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Jüdisches Familienblatt · 1885-01-01 · 5 (1885) · p. Seite 20

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1885
Issue
5 (1885)
Date
1885-01-01
Page
Seite 20 (sequence 4)
Language
German
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pathologischen Anatomie an der Universität Leipzig, Michael Costa, den bekannten Capellmcister der londoner-italienischen Oper, Anton Ascher, der Komiker, Di\ Siegfried Goldschmidt, Professor des Sanskrit an der Universität zu Straßburg, Joseph Ru bin stein, den Bruder Anton Rubinsicin's (gleich seinem Br, getauft), Dr. Strausberg, Geh, Commcrzienrath in Berlin, ehemaligen Eisenbahnkönig (getauft), Robert Warschauer, den Schwager Eduard Simson's und gleich diesem getauft, Baron Alexander v. Stieglitz, Chef der Bankfirnia Stieglitz & Co, in Petersburg (getauft), resp, Sohn eines Convertiten, Karl Werthcim, Chef der Bankfirma Werthcim & Gvmbertz in Amsterdam, Moritz Gerson, Commerzicnrath, langjährigen Chef des Berliner Mode-Bazars. Anscheinend waren auch Juden resp, entstammten dem Judenthum: Or, Julius Friedlünder, Gcheimrath, hervorragender Numismatiker, Direktor des Münzcabincts zu Berlin, Or, E. Fr iedberg, Professor an der Universität zu Breslau, namhafter Gelehrter und Chirurg, Or, Siegfried Aronhold, Professor der Mathematik und Naturwissenschaften an der technischen Hochschule zu Berlin, Or, Karl Caro, dramatischer Schriftsteller, Wien, Maler Rudolf B ende mann. Wer berichtigt resp, vervollständigt diese Liste:' Max Weinberg. Mtl, lei Aufgaben. I. Diagonal-Riithsel. Ben Wabricl Schtvarg i» Obcröattstadt , Ober.Elsaß), A a o e g i C l> b d h k B A, A, A, A, E, E, J, ,T, K, L, M, M, N, 0, 0, 0, 0, B. R, ltr S, 8, S, 8, IT. Sic 2b fyädier dieses Quadrats sollen mit diesen Buchstaben derart ansgesiillt werden, daß ergeben Die Diagonale A B I .... , 0 U / -lulnhrer Israels, Vertikale a b: Berg in Palästina, „ c d: Stobt in Mesopotamien, „ e t‘: Sohn Jakobs, „ g h: Halbinsel Asiens, „ i k: Ein Prophet. Das Cheder in Galizien. Hier wird noch heute mehr als die Hälfte der jüdischen Jugend planmäßig geistig und körperlich verkrüppelt und arbeitsunfähig gemacht. Mit deai vierten, spätestens mit dem iünsten Jahre wird das Kind in diese Folterkammer geschickt, wo es durch zehn Stunden täglich und darüber in einer jeder Beschreibung spottenden Athmosphäre fortlvährend init einem und demselben Gegenstände gemartert wird. Besucht man diese Chedarim, die fast überall denselben Jammer darbietcn, so wird man von einer unsäglichen Wehmuth, von tiefem Schmerz erfüllt über die Verheerung, welche dieselben auf die zarten und hilflosen Kinder ausüben, (Acht- bis neunjährige Kinder werden mit den talmudischen Tractaten „Gittin"! und „Ketuboth"! gequält.) In einem engen, schmutzigen, hermetisch verschlossenen, von einer greifbaren dicken Luft erfüllten Raume sitzen oder stehen, je nachdem cs die spärlichen, keinen Hand gewährenden Bänke gestatten, 60 bis 80 Kinder, welche in vier Gruppen getheilt sind, deren jede von einem Melamed (Lehrer) bearbeitet wird. Ein heilloses, wüstes Geschrei dringt an unser Ohr beim Oeffnen der Thür, Lehrer und Schüler bieten denselben trostlosen Anblick der Verwahrlosung dar. Beide in Hemdärmeln, abgerissenen Kleidern und fast durchgehends barfuß. In den Gesichtszügen beider hat die Noth ihre unverwüstlichen Spuren eingegraben. Volle und frische Kinderwangen sind nur selten zu sehen, — Die Lehrer sind mit Stöcken und Pfeifen bewaffnet, betäuben das Ohr mit Hebräisch und erfülle» den Raum mit Rauchwolken, Und als ob es an dem nicht genug wäre, dringt aus der angrenzenden rauchigen und finstern Küche erstickender Qualm in die Stube, und in der Küche selbst — horribil# dictu — sitzt eine Schaar Mädchen im zartesten Alter beim hebräischen Unterrichte, In der Küche ist nämlich die Mädchenschule. „Ich will, sagt der Sekretär der Allianz in seinem Berichte über diese Winkelschulen, die er aus eigener Anschauung kennen lernte, dieses grauenvolle Bild, dessen Anblick mir das Herz zerriß, nicht iveiter aussühren und nur angedeulel haben, wie dringend nöthig hier eine Abhilfe ist," Scherzfrage. Die höchsten Räche der Krone, des Staates,' nennst du Minister; Wie aber nennst deren Frau'n du auf hebräisch mir gleich? IJL Deutsches Mortriithfel. Bon Fräulein Emilia Pflücker in Breslau. Es zog einst Israel durch mich Mit seiner Bundeslade Schrein In ivuudcrbarer Weife; Es nnimt, ein Dichter sich, >vie ich Es klingt durchs Ohr in's Herz hinein Uns seines Sanges Weise, m. Zweifprachliches Homonym. Bon IS, Herzberg in Angen, Hebräisch; Ei» Dhier, wohl harmlos, aber dunun, Das vielen Ruhe» bringt, Deut s ch; Du ziehst es um Dein Feld herum. Ans dass kein Feind eindringt, IV. Hebräisches Logogryph. Bon iS. in N. Mit a sind nie sie,;u ergründen: Mit o sieht man sie rasch entschwinden; Mit ei laufet’ sie der Zufall finden. Auflösung der Riithsel in Ur. 4. Ba | ron 3 I 4 II. “is (Stier), Paar, in. 0,“I2£Ü und '“llt (Balsam). Richtige Auslösungen sandten ein: Eantor Winter in Magdeburg, S. Weil Lehrer in Eschweiler. P, Weisiinann, Lehrer, in Kätscher O,-Schl, (t », 2). Gabriel Schwarz, in Hattstadt (der auch Rr, 2 der Preisräthsel und eine Ausgabe i» . Rr. 2 richtig gelöst hatte.) S, Eohcn in Rees, Eantor I. Schani' panier in Massona, Herrmann Rcinheimer in Odernheim, Juliusvon der Wall in Norden 'I u. 3). I, ii. A, Flörsheim in Wolshage» b. Cassel, L. in Aachen. Felix PerleS in München,!)!, PacharzeivSki, in Magdeburg. S, tliieS in Bruchsal - l u. 3>, Semmh Philipp in. Lüneburg (1 u, 3>. F. u, ,l R. in M. Mit Vergnügen sehe ich, daß mehrere von mir in, „Familienbl," veröffentlichten Räthsel im „Israelit" in ganz gelungener Weise »ach gebildet worden sind; so namentlich die mit der Lösung ffiWl und “>25. Bergt, „Israelit" 32 und 36 mit „Familienblatt" 3l und 46, Ich bitte den freundliche» Bearbeiter um gütige Fortsestung, 6, in R. 1? Verantwortlicher Redactenr Dr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D, L. Wolfs, Magdeburg, Verlag von Robert Friese, Leipzig,

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