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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1885-04-03 · N° 14-15. (3.4.1885) · p. Seite 110

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
16 (1885)
Issue
N° 14-15. (3.4.1885)
Date
1885-04-03
Page
Seite 110 (sequence 16)
Language
German
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— 110 — gleichliche Wohltbat sei. —- Ungefähr 3jt Jahr vorher besuchte Herr Marcus Adler aus London das Institut und schrieb in’s Fremdenbuch, er habe mit grossem Interesse und wahrer Befriedigung die Arrangement des Instituts in Augenschein genommen und halte dasselbe für eine grosse Wohlthat an unseren Brüdern in der heiligen Stadt. — In gleicher Weise sprach sich daselbst Herr Victor Mermelstein aus Przmisel, Redacteur des Organes “1ÖS 2N18» bei einem Besuche der Anstalt vor circa l’/j Jahren aus. Derselbe schliesst mit den Worten: „Mögen alle unsere Brüder die grosse Dringlichkeit unserer Liebesstätte erkennen und das Central-ComitÄ kräftigst unterstützen, auf dass dieses die Armen-Wohnungen mehr und mehr vermehren kann, und dadurch den Namen Israels immer mehr zu Ehren bringe.“ Wir bitten unsere edlen Brüder und Schwestern darum um so mehr, als, ganz abgesehen von Neubauten, wie schon gesagt, auch Reparaturen, namentlich nach der Regenzeit, die fast alljährlich mehr oder weniger Verheerungen anrichtet, bald bei diesem bald bei jenem Gebäude, gründliche Wiederherstellung erforderlich; aber nicht nur hiedurch ununterbrochen bedeutende unaufschiebbare Ausgaben erwachsen, sondern auch durch die Unsicherheit des Landes und die Lage der Rechts-Sicherheit, sowie durch viele andere reguläre und irreguläre Eventualitäten. Möge dieses Jahr, mit dem das 2(3. unseres Institutes abgeschlossen, unseren edlen Brüdern und Schwestern das Symbol dieser Zahl (der DtiPn mS2 .IT'-pn ‘TO u™) immer mehr und mehr in Erinnerung bringen und sie Alle unserem treuen, unermüdlichen Helfer, Herrn Bezirksrabbiner Dr. Salvendi in Dürkheim nachahmen*), dessen Bemühungen unser Institut auch in diesem Jahre die wesentlichste Förderung zu verdanken hatte. Mögen sich hochherzige Zionsfreunde finden, die, wie Herr Sänger in Haiberstadt, durch letztwillige Bestimmungen unser Benefiz um Wohnungen vermehren. Dann werden wir sehr bald in dem Ausbau des ganzen Terrains den Abschluss unseres ganzen Unternehmens erschauen können. Berlin und Ungvar, im Adar p"sh TONS 'PC i:r S2X. Mr. .1 Hildesheimer, H. Mannheimer, fwiistav Hirsch, Rabbiner, Bezirksrabbiner, Kaufmann», Vorsitzender. I'ngvär. Berlin. -X— - Die Colonisation Palästina’s. Schreiben des Vorstandes des ontihöre-Vereines In unserem Rundschreiben vom verflossenen K i s 1 e w an alle Zionsfreunde und Mitglieder unseres Vereines haben wir schon mitgetheilt, dass die Versammlung der „Zionsfreunde“ in Hatto witz nicht nur den Beschluss gefasst hat, die schon bestehenden Colonien und die schon im heiligen Lande befindlichen Oolonisten zu unterstützen, sondern auch dahin zu streben, von den im heiligen Lande zum Verkaufe stehenden Grundstücken so viel als möglich zu erwerben. Wir werden deshalb von heute ab die verkäuflichen Orte von Zeit zu Zeit zur Kenntniss bringen, damit diejenigen unserer Glaubensgenossen, welche vermögend genug und Willens sind, Boden zu erwerben, sich beeilen, bevor es im Preise steigt. Dies ist eine der Hauptpflichten der Leitung des Vereins, und wir bitten unsere wertben Glaubensbrüder, sich mit ihren diesbezüglichen Wünschen an die Vorsteher des Vereins zu wenden, aber die Angelegenheit ja nicht in Zeitungen zu besprechen, weil dadurch ein grosser Nachtheil entstehen kann, den wir hier nicht erörtern können. Demgemäss theilen wir im Aufträge des Vorstehers des Vereins "TOS mSIC., Herrn Dr. Pinsker hierdurch mit, dass, nach den zuverlässigsten Quellen aus jigjj (Saffed) und der Colonie "n^VSn 110',, folgende Plätze zum Verkaufe stehen. 1. Die Hälfte des Dorfes IZTO, etwa zwei Wegstunden von Zefath. In dieser Hälfte des Dorfes befinden sich: Achtzig Höfe, von denen jeder eins bis sechs Wohnungen *) Aul' dringenden Wunsch des hochverehrten Berichterstatters hin musste ich diesen Passus unverändert stehen lassen. p""p, — Salvendi.

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