Judenhaß auf Schulveryältmsse übertragen habe. Der zur Rede gestellte Schulvorsteher versprach, sich in Zukunft jeder Provokation zu enthalten. Arankfnrt a. M. Der Provinzialschulrath Kanngießer, welcher in den jüngsten Tagen zum Zwecke von Schulbesichtigungen hier verweilte, stattete auch den hiesigen israelitischen Lehranstalten seinen Besuch ab und bezeichnete es dabei als unstatthaft, daß die an denselben angestellten Lehrer christlicher Confession Sonntags von 10—12 Uhr, während des christlichen Gottesdienstes, Unterricht ertyeilen. Es steht deshalb eine entsprechende Abänderung des Lehrplans bevor. (Bei den jüd. Lehrern an christlichen Schulen wird auf den Sabbat bekanntlich keine Rücksicht genommen.) Irankfurl a. M. Der „geschäfrssührende Ausschuß der orthod. Vereinigung" fordert Gemeinden, welche pro 1887 Subventionen zur Salarirung von Lehrern oder Schächtern sowie zur Errichtung von Fraueubüdern wünschen, auf, sich dieserhalb vor Ablauf dieses Jahres an den Schriftführer Hr. Emanuel Schwarzschild Hierselbst (Seilerstraße 35) unter Darlegung ihrer Verhältnisse zu melden. Dresden, 5. Decbr. (Or.-Corr.) Die am 28. Nov. stattgehabten Gemeinderathswahlen vollzogen sich unter recht lebhafter Betheiligung, die besonders durch vorhergegangene Agitationen als: Wahlversammlung, Broschüren, Flugschriften, Inserate, Stimmzettelversendung u. dergl. m. hervorgerufen worden war. Trotzdem war das Resultat die Wiederwahl der statutengemäß ausscheidenden Herren mit ganz bedeutend überwiegenden Majoritäten. — Der soeben im Buchhandel erschienene Bericht der Jubiläumsfeierlichkeiten der I. Bürgerschule hebt besonders auch eine ansehnliche Spende der israel. Religionsgemeinde hervor und bringt den weihevollen Prolog, von Frl. Betty Lehmann gesprochen, sowie den poetischen, schwungwie gemüthvollen Trinkspruch des Hrn. Rechtsanwalts Emil Lehmann zum Abdruck. — Kreuzvurg, 3. Dezember. (Or.-Corr.) Mit Bezug auf die in der gestrigen Nr. Ihres gesch. Blattes gebrachten Correspondenz aus Oberschlesien, betreffend einen früher hier längere Zeit amtierenden Lehrer, kann ich Ihnen mittheilen, daß, da ich vor l’/4 Jahr die hiesige Lehrerstelle mit Bewilligung des Vorstandes von dem betr. Collegen übernommen habe, dessen Contrakc noch nicht abgelaufen war, die Mittheilung, daß jener Lehrer von der Gemeinde entlassen wurde, nicht richtig sein kann. Die in der gen. Correfp. mitgetheilten compromittirenden Thatsachen sind meines Wissens auch völlig unerwiesen. In Mo»N starb am 2. d. M. der Eonsistorial-Oberrabbiner Or. Aron Auerbach im 77. Lebensjahre. Tra'äMTl (Bericht über Die Beerdigung _ am 6V welcher fünf Rabbiner und der altkacholische Bischof Dr. Relukens beiwohnten, in nächster Nr. Reo.) Metersöurg. Die Redaclion des „Hameliz" ist aus den bewährten Händen des greisen Herrn Z.-derbaum in die der HH. Levi und Lippschitz übergegangen. In der Tendenz und Erscheinungsweise (täglich) dieses besten unter den hebe, geschriebenen Blättern wird — wie die neuen Herausgeber versichern, — keine Aendernng eintreten. . j ^Mittheilmrgelt aus dem UI. O. B. B.| ] ZMagdebneg. Die Jastellaüvn der in H a,irb a c'g gegründeten neuen Loge soll noch im Laufe dieses Monats, wahrscheinlich Sonntag den 19., staltfindcn. Berlin. Zar Jnstallirnng der Loge in Cairo ist vom General- Comitee Expr. S. Simmel delegirt; derselbe wird nächste Woche die Reise dahin antreien. V. Bielefeld. (Or.-Corr.) Den Hauptzweck unseres Ordens, geistig veredelnd zu wirken, bringt die W estfal i a-Log e zur schönsten Geltung, indem sie durch Veranstaltung von Vorträgen, die nicht blos den Oroens-Mitgliedern, sondern auch den Gemeinde-Mitgliedern zugänglich gemacht sind; sie arbeitet ans diese Weise an der geistigen Fortbildung unserer Glanbensbrnder mit, was in der Gemeinde bereits anerkannt wird. So sprach am 5. Dezember Herr Rechtsanwalt Metz von hier über „Die Schöpfung" vor einer recht zahlreichen Versammlung, welche den Ausführungen des Redners mit gespanntestem Interesse folgte und ihm für den gehabten geistigen Genuß den wärmsten Dank aussprach. Bis gegen Mitternacht blieben wir in anregender Unterhaltung beisammen. Mit großem Interesse lesen wir auch die „Jsr. Wochenschr.", und besonders die Mittheilungen ans dem II. O. B. B., die uns Nachrichten von dem geistigen Leben und Streben der Schwesterlogen bringen. (Dieser Austausch von Mitthcilnngen aus den verschiedenen Schwesterlogen ist noch nicht so recht im Zuge, und dennoch gehört er unbedingt zur Herstellung resp. Erhaltung und Erstarkung des geistigen Bandes, das uns Alle umschlingt; durch Einladungen zn den Sriftungsfcsten, Gratulationen, Kondolenz- und Dankschreiben allein wird ein solches geistige Band nicht gefestigt, wie wohl Jever zugeben muß, es darf an Gedankenaustausch, Mittheilung von Einrichtungen, Vorschlägen, Anregungen, kleinen ethischen Abhandlungen und Belehrungen über die Pflichten eines Ben Berith, wie er die Aufgaben des Ordens im praktischen Leben zn verwirklichen habe, nicht fehlen, sonst stagnirt das geist ige Element, es versiegt der Borit allmählich uuö die Arbeiten sinken zitm bloßen Formelkram herab. Davor müssen wir uns hüten, wir müssen vielmehr trachten, die Prinzipien des Ordens immer mehr zn vertiefen, und durch lebendigen Gedankenaustausch einen geistigen Rapport nicht blos unter den Brüdern der einzelnen Logen, sondern der Logen untereinander hcrzustellen, der nicht unterbrochen werden darf. Das gehört mit zur geistigen Fortbildung. Nach dieser Richtung hin ist noch Vieles in unserem Orden zn thun. Wir müssen das weise Wort Hillcls beherzigen: „Wenn ich nur für mi ch bin. was bin ich?" Möge das herannahende Channkahfest mit seiner lichtansstrahlcnden Menorah uns allen Lehre und Vorbild sein, zn wachen und zu wirken, zu leuchten und zn lehren, damit Licht sei in allen unseren Hallen. Red.) Gesucht pr. l. Mai zur Stütze der Hausfrau ein einfaches im Hauswesen erfahrenes junges Mädchen. Anfrage beliebe man an die Redakt. d. Bl. zu richten. (741 MO) Keuthen O.-Schz. nV-KeuWersWlkl.iL'2 Omnibus zu allen Zügen. Hochfeine Cervelatwurst, k Pfd. M. 0.80, do. Räucherwurst, k Psd. M. 1.10, und Würstchen, ä Pf. M. 0.80, sämmtliche Sachen täglich frisch und vom feinsten Geschmack, empfiehlt und versendet unter Nachnahme Abraham Krisch, Wnrstfabrikant, 710] in Jnowrazlaw (Posen). Preußische Ceutral-Bodeu- Credit £ pCt Pfandbriefe von 188«, 1881, 1882, 188», 1881 und 1881 II. Em. Die nächste Ziehung findet Anfang December statt. Gegen den Coursverlnst. von ca. pCt bei der Ausloosung übernimmt das Bankhaus Carl Neuburger, Berlin, ranzösische Straße 1», die crsicherung für eine Prämie von 1 Pf. pro 1«« Mark. (735 Ille Schulbücher: Bibel-Lehre rPKftna "122 2. Anfl. geb. M. 1,80 oder in Heften a 36 Pfg. ^ll!?^tstücke m'-?2nn I. Theil 3. Anfl., geb. für die Wochentage. 60 Pfg. — Hanptgebctstücke m^2nn II. Theil, netteste Allst., gev. für Sabbathrlnd Feiertage, nebst ausführlicher Behandlung der Liturgik, M. 1,20; alle drei Werke mit einer dem Worte gegenüberstehenden deutschen llebersetzung, siild zu beziehen durch 3. Kauffmann, Buchhandlung 738] in Frankfurt a. M. Da ich das Verlagsrecht dieser Firma übergeben habe. Wiederverkäufer erhalten nach wie vor hohen Rabatt. dl. Wiesen, Lehrer, Osterode a. Harz. Für den Monat Aezemöer a bonnirt man auf die „Kreistnnige Jettnng« b.all.Aosta«statten(PostlisteNr.l944) u. Zcituugsspediteuren für eine Mark Bekanntmachung. Die Ehegatten Salomen Aron Cohn und Merle, geb. Zacharias, haben in ihrer letztwilligen Verfügung vom 1.- April 1784 eine Stiftung errichtet, vermöge deren die je fünfjährigen Zinsen eines von ihnen ausgesetzten Kapitals einer Jungfrau aus einer der beiderseitigen Familien zu Seren Aussteuer zusallen sollen. Der Vorstand der Gesellschaft Hachnassath . Kallah, dem die Verwaltung der Stiftung über tragen ist, fordert hiermit diejcnigeil, welche ein Anrecht an dieselbe zu haben glauben, auf, ihre Anträge schriftlich unter Beilegung glaubhafter Zeugnisse über die Verwandtschaft mit einem der beiden Erblasser spätestens bis zum 31. Dezember 1886 an den unterzeichneteil Hr. 1>. Cassel. Berlin, N., Linienstraße 154, einzureichen. Berlin, im October 1886. Ker Aorstarid der Kesetschast Kachnassaly-Kassah Dr. D Cassel. A. Cohn. M. Cohn. Ed. Mende.fl M. Simon.

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