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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1885-09-23 · N° 39. (23.9.1885) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
16 (1885)
Issue
N° 39. (23.9.1885)
Date
1885-09-23
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 39. Magdeburg, 23. September 1**5. XVI. .Jalirg. ♦ i ♦ für die religiösen und socialen Interessen Wöchentlich erscheint je eine Nuinner der „Ulochen fchrift". des „Familien- »l a tt»" n. de» „Litt-raturb i atts". Preis für alle drei Blatter bei allen Postümtern u. Buchhandlungen 3 IS^arlc vierteljährlich. Mit directer Zujcndung: jährlich 14 Mark, nach dem Au-lande: 16 Ml. [8 fl.. SO Frc».. 8 Rbl., 4 Dollar»). Linzelnunlmern der ..Wochenschriftk 2K Pf.. I de» »Lttteratur-Blnlt»- k 15 Pj. de» »Familien-Blatts k 10 Pf. { Verantwortlicher Redacteur und Herausgeber: Rabbiner l)r. W. Hlahmer in Magdeburg. Jfir Wahrheit, Krcht »ad friede»! des Judenthnms. \ Knserat« j I flii di- ,J«ra-liiischc SB o (f| r n i 161 i f f, 1; wir für da« .Jüdischfliitetatut.Blatt*. | diklciiigcspali.il- P-iiizciiodec dcrcil Raum i 96 Vfsnld -iiiwcdcr durch di- «unanc-n- Exvedilionen von G. Ij_ IDavibe &C Co., Hudolf üvloese, SCaasenBtein os Vogler u. A. oder direct ein;ukenden an: Die G»p«dition der ,,?»raettt. Machenschritt" in Magdeburg. « --3 Inhalt: Der wandernde Jude. Zum Hüttcnscstc. Bon Alphonse Levh, Frcibcrg i. S. Leitende Artikel: Was thnt uns Noch? III. Bon Or. L. Adler.— Bar Mizwah - und Confirmatjons - Feier. Borirag gehalten aus der VH. Couscrenz des Vereins Israel. Cultusbeamtcn Mitteldeutschlands zu Magdeburg, 28. Mai d. I. Bon B. Jacobsohn, Leipzig. Berichte und Korrespondenzen: Deutschland: Berlin. Berlin. Broinbcrg. Gelscnkirchen. Stuttgart. Wesel. Sicgburg. Nerui.sciitc und neueste Naciirictitcn: Magdeburg. Bernburg. Cassel. Ziilz. Stuttgart. Wien. Lemberg. Brody. Paris. Marseille. London. England. Birmingham. Kiew. Plonsk. Minsk. Ldessa. Constantinopel. Bombah. Inserate. Briefkasten. Der wandernde Jude. Znm Huttenfeste. „Ars Aßasveros Söhne müßt Ihr wandern Ilnd ewig «andern, «ander» rnhekos!" Pas war so lang der Jude» bittres -Loos, Indessen süße Hinhe blieb den Andern." Werstreut nach jedem Fyeik des Krdenrnndes Ilmschlingt str alle doch ein innig Band, Pas tausendjährige -Leiden üverstand: ,pie Freu« ist der Kitt des alte« Wundes. Kat auch der Zeitgeist viel davon zertrümmert, Sank auch manch' Außenwerk davon in Staub; Noch steht der alte Wan, «mrankt mit Laub, Zum Kimmel ragend, Abendroth-nmschimmert I Pas fromme Walte« in der stillen Klause, Pas ist das zweite festigende Waud — Sei in der Welt gering er und verkannt, per Jude ist rin Aürst in seinem Kansel Hb auch sei« Anse» widerstrebend klaget, prs Walers Wort ist zwingend für den Sohn, per Jüdin spricht die Tochter «immer Koh«, Selbst wenn ste diese geistig überraget. Pie fromme Kinderlieb' und Hlanvenstrene, Pi« find dem Juden wie ein schützend Zelt, Pas trägt er mit stch durch die ganz« Welt, Pas macht ihm bald vertrant das Jremde, Nene! Wochen- Septemb. Tischri. Kalender. 1885. 5646. Donnerstag ■ 24 15 Snckans. X. Tag Freitag. ■ 25 16 ») „ Sonnabend 26 17 Schab Chaulhamoed(lif2Ö) Sonntag . . 27 18 Montag. ■ ■ 28 19 » Dienstag - - 29 20 Mittwoch . - 30 21 Hoschana rabba. Donnerstag . 1 22 Schraini Azeres* Freitag - . . f 2 23 Simchas Thora. Sonnabend ®T 3 24 (Nei-moildemirginina.) And ziehst, getreu den Weiden, Pu von dannen And «anderst heut, wie ehmals Ahasver, Pie neue Keimath suchend, «ver's Meer And sehnst pich dort »ach pnft von dentsche» Faunen — pan« SliLe still hinauf znr Kimmelsbläne, p« fühlst in ptr das Keimweh bald geheilt: per alte Hott ist's, der dort oben wrM, Per Hott der Weiter und der Hott der Freue! Frciberg in S. Alphonse Levy. Was thut uns Roth? Bon Di\ L. Ad ler, emerilirtcm Landrabbiner. HI. Daß es unter den Juden sehr bedeutende Philosophen gab, weiß Jeder, der ihre Geschichte oder auch die der Philosophie kennt, wenn dieselben in letzterer auch erst in neuerer Zeit gewürdigt wurden, aufgesührt zu werden. Aber weder die jüdischen Philosophen noch ihre Schriften sind es, die dem Judenthume die hohe Bedeutung geben, von der ich sprach und durch die es unter allen Religionen ein unioum ist. Alle Religionsgenossenschaften hatten ihre Philosophen und eine Litteratur, die man die religionsphilosophische nennt und in welcher das Theologische mit einem gewissen philosophischen System oder den philosophischen Principien überhaupt in Uebercinstiminung gebracht werden soll. Sie sind ein sehr beachtcnswerther Littcralurzwcig, aber das nicht, was ich meine, wenn ich von dem Judenthume sage: Seine Lehre vereinige Religion und Philosophie, die Religion sei eine philosophische und die Philosophie sei eine religiöse. Was ich damit sagen will, soll durch folgendes erläutert und begründet werden:

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