Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 16 (1885)
- Issue
- N° 14-15. (3.4.1885)
- Date
- 1885-04-03
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/5369809-9586215-9584722--5689-9584732- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
An unsere Glaubensgenossinnen! Im Jahre 1K80 rcntc die Unter,’,cidptrlr an, in Berlin einen „Verein zur Rettung und «Erziehung strascntlasfciicr und verwahrloster miuorciilicr Mädchen" zu begründen nnd ni* tSv.tielnnittel nnd -lsni eine londwirthschaftlichc nnb Sinusinbuftritfclnile ,\n mieiilen. Diese besteht tmnmehr seit -> Jahren, Grtmdiatz ist: Mildchen ohne Unterschied des Religionsbekennlnisscs anfznnchmen. So haben bisher siins jüdische Mädchen Austtahmc gesunden, die ans ans den „ngtncklichsten Verhältnissen durch die Vereins Diakonissin Frau Gtzlcr — ptgefiiitti worden sind. Diese Mädchen fanden drei Jahre lang bei uns Pflege, Erziehung, Unterricht nttd Arbeit nnd werden vorbereitet, tüchtige Dienst boten zu werden: während es uns aber leicht wird, dies bei den Ehristinnen zu erlangen, die wir dattn als Dietistbolen mit sehr guten Srsolgeit, theil-Z in Anstalten, theilS in Familien unlerbrachlen, will Niemand sich der jüdischen Mädchen annehmen, ja selbst ihre Angehörigen wollen sie nicht haben, toaS den Vorstand in grvsie Bcrlegenheit seht,' da nach 3 Jahren die Mädchen aus der Anstalt enllassen werden, -- 31»n ist abermals ein längeres Mädchen in derselben, das eilte bisher unheilbare Augen Entzündung hat und zu keiner Handarbeit angehalten werden kann. Zie paßte infojem nickt für unsere Anstalt als nach unser» slatulengemäßen Bestimmungen nur gesunde Mädchen ausgenommen werden sollen, doch hat der Vorstand auS Mitleid eine Ausnahme walten lasten. Das Mädchen ist nun ein Jahr in der Anstalt und soll entlasten werden: nnbedingl würde sie untergehen, wenn keine schützende Unterkunft für sie gefunden wird. Ich wende mich hiermit an die so gerühmte Mildthätigkeit unter unsern Glaubensgenossen und bitte für die Unglückliche um Aufnahme id irgend einer Waisen- oder jirankenanstalt als AnShilse bei Haus’ nun .st'üchenarbeil oder in einer Familie, [1701 Ich bin gern bereit, auf Wunsch Stabil und Bericht des Vereins einzusenden, c^tna Alärgendern, Berlin, Kaiscrin-Angnsta-Str. HO. Theure <nlaubeiiHgeno»«ü«eii! Mit aller Kraft und Innigkeit eines vom tiefsten Mitleid erfüllten Herzens wenden wir uns an Euch, Ihr Glaubensbrüder, und bitten um eine kleine Beihülfe zur Fortführung unseres grossen Unterstützungswerkes. Der augenblickliche Bedarf, den wir unumgänglich herbeischaffen müssen, beläuft sich auf 4001' Mark als Unterstützungen für das Pesachfest, für die Krankenpflege, die Armenschule und anderweitige Unterstützungen. die nicht näher detaillirt werden können. Die stetige Auswanderungs-Unterstützung, welche sehr viel Geld erfordert, wird immer noch von den Zuschüssen bestritten, welche uns das deutsche Central-Comite in Berlin durch die Hand seines Vorsitzenden, des Herrn Justizrath Makower, gewährt. Im gegenwärtigen Augenblicke aber werden Unterstützungsanforderungen an uns gestellt, durch weicheganz unermessliches Unglück verhindert werden soll. Am hiesigen Orte allein sind mehr als fünfzig russische Familien mit Ausweisung bedroht. »Schon seit Monaten halten wir die Angelegenheit in der Schwebe. Durch diese Unterstützung soll den verschiedenartigsten Anforderungen ein Genüge geschehen und die überaus traurige Angelegenheit ohne alles Aufsehen, ohne alles Aergerniss, ganz in Ruhe und Stille geordnet und beglichen werden. Die Behörden selbst zeigen uns dabei alle mögliche Beihülfe und Nachsicht. Ihr Israeliten, die ihr in Ruhe und Frieden lebt, umgeben von Liebe und Ueberfluss, gedenket der unglücklichen, verfolgten und bedrohten Glaubensgenossen: gede.iket der unglücklichen Frauen und Kinder, der Kranken und Alten, die allesammt ohne Sitz und Besitz nirgends eine bleibende Stätte haben. Lasset ihnen eine kleine Spende von Eurem Ueberflusse zu Theil werden, damit auch sie das herannahende Pesachfest als Fest der Befreiung und Erlösung feiern können. Memel, am „Thanis Esther“ 5645, 26. Februar 1-S85. Das ständige Hülfs-Comite f. d Nothstände russ. Israeliten. Rabbiner Dr. Rfllf. 8, «loch. Ji. Slargulies. I,. Lewy. L. Hillelsolm. J. M. Schapiro. Die Sendungen sind zu richten an den Mitunterzeichneten: Rabbiner I)r, J. ROlf. Auch Bezirksrabbiner Dr. A. Salyendi jn Dürkheim an der Haardt ist bereit, für uns bestimmte Gaben entgegen zu nehmen. Quittung u. Veröffentlichung wie gebräuchlich. Hauslehrer-Stelle. Ein pädagogisch gebildeter Philologe (Israelit) tvird pr. Mai d. 3. als Hauslehrer aus's Land zu einem 8 jährigen Knaben gesucht, um denselben nach Tertia eines Gymnasiums vorzubereiten. Refleelanten werden ersticht, Gehaltsansprüche bei freier Station anzugeben, sowie Zeugnisse unter Adresse 31. Neukircher in Oestinghausen bei 3 o e st einzus enden._[1741 /Liii ÄRädcheti, welches bei ^2jüd. Herrschaft gedient hat, II. diese Küche versteht, wird [verlangt. Wolfs, Dresden, Schlosst. i*.[i745 Köchin, welche dem Haushalt allein vorzustehen hat, gegen hohes Salair ,;um 1. Mai oder später zu engagiren gesucht. Offerten mit Angabe der früheren Thätigkeit und Gehaltsansprüche unter C. C. 5400 an die Expedition' der Rheinisch-Westfälischen Zeitung in Essen-Ruhr erbeten. 1726 Pension gesucht für eine junge Dame in einer seinen israelitischen Familie im ftuvort oder auf dem Lande. Gefl. Off. F.. I). an die Exped. d. Wochen, und Äreisbl. in Bad Pyrmont [1755 Fsr. Tochter-Pensionat zu Erfurt.;,u Client oder mich iogteick finden ittttge Mädchen oder Schülerinnen in meinet Anstalt vorzügliche Pension nnd Erziehung. Tie Anebildnng in Cprachett und ististeaieliaiteu oder die erforderliche Rackihnise hierin erfolgt durch geprüfte Vclivmnncn des holt, idtnlnnit". Massige Bedingungen. Beste Referenzen durch dir Herrett Rabbiner Dr. Kroner , Eommiisionsrnih XJnger und Schnldireeior Dr. 'Wahl hier Frau Dina Heilemann. 3n einer isr. Familie einer mittelgr. Provinzialstadt, finden zn Ostern einige junge Mädchen srcnndlichc 3lusnahme. — Töchterschule I. OrdiiA. im Ort«. Ucbcrwachung d. Kinder v einer geprüft. Lehrerin die läng. Zeit Erzieherin war; Mn situ n t c r r i ch t int Hanse »on einer acad. gebildeten Dame. —Gesunde Lage, geräum. Wohnhaus m. Garten. Honorar mäfiig. — Nähere 3iuskunst ertheilt n. 31. freundlichst Herr 3tabb. Dr. Ftahmer in 3)kagdcburg — B. 3t. [1677 Ich suche für meinen Haushalt von SA Personen znm I. Mai eine durchaus tüchtige Köchin Lab« bei hohem Gehalt, welche im Stande ist, dem Hauswesen selbständig vorznstehen. Joseph graljaus, Cstn». ü. Ruhr 3Nannfaktnr- und Modewaaren-Geschäst._ In meinem finden zu 0 s t e r n noch einige K n a b en, welche die hiesigen gediegenen Schnien (fijmniainm, Realgymnasium etc.) besuche n sollen, Aufnahme und Nachhttlfe in allen Unterrichtsfächecn. — ConTersation in nenern Sprachen. - Beste Referenzen. Rabb. ]>r. Kroner 1672] in Brandenburg ». H. Eiu|)fchleiiüivertlie Pension für 12 Knaben, in einer Stadt, Ton herrlicher, gesunder Lage, mitten im Taunns-Bebirge. Gymnasium nnd Real-Schule am Orte, Nachhilfe im Hause. Preise mässig. Offerten an II. Rabbiner Rr. Kahmer in Magdeburg, der auch Referenzen zu ertheilen sich bereit erklärt hat. [1730 Pension. Knaben, die das hiesige Grimnasinm oder 3t eai-Gymnas. an denen ich Rcl.-Unlerrichl erlheile, besuchen sollen, finden bei mir srcnndl Ausnahme, Beaufsichtigung und Nachhilfe. [1602 Minden i. W. Liepmannssohii, Prediger. JR- Pension. -Mtz Kitabett, weiche die hiesigen höheren Schulen besuchen sollen, sindcti in nächster Nähe derselben gute Pension, Nachhilfe bei den Schularbeiten, so wie gründlichen Unterricht in der Musik »nd sranzösischcn Sprache, — Kräskige reichliche Kost und mütterliche Aussicht in jeder Beziehung. Preis der Pension »00 -Mark jährlich. Adresse: J.Gohn, Magdeburg, große Münzstraße -Nr. I_ nC3 ^leischcrtract ans I)r. Papilsky's jsabrik in Posen empfiehlt [1744 Jacob Sperber, Breslau. Schlackwurst nur 1,20 3)kk., Salami l,*o, Kochwurst, von anerkanttt bestem Geschmack, 0,80 empfiehlt [1720 Moritz "Weinberg. Auflage 331,000; das a erhielte ille aüer»eotkcheaßiätiei älierhaapt; aatzeidem erkcheiaea fieiierlkhaagk» t n j m ö i f f t c tn i e n Sprathe». Modenmett. JLustrirte Zeitung für Toilette und Handarbeiten. Alle 14 Tage eine Nummer. Preis vierteljährlich M. IE — 7S«r. Jährlich erscheinen: 24 Nummern mir Toiletten und Handarbeiten,ent. haltend gegen 8000 Abbildungen mit Beschreibung, welche dis ganze Vcbiet der Garderobe und Leibwäsche für Damen, Mädchen und Knaben, wie für das zartere KindcSalter umfassen, ebenso die Leibwäsche für Herren und die Bett- >md Tischwäsche :c., wie die H.mdarbeiten in ihrem ga>'zen Umfange. 12 Beilage» mit etwa 300 Schnittmustern für . Ile Gegenstände der Garderobe und etwa -tOOMustcr-Borjcichiiungen für Weiß^ und Buntstickerei. Namens-Chiffren rc. Abonnements werden jederzeit angenommen bei allen Buchhandlungen nnd Poftan- »alten. — Probe Nununern gratis und franco durch die Cxpcdiltou, Berlin W. Potsdamer Str. 88: Wien I, Operngasir Thora-Felle, invorzügiichsterSchreibwaare eignes Fabrikat offeriren st. Heillirunn Höhne, Erfurt. [16% Leiraths-Kesuch. JJüv ein seingebildetes äußerst liebenswürdiges Mädchen 25 Jahre alt, Tochter eines hochachtbaren höheren [üd. Beamten, musikalisch u. tüchtig im Häuslichen, mit einer Mitgift von Mk. 6000 u. vollständiger Ausstattung wird eine passende Parthie gesucht; ein Wittwer md)t ausgeschlossen. Strengste DiscretiorrEhrenu. (Lewissenssachc. Ernstgemeinte Zuschristen werden unter R. Z. 7077 an G. L. Daube & Go. Cöln erbeten._ [1725 Reelles Aeiratysgesuch. Irin j. gcbild. Mann von angen. Aeuß.. Israelit. 31 I. alt. Inhaber eines nachweislich bedeutenden und rentabl. Kabrikgeschäfts in einer groß, u. angen. Stadt, wünscht sich nr. einer jung, gcbild. isr. Dame aus achtb. Jam. mit einem disponibl. Vermögen von mindest. 15000 M., lvelche event. sicher gestellt werden körmen, zu verh. — Ehrenhafte Vermittler nicht ausgeschlossen. Discretion Ehrens. Offert, sud IWT. Gr. an die Exp. dieses Blattes._ [1740 ScHadcEonini belieben ihre Adresse (betr. Verheirathung einer Dame aus angesehener Familie) sub Littera S. -L. an die Exped. ds. Bl. gelangen zu lassen._1743 Vemnkwortlichcr Redackcm Dr. Rohm er, Magdeburg. Druck von D. L. Wolfs, Magdeburg. Verlag pon Robert Friese, Leipzig. 6175