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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1886-01-08 · N° 2. (8.1.1886) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
17 (1886)
Issue
N° 2. (8.1.1886)
Date
1886-01-08
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Mark. ™ Ende 1884 - Mai ü Ende 1884 Mark »»1 I Chen Unfälle, 1, - *r-rlT-jn-li.. •ai't bnfii i*.;, Rückgewähr Betheif jgunii für 1884 P< i fahren mu h. .vi ft, mit". - , "4 - mt nt : - - weil!>• Mi erdicnstc v n . I» gchorrji M. 11-v r!t<' .«...uk.». a2ttt i r^ ä^'' ■ ende ii, Blascu ankheite». i!b,i tften ia '.n-üH-C.Baurrel-Bi»ini,iak». ^mtn ägevde li'Uri ■ ■ i.i ' i‘, if- -■'* •' , ii;i; jUiUjnt V ü,' '! jiif Die ' :i '•;•... < 1 >' .n.11 Uu ki i' / ' i!.?iU »!! IliKl' ■ '!>'>' : ' ■. f M, lb A.ia tii. ill.u;iü -■!!"! ia.ii iil>;. ■ inmcii-Miar'i' "u l . i if. fÜ■ r.if.: . m 15. Jauu-'k Pf. . Wvlir. „nßbergu-.';r ReDactn'". sod) v1;!"- tüfflC!' .r ivit :D 'sllü.'i' ich. l^iUehrift ipsum ft nur 50 Pr" Magdrvurg, 8. Januar 1886. für die religiösen und socialen Interessen des JudentHizms. Wöchentlich erscheint je eine Nummer der „Wochen schrlft". des „Kami lt-n- Preis für alle drei Kkattev bei allen Postämtern U. Buchhandlungen 3 vierteljährlich. Ptit direkter Zusendung: jährlich 14 Mark, »ach de« «uSlande: 16 Mk. (8 fl., SO Frcs., 8 Rbl., 4 Dollars). Linzeluummern der „Wochenschrift" k 25 Pf., des „Litteratur-vlattS" k 1B Pf. des „Familien-BlattS k 10 Pf. Veramworllicher Redakteur und Herausgeber: Rabbiner vr. W. Hlahmer in Magdeburg. Z»r Wihrtzrit, Kecht »»d Friedeu! R-.-■-:-Al! Inserat» für die „Israelitische Wochenschrist", wie kür das „Jüdische Litteratur-Blatt", die kleingespalNne Pctitzeilc oder deren Raum pf. sind entweder durch die Annoncen- Mpeditionen von Q.L-Daube «Sc Co„ lEtviciolf IVtosße, HaasenBtein <Sc i "Vogler u. A. oder direct ein-usenden an: Die krpedition dev ,L«raetil. Wochenschrift" in Magdeburg, g-1-Ä Inhalt: Leitende Artikel r Die Sacularfeier Moses Mendelssohn's in Dessau. — Moses Mendelssohn und die heutige Orthodoxie. Wochen- «lanuar.! Schewat.! 1886. \ 5646. j Berichte und Correspondenzen: Deutschland: Magdeburg. Berlin. Berlin. Brandenburg a. d. H. Rees a. Rh. Rees a. Rh. Paderborn. Büäeburg. Oesterreich-Ungarn: Wien. Prag. Vermischte und neueste Nachrichten r Wiesbaden. Berlin. . Berlin. Berlin. Breslau. Dessau. Karlsruhe. Bodenfelde. Bernburg. Bonn. Culm. Nordhausen. Stuttgart. Hechingen. Mainz. Stargard. Gr. Jnnikau. Mittheilungen aus dem ü. O. B. B. Dessau. Berlin. Breslau. Inserate. Freitag. . . 8 Sonnabend 9 Sonntag . . 10 Montag. . . 11 Dienstag . . 12 Mittmoch . . 13 Donnerstag . 14 2 3 4 5 6 7 8 Kalender. K2 (4,51) Die Säeularfeier Moses Mendelssohns in Dessau. In Dessau, das in der Regenerationsgeschichte des modernen Judenthums die Stelle eines jüdischen „Weimar" einnimmt*), dem Geburtsorte Moses Mendelssohns, wurde am 4. Januar r. die hundertste Wiederkehr des Todestages M's. in einer so würdigen Weise gefeiert, daß jedem Theilnehmer an der Feier dieser Tag ein unvergeßlicher sein und ^bleiben wird. Das vom Festcomits und dem Vorstande der isr. Gemeinde entworfene Programm war ein dem Tage sehr angemessenes und in seiner Ausführung durchweg gelungenes. Der mannigfaltigen Eindrücke voll, heute aus Desfau heimgekehrt, gebricht es uns an Zeit, dieselben sofort zu einem Gesammtbilde zu verarbeiten, und müssen wir uns begnügen, die Feier nur in chren Hauptmvmenten zu skizziren. Wir lassen uns dabei von dem „Anhaltischen Staats-Anzeiger" leiten. Daselbst heißt es: Der 4. Januar brach mild und sonnenklar an, nicht wie ein Wintertag, sondern als ob es schon Frühling zu werden beginne. Dort in der Ascanischen Straße Nr. 10 steht ein kleines Haus, unscheinbar, aber doch hübscher und niedlicher, als die benachbarten Fachwerkhäuschen. Dieses Haus, in gelbem Ziegelbau. trägt eine weiße Marmortafel mit goldener Inschrift, welche-besagt, daß hier Moses ^Mendelssohn am 6.. September 1729 geboren ward; auch sein Abberufungstag von der Erde, der 4. Januar 1786, ist mit goldenen Lettern eingegraben. Da, wo die stolzen Lettern prangen, hat freilich des großen Philosophen Wiege .. n *1 Dessau war die Wiege der deutschen Predigt beim hebr. Got dienst (Prediger I. W o l f f), hier erschien die erste periodische jüd. Zeitsck in deutjcher Sprache (Sulamiih). Dessau war der Geburtsort des' Mhmten Predigers G. Salomon; hier wirkte an der Franzsä Moses Philippsohn, Vater Dr. Ludwig Philippsohn's. nicht gestanden; es ist ein neu gebautes Vorderhaus und man muß es erst durchschreiten, um hinten im Hofraume das ärmliche, niedere Zimmer zu finden, wo der Freund Lessings, der Stolz Dessau's, und die Freude der aufgeklärten, gebildeten Welt zuerst das Licht der Sonne schaute. An diesem Festtage war das kleine Vordergebäude mit Kränzen geschmückt; auch das Stübchen im Hofe freute sich grüner Zierde, einige Portraits Mendelssohns und seine Büste (von Cassier) waren dort ausgestellt. Schon in früher Morgenstunde wallfahrteten die Verehrer des Philosophen nach diesem unscheinbaren Stübchen; und sie waren zahlreich erschienen von nah und fern, die Bewunderer des Mendelsfohn'schen Geistes. Gegen 81/2 Uhr versammelten sich viele Mitglieder, der Desfauer Gesangvereine vor dem Geburtshause des Weltweisen und trugen unter Leitung des Kunsthändlers Salomon einige Lieder vor, wie: „Das ist der Tag des Herrn", „Es ist bestimmt in Gottes Rath", rc. Eine große Menschenmenge wohnte dieser Ovation bei. (Um 9'/, Uhr begingen die in Dessau erschienenen Mitglieder des ganz im Geiste Mendelssohn's begründeten, den geistigen und moralischen Charakter des jüd. Volksstammes fördernden und nach den edelsten Principien echter Humanität arbeitenden Ordens „B'nai Berith" — auf Initiative der Magdeburger Mendelssohn-Loge — im Vorderhause einen erhebenden Festactus, über den an anderer Stelle d. Bl. berichtet ist.) Nun kam die Stunde näher, in welcher der Popularphilosoph als Jude, als Gerechter, als Frommer gefeiert werden sollte in der Synagoge, welche nur wenige Schritte von Mendelssohns Geburtshaus entfernt ist. Der Festgottesdienst in der Synagoge erhielt eine besondere Weihe durch die Anwesenheit des Herzogs und seiner Fannlie. Punkt 10 \ Uhr fuhr vor dem Gotteshause der herzogliche Wagen vor, dem Herzog Friedrich Leopold mit seiner Gemahlin entstieg. Es folgten in weiteren Wagen Prinz Friedrich mit Gemahlin, sowie fast der gesammte Hof und Hofstaat, Minister von Krosigk mit den Mitgliedern des Regierungs-Kollegiums, und Bürgermeister Dr. Funk, der zugleich Vorsitzender des Festkomitös

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