Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 17 (1886)
- Issue
- N° 19. (6.5.1886)
- Date
- 1886-05-06
- Page
- Seite 151 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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151 — — Baron A. Francchetti, ein jugendlicher Verwandter der Familie Rothschild, ist mit der Composition einer Oper beschäftigt, deren Libretto ein Sujet aus der jüd. Geschichte behandelt. Das Libretto ist von A. Tontano. Surin. Vor kurzem wurde hier der Grabstein des Baron Alexander Todros unter allgemeiner Betheiligung aller Bevölkerungs-Klassen errichtet. Der Verstorbene hatte freilich nicht nur 200,000 Lira für die Armen der Stadt ohne jeden Unterschied testirt, sondern auch 300,000 Lira für das Hospital „Johannes der Täufer". Aerraka. Herr Gerichtspräsident Henrico Bassano, ein Nachkömmling des Jesajah Bassano, Lehrers des Dichters Moses Chaim Luzzatto, hat der „Talmud Thora", deren Präsident er ist, ein zehnbändiges Manuskript von Pinchas dhai anaw, einem der alten Rabbiner, mit dem Titel -„Gibeath Pinchas“, übergeben. Mittheilungen aus dem IT. O. B. B. Magdeburg. Die Mendelssohn-Loge beging ihr erstes Stiftungsfest, welches mit der Einweihung des neuen Logenlocals (Prälatenstr. 31) verbunden worden war. am 11. April in würdiger Weise. Nachmittags 4 11 hr fand unter engster Betheiligung der hiesigen Brüder, welchen sich die Herren Berge! von der Montefiore-Loge, Dr. Staub von der Bcrthvld Auerbach - Loge, Heinrich Frankel und Stern von der Deutschen Reichsloge, Kanffmann von der Zion-Loge und Gebrüder Michaelis von der Germania - Loge als Deputirte ihrer Logen anschlossen, eine Fcstloge statt. Nach ritueller Eröffnung hielt in Abwesenheit des Mentors Herrn Dr. Rahmer der Prot. Sccr. Herr Max H eimann die Festrede und gaben darauf die Herren Delcgirten in beredten Wortcil den Glückwünschen ihrer Logen Ausdruck! Nach Verlesung des Jahresberichts durch den Finanzsecr. Herrn Hadra, sprach Herr Spanier das Gebet, lvomit der erste Theil des Festes seinen Abschluß fand. Abends 80, Uhr vereinigten sich die Festtheilnehmer im Saale des Belvedere zu einem solennen Souper, bei dem es an ernsten und heitern Toasten nicht fehlte. Das nach amerik. Art (für 100 M.) versteigerte Tischgebet erhielt Herr Bergel. Berlin, 2. Mai. In der heutigen General-Comite-Sitzung wurde zunächst das vacante Amt des 1. Bicepräsidenten durch Wahl des Expr. Haagen besetzt und an dessen Stelle als 7. Mitglied des Gcneral- Comite's Expr. Simmel gewählt. Auf Grund der von Letzterem überreichten, mit zahlreichen Unterschriften hochachtbarer Glaubensgenossen in Frankfurt a. M. bedeckten Petition wurde der Freibrief zur Errichtung einer Frankfurt-Loge ertheilt. Stettin. Ihrer Anregung. Herr Red., folgend, erlaube ich mir, Ihnen das beifolgende Expos« zur gef. Aufnahme unter der II. O. B. B.-Rubrik einzuscndcn „Es irrt der Mensch, so lang' er strebt", und oft gerade da am meisten, wo er am richtigsten zu handeln glaubte. Die besten Conjecturcn, der solideste Gedankenaufbau, richtig in Voraussetzungen und Schlüssen, die schönsten Hoffnungen, welche der Mensch an sie knüpft, sie werden durch Mißverstand oder Leidenschaft, Vorurtheil oder Gleichgültigkeit, Parteigeist oder durch irgend welche andere äußere Verhältnisse, die nicht in dem Willen, der Absicht oder dem Charakter des Menschen liegen, in ihren Consequenzen unnachsichtlich in ihr directes Gcgenthcil verkehrt, das beabsichtigte Gute wird zum Nachthcil, die Freude an dem allgewinneirden Guten zmn Schmerze über das zersetzende Schlechte und — „Vernunft wird Unsinn, Wohlthat — Plage" — der ncgirend Geist im Göthc'schen Gedicht behält leider^allzu oft Recht im Leben. Kann es etwa einen besseren Beweis von gemüthreichem Impuls, unserer Lehre zu nützen, einen ausgeprägteren Willen, ihr zu dienen, geben, als für die Hinterbliebenen unserer Mitglieder bei Zeiten Sorge zu tragen? Heißt das nicht das Gute wollen um seiner selbst ivillen? Ist diese Combination nicht leicht, einfach und klar genug, um es in ihren Erfolgen ebenfalls zu sein und ist sie nicht geradezu eiu richtiges Erfassen eines großen Theils unserer Aufgabe? Sollten hier nicht alle Mitglieder das Wichtige und Nothwendige erkennen und — den bösen Geist ignorirend — einmüthig bestrebt sein, sich an der Lösung dieser Aufgabe zu bethciligen? Edler Brudcrgcist des Bundes, der uns die göttliche Liebe lehrt, bleibe bei uns für immer, laß keinen Rangstreit, noch Ehrgeiz, noch Dünkel unter uns Wurzel schlagen, sondern laß uns ein Bund sein, m welchem die wahre Begeisterung für der Brüder Wohl und Heil wohnt, und wo die Bruderhand gerne Thränen trocknet und den Kummer stlllt. Uampk-Caffee -Brennerd M. Schuster in Bonn a/Rhcin gegr. 1857 empfiehlt - Versandt gegen Einsendung des Betrages oder Nachnahme. Von 5 Pfd. an frco. nach allen Orten Deutschlands. Vertreter gegen hohe Provision gesucht. Nr. 1 Pfd. M. 1.60 „ 2 „ „ 1.40 .. 3 „ „ 1.20 4 1.— Einladung zurEonferenz des Vereins isr. Elementarlehrer f. Westfalen u. d Rheinprovinz ^zugleich General-Versammlung der Unterstützungskasse des Vereins), zu Bochum im Saale des Stadtthcaters am 13. und 14. Juni. (Erste Sitzung d. 13. Juni. Nachm. 2'/2 Uhr.) Tagesord nung: 1. Jahresbericht des Vorsitzenden. 2. Antrag desselben auf Präcisirung des Z? Satz 3 der Statuten. 3. Die Inspektion des jüd. Religionsunterrichts. Referent: Blumenau- Biclefcld. 4. Ucbcr Autorität und Collegialität. Referent: Ostwald-Witten. 5. Vom Einfluß des Lehrers auf die Wahl eines Berufes der aus der Schule entlassenenKinder. Referent: Mandel-Linz. '6. Ist zum Schulgebrauch eine abgekürzte Tefillah und ein Auszug aus dem Pentateuch empfehlenswerlh? Referent: L e v i - Neuß. Correferent: Löb-Cöln. Den Besuchern der Confercnz (die indessen dringend gebeten werden, ihr Erscheinen vorher Herrn Lehrer La u bh eim in Bochum anzeigen zu wollen) kann gastfreie Aufnahme in Familien zugesichcrt, sowie ein Zuschuß zu den Reisekosten Seitens des D.-J. G.-B. in Aussicht gestellt werden. Auch Nichtmitglicder, sowie alle Freunde unseres Vereines und seiner Bestrebungen sind hiermit zur Theilnahme freundlichst eingeladen. Bielefeld, 4. Mai 1886. 408} Der Vorstand. Ein f. gebildetes isr. Fräulein, mittl. Alters, in allen Zweigen des Haushalts erfahren, sucht, gestützt auf g. Zeug. Stelle als Wirthsch. und Erzieh, v. Kindern. Off. u. C. J des. d. Exp. d. Bl. In der, am Südabhange d. Harzes schön und gesund gelegenen Stadt Uordhausen beabsichtige ich am 1. Juli d. I. eine Penston für Tochter (Israelitinnen) zu begründen. Da Nordhausen e. sehr gute höhere Töchterschule» c. vorzügl. Industrieschule» sowie tüchtige Kräfte zur Ausbildg. in Musik und Malen besitzt, so ist d. jung. Mädchen jede Gelegenheit z. Ausbildung geboten. Da ich längere Zeit in England und Frankreich gelebt habe, so wird d. Zöglingen Gelegenheit z. praktisch. Erlernung fremder Sprachen werden, außerdem wird sorgfältigste körperliche u. geistige Pflege garantirt. Die besten Referenzen stehen mir bei meinem Unternebmcn zur Seite. Für Prospeete bitte sich zu wenden an Johanna Baumann, Kornmarkt, Nordhausen._[403 Suche für meine Tochter zur Erlernung des Haushalts Stelle in einer gebildeten isr. Familie. Off. unter M. 8. 122 an die Exp. dieses Blattes mit Bedingungen. Pensionat d.Rabb.Dr.Kroner in Brandenburg .d.H. Von Ostern ab können noch zwei bis drei Schüler Aufnähme finden. [360 Km-crlosk Israeliten, welche einen geistig-regen ».körperlich gut entwickelren 5jährigen Knaben an Kindesstatt annehmen möchten, werden dringend gebeten, ihre resp. Adressen snb. X», S* 5. an die Expedition dieses Blattes zu richten._[380 Badepensionat "W2 Wennersminde b. Klampenberg per Kopenhagen Schöne Gegend, unmittelbar am Walde u. hart an d. See. Gute Bäder. Hohe geräumige Zimmer. Volle Pension mit oder ohne Zimmer. Briefod. Telegr.-Adr. and.Besitzer: RestaurantSimon, Köngens Ny torv 21, Kopenhagen: Referenz. Sr. Hochwürden Herr Oberrabb. Prof. Dr. A A. Wolff, Kopenhagen. [389 Jede Bestellung auf das Buch »»Moralische Betrachtungen über den Pentateuch rc." von Gottlob Bransch darf mir fortan nicht mehr unter dieser fingierten, sondern einzig uttb allein unter der Adresse: JJÖbOthB.1, Breslau, Berlinerstraße 69 zugesendet werden, da anderenfalls fortan weder Briefe noch Geldsendungen in meinen Besitz gelanget:. 395J Lobethal, Breslau» Berlinerstraße 69. Im Commissions - Verlag von «T. Kauffmann in Frankfurt a /M. erschien soeben und ist durch jede Buchhandlung zu beziehest: Diwan des Abraham ibn Esra mit seiner Allegorie Hai ben Mekiz Zum ersten Male aus der einzigen Handschrift m. erläuternden Anmerkungen herausgegeben vön Tacob 3=jg-ers Preis M.. 4.— Ferner: Jüdische Aerzle in Frankfurt a./M von Dr. XL. Horwitz, Rabbiner Preis M. L— Gegen Einsendung des Betrages Frankozusendung. ' ’ rroxa Fabrik gegründet 1847. Größtes Geschäft und Lager von Denkmälern in Granit, Syenit» Marmor und Sandstein. Die Ausführung von Erbbegräbniffen und größeren Bauten werden zu billigsten Preisen bestens ausgesührt. 387) M. Zachart, Berlin» Neu« Königstr. 8.