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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1886-09-16 · N° 38. (16.9.1886) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
17 (1886)
Issue
N° 38. (16.9.1886)
Date
1886-09-16
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Die durch die Bekanntmachung der Unterzeichneten Regierung Dom 1. Mai d. I. ausgeschriebene Stelle eines Landrabbiners siir das Fürstenthum Birkenfeld mit dem Wohnsitz in Hoppstädten ist besonderer Verhältnisse wegen noch nicht zur Besetzung gekommen und soll, nachdem inzwischen auch durch weitere Verhandlungen die Dienstbezüge des zu ernennenden Landrabbincrs anderweit fest normirt sind zur Wicderbesetzung abermals ausgeschrieben werden. Indem die Unterzeichnete Regierung nun bemerkt: 1. daß nach dem festgesetzten Normal-Etat das aus der Rabbinatskaffe zu zahlende Gehalt des Landrabbiners auf jährlich 1400—8400 Mk. nebst freier Wohnung und Garten, einer Reise-Entschädigung für die Haltung religiöser Vorträge in den Synagogen zu Oberstein, Sötern, Bosen und Birkenfeld zum Betrage von 100 Mk. und den nach den dafür festgesetzten Sätzen sich berechnenden, auf etwa 150—800 Mk. zu veranschlagenden Casualgebühren normirt ist, 2. daß als Anfangsgchalt für den zu ernennenden Landrabbiner die Summe von 3000 Mk. gewährt werden soll, 3. daß dem Landrabbiner außerdem aus der Landeskasse für seine Thätigkeit als Mitglied der Regierung in den Angelegenheiten jüdischer Schulen eine Funktionszulage von 180 Mk. (ohne Ersatz von Diäten und Transportkosten) und 4. für den am Gymnasium in Birkenfeld zu ertheilenden jüdischen Religionsunterricht (ebenfalls ohne Ersatz von Diäten und Transportkosten) eine jährliche Vergütung von 310 Mk., letztere jedoch nur bis weiter und auf Widerruf gezahlt wird, 5. daß nach dem Gesetze vom 11. März 1867 bctr. die Cultusangelegenheiten der Juden des Fürstenthums Birkcnfeld hinsichtlich der dem Landrabbiner zustehenden Rechte insbesondere auch aus Ruhegehalt und Wartegeld und der ihm obliegenden Pflichten die Bestimmungen des Civilstaatsdienergesetzes in Anwendung kommen, fordert sie Bewerber um die Stelle, die Deutsche sein müssen, sich durch Beibringung amtlich ausgestellter Zeugnisse über ihre wissenschaftliche Ausbildung, Prüfung und Befähigung, sowie ihr bisheriges bürgerliches und sittliches Verhalten auszuweisen und auf Verlangen zur Haltung einer Probcpredigt in einer der hiesigen Synagogen bereit zu erklären haben, auf, ihre mit diesen Zeugnissen belegten Gesuche bis zum 1. Oktober d. 3* bei der Unterzeichneten Regierung einzurcichen. Einer Wiederholung der auf die Bekanntmachung vom 1. Mai d. I. eingereichten Bewerbungen bedarf cs nicht. Birkenfeld, 10. September 1886. GnOerMiche MentmrgWe Regierung des FWenthunis KirKenfeld. Barnstedt. <T\ie hiesige Gemeinde sucht auf ruwn und ->122 nv oder auch nur, wenn gewünscht wird, für den Versöhnungstag allein, einen Hülfsvorbeter» und wollen sich Interessenten mit ihren Ansprüchen wegen Honorar an den Vorstand dahier franco wenden. (611 Gunterödlum (RheinHessen). Der Vorstand J. Guthmann. Ein gewissenhafter, talmudisch gebildeter, tüchtiger Schochet (Inländer), welcher auch guter Dorbeter sein muß, wird in Folge anderweitigen Engagements unseres Beamten in unserer Gemeinde, zum sofortigen Antritt gesucht. Festes Gehalt 1300 Mark pro anno, außerdem bedeutendes Nebeneinkommen, freie Wohnung und Beheizung. Bewerber »vollen ihre Gesuche nebst Zeugnisse baldigst einreichen. JungeLeute, oder kurzVerheirathete werden bevorzugt. (575 Antonienhütte, Qberschlesien, den 27. August 1886. Arr Norsiaud der Sqnagogell-Gemeiudr Louis Freund._ Line für höhere Mädchenschulen “ geprüfte Lehrerin sucht baldigst Stell»»i»g. Qfserten unter 1). <*. 1884» poste rescante Marienburg West- Preußen._(595 Ein jüd. jung. Mädchen aus anst. Familie sucht bald Stellung als Kassiererin refp. Buchhalterin in einen» Geschäft, das am Sabbath und an Feiertagen geschlossen ist. Dieselbe ist mit ihrer thevr. Ausbildung schon seit 3 Jahren prakt. thätig gcrvesen. Meldung, »volle man richten an d. Exped. d. Ztg. sub. n. Lu 1001. Es wird zum baldigen Eintritt nach einer Landstadt ein junges isr. Mädchen aus anständiger Familie gesucht, das vorzugslveise im Haushalte aber auch in einem gemischten Waarengrschäft thätig sein muß. Dasjenige, welches schon Erfahrung im Hauswesen besitzt, erhält den Vorzug und »vird entsprechend placirt. Meldirngen mit Beifügung etivaiger Zeugnisse und Photographien sind unter Zs. Zs. 15 an die Expedition d. Ztg. zu richten. (603 Fürein. alten kinderl. Herrn wird eine erfahr. Wirthschafterin (Isr.) i. reif. Jahren zu cngagiren gesucht. Meldung, beliebe man zu richten an «1. Wolff, Stettin, Sämlzenstr. Line geb Familie tvünscht ein junges ™ Mädchenz. Erlernung d. Haushalt, u. »veiler, gcscllschastl. Ausbild. aufzunehmen. Off. u. B.5462 a. d. Annonc.- Exped. von Ed. Schlotte, Bremen. «in ordentlich, anständiges jungeg Mädchen, das möglichst schon in einem seinen Fleischwaarengcschäft thätig gcivesen ist, findet sofort gute Stellung. Adressen mit Gehalts-Ansprüche an8.Z1arIt.viLdorf, Leipzig, Reichsstr. 45 erbeten. (592 tauche zum alsbaldigen Eintritt ein nicht zu junges geivandtes in allen häuslichen Arbeiten erfahreires Mädchen. Gehalt nach liebe» einkunft. Näheres durch die Exped. dies. Bl. -sab. P. O. nhaiw in großer Auswahl billigst bei W.1'opiIovt8li^,Cöttta./RH. Nordseebad Norderney. A. von der Wall Bismarkstrasse 12a unmittelbar am Strande. Mein auf das Eleganteste eingerichtete Hotel mit sehr feinem Restaurant halte den geehrten, das Seebad besuchenden Herrschaften bestens empfohlen. 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Wahrscheinlich zum 1. Cct. An mehrcre Lehrer: Wir können hier nicht inlerveniren; die Forderung d. Exped., die 4 Quittungen dieses Jahres einzusenden, ist doch klar und verständlich. Lehrer, die d. Bl. zum ermäßigten Preise erhalten haben, sind dadurch selbstvcrständl. der and. Vergünstigung verlustig. Mehrere bereits angekiindigte Artikeln. neuere Correspondenzen mußten Raummangels »vegen noch zuriickbleiben. Veranwortlicher Redacteur Er. Rahm er, Magdeburg. Druck von D. L. Wolfs, Magdeburg. Verlag von Robert Friese, Leipzig. Der heutigen Nummer liegt bei: „Familien-Blatt", „Litteratur-Blatt".

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