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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1886-04-22 · N° 17-18. (22.4.1886) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
17 (1886)
Issue
N° 17-18. (22.4.1886)
Date
1886-04-22
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 17 18. Magdeburg, ÄS April 1886, Iahrg. XVII. für die religiösen und socialen Interessen des Jndenthums. ^___«*-.-? RS— , Wöchentlich erscheint je eine Nummer der > ..»poch»« schrtft». des I »latto» u. des ,.Lttt--at«rb »atto». Preis für alle drri Klatt«r bei allen Postämtern u. Buchhandlungen 3 vierteljährlich. Mit directer Zusendung: jährlich 14 Mark, nach dem AuSlande: 1« Mk. (8 fl., 20 Frcs., 8 Rbl., 4 Dollars). Einzelnummern der „Wochenschrift" k 26 Pf., deS „Litterawr-Blatts" k 16 Pf. des „Familien-Blatts k 10 Pf. Verantwortlicher Redacteur und Herausgeber: Rabbiner vr. M. Hlaymer in Magdeburg. ZSr Wihrtzeit, Recht Frieden! Inserat» für die „Israelitische Wochenschrift", wie iür das „Jüdische Litteratur-Blatt", die kleingespalNne Petitzeilc oder deren Raum SS pf. sind entweder durch die Annoncen- Expeditionen von G. Xj_ ID au. Io e Sc Oo~ Budolf Motse, Haweruiteia Sc Vogler u. A. oder o i r e c t einzusenden an : Di- Grp»d1tion d-r ..?*ra»lit. Machrnschrift" ln Magdeburg. -?* Wochen- April. 1886. Nissan. 5646. Katender. Freitag. . . 23 18 4. Tag Pessach. Omer 3. Sonnabend 24 19 ö. „ ,» n 4. Sonntag . . 25 20 6. „ »(«,»*) » 5. Montag. . . 26 21 t« „ „ n 6. Dienstag . . 27 22 8. „ jj n 7. Mittwoch . . 28 23 n K Donnerstag . 29 24 n Freitag. 30 25 n 10. Sonnabend Mai 1 26 D^iT3(8,8)Pexekl„ ii. Sonntag . . 2 27 Neumondcinsegnung. n 12. Montag . . 3 28 n 13. Dienstag . . 4 29 n 14. Mittwoch . . 5 30 1 Rösch Chodesch „ 15. Donnerstag . 6 1 J Jjar- „ 16. Inhalt: Freiheit. Zum Feste. Bon Richard Landau. Leitende Artikel: Pessach, Mazzoh, Moraur! — Ueber das Gebet. Von Moritz Scherbel, Prediger in Gumbinnen. — Aus der Praxis. Berichte und Correspondenzen: Deutschland: Magdeburg. Stettin. Aus dem Hannoverschen. Paderborn. Zwesten. Aus Süddeuschland. Stuttgart. Oesterreich-Ungarn: Preßburg. vermisste und neueste Nachrichten: Berlin. Birkcnfeld. Rakel. Pr. Stargard. Altona. Frankfurt a. M. Stuttgart. Stry. Ferrara. Petersburg. Aus Rußland. Mittheilungen aus dem U. Ü. B. B. Breslau. Bielefeld. Inserate. Briefkasten. Beilage: Leitender Artikel: Moraur. Von vr. I. .Goldschmidt, Bezirksrabbiner in Weilburg. Kreitzeit. Pessach, Mazzoh, Moraur! Zum Feste. Hs klingt ans alter Zeit «ns eine Mär 'Aon unsres Malkes schrecklichem Geschick. Gedrückt von Arbeit hart, von Mühe schwer, Nerfolgt von ihrer Schergen grimmen Mick, Hrsenfzte Asraöt in Aharo's Land, Pas gastlich einst geboten seine Kand. Poch ward ein Ende dieser Leidenszeit, And neu ergoß sich Gottes reiche Knld. Hs kam — ein Sonnenstrahl voll Keilerkeil — Mose, sei« Aote, Ire« «nd ohne Schuld! Pie Schranke fiel! die Sklavenkette krach! And Asravl verließ das Land der Schmach! H, Ireiheit, köstlich schönes, goldenes Licht! Pas in stch birgt die ganze Lust der Welt, P«, Strahl! der ans dem klaren Kimme! bricht And jede Külte macht zum Areudenzelt — Wie oft, ach! rang nach Pir des Nolkes Schrei, Pas damals seine Aanden riß entzwei! And heut', da wir gedenken jener Zeit, Wardst P« «ns wieder, herrliches Auwel! Amsonst versucht «och neid'sche Bitterkeit Non Wenigen, z« festet« Israel! Hs schirmt «ns Recht und Sitte! wir sind frei! And es verhallt der Gegner Wntgeschrei! Richard Landau. Ein alter Weiser, Rabban Gamaliel, lehrte: Es genüge nicht, daß man das Passach-Lamm darbringt, das ung esäuerte Brot und die bittern Kräuter ißt, sondern man muß, um vollständig im Sinne des Religionsgesetzes seiner Pflicht zu genügen, auch die 3 Worte mit Verständniß aussprechen: Pessach, Mazzoh und Moraur! Er theilt auch gleich die Erklärung mit: „Warum haben unsere Väter das Pessach-Lamm gegessen? Weil Gott, der Herr, als er die Erstgeborenen der Egypter schlug, über die Häuser Israels hinwegschritt". — „Warum essen wir Mazzoh?" Weil Israel, als es eiligst aus Egypten zog, den Teig nicht sauer werden lassen konnte, da der König aller Könige. d:r Heilige, gelobt sei Er, erschien und sie erlöste! „Warum csscn wir Moraur, Bitterkraut?" — Weil die Egypter unser» Vorfahren das Leben verbitterten". — Rabban Gamaliel war ein tiefsinniger Weiser und die, welche seinen Ausspruch in unsere Pessach-Haggada aufnahmen, waren ebenfalls sehr tiefsinnige Weise. Pessach ist das Fest der Befreiung Israels aus Egypten. Aber nicht diese äußerliche, politische Befreiung ist die Hauptsache, sondern die Hauptsache ist die innere Befreiung, die Befreiung von dem Einflüsse, der während eines 400 jährigen Aufenthalts unter den Egyptern nothwendig von diesen ausgehen mußte, um so

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