Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 16 (1885)
- Issue
- N° 14-15. (3.4.1885)
- Date
- 1885-04-03
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Magdeburg, 3. April 1883. M14-15 für die religiösen und socialen Interessen des Jndenthums. Wöchentlich erscheint je eine Nu.umcr der 1 .. deS „KamNlen- : trroturb latt#u. : ..Wucher»fchrifl". d Mutt*“ u. des „Litte i Preis für alle drei Kuitter Verantwortlicher Redactcur und Herausgeber: R5Ä5ÄÄ5S Rabbiner Dr. W. Flahmer in Magdeburg. Mil dirrcler Zuiendung: jährlich 14 Mark, nach dem AuSlanoe: 18 Mk. <8 ff., 20 FrcS., 8 {Rbl., 4 Dollars). - Einzelnummern der „Wochenschrift" k 25 Pf., de- „Litteratur-BlattS" k 15 Pf. deS „Familien-BlattS k 10 Pf. fär Klahrheit, Kecht »ad Frieden! j Inserat»; für die „Israelitische Wochenschrift", ,! wie für das „Jüdische Litteratur-Blatt". j I die tleingespaltene Petitzeilc oder deren Raum I. : -L pf. sind entweder durch die AnnonceM«^^ Expeditionen von <13-- 1^-Ds.nlos Sc Co., ' lRu.d.oIf dVEosse, Haasenstein Sc "Vogler u. A. oder direct einzusenden an: l Dir Eepedition der ..Iavaelit. Wochenschrift" in Magdebnrs- Inhalt: AbonuementS-Einladung. Leitende Artikel: Die Pessach-Haggodo. II Tie vier Söhne — Briese ans Mähren. I. Berichte »iid Evrrespondenzen: Deutschland: Berlin. — Stettin. — Mirstenwalde. — Trier. — Aus Baden. — Hamburg. AuS Hessen. — Aus Hessen. O e st e r r e i ch. U n g a r n: Brünn. Amerika: Pittsburg. Vermischte und neueste Nachrichten: Elbing. — Landsberg a. W. — Bramberg. — Dresden. — Großwardein. — Krakau — Warschau. — Brunn. — London. — Jerusalem. Lnseratc. Briefkasten. BW" Die uäckste Nummer erscheint des Festes wegen erst an» K». April. Abonnements - Einladung. Mit dieser Nr. beginnt das zweite Quartal. — Wir habe», da mehrere Artikel dieser Nr. „Fortsetzungen" aus der letzten Nr. des ersten Quartals enthalten, der viele» neu hinzugekomincuen Abonnenten wegen die Nr. 18 — soweit der Borrath reichte — beilegen lasse»; die geschätzten altbewährten Abonnenten, die dadurch die Nr. 18 doppelt besitzen, ersuchen wir, ei» Exemplar „zur gef. Ansicht" an Gesinnungsgenossen weiter zu geben. ME* Freunde unserer Blätter, die sich die Verbreitung derselbe» angelegen sein lassen wollen, erhalten aus Wunsch Exemplare gratis u. srauco; ebenso bereitwillig würden »vir einzelne Nummern an aufgcgebene Adressen gratis zur Kcnntnisinahmc versende». Die Pessach-Haggodo. II. Me vier Söhne. „Von viererlei Söhnen spricht die Thora: von einem weise», einem bösen, einem einfältigen und einem, der gar nichts zu fragen weiß". — Der Vater bei seinen Kindern and der Religionslehrer in der Schule, der zur öffentlichen Wirksamkeit in Israel Berufene, der zur Vertheidigung des Judenthums nach außen hin auf der Wacht Stehende, — viererlei Charactere werden ihnen entgegentreten, deren Eigenthümlichkeit maßgebend sein wird für die Maßnahmen, welche in pädagogischer, propagatorischer und apologetischer Hinsicht zu nehmen sind. Wochen- April. Nissan. Kalender. 1885. 5345. Donnerstag ■ 2 17 Ohol hamoed Omer 2 Freitag. . . 3 18 Pessach. „ 3 Sonnabend 4 19 <7,17). 4 Sonntag . . 5 20 5 Montag. . - 6 21 7. Festtag;. „ 6 Dienstag . . 7 22 8. » (7,23). „ 7 Mittwoch . . 8 23 Issru Chag. „ 8 Donnerstag . 9 24 „ 9 Freitag. . . 10 25 „ 10 Sonnabend 11 26 TÖlü (7,31). Perek 1. „ Ncnmondseinsegriunq. 11 Sonntag . . 12 27 „ 12 Montag. . . 13 28 „ 13 Dienstag . 14 29 „ 14 Mittwoch . . 35 30 1 Bosch Chodesch 15 Donnerstag . 10 1 / Jj»r- 16 Ein weiser Sohn ist derjenige, der von dem Gottesgedanken ausgeht; denn „Aller Weisheit Anfang ist Gottesfurcht": es giebt keine Weishcjt ohne Gottesjsnrcht und keine Gottesfurcht ohne Weisheit, nach altjüdischer Anschauung. Ein weises Kind fragt: „Welches sind die Zeugnisse, Gesetze und Vorschriften, welche der Ewige unser Gott Euch befohlen hat". Die Religion ist ihm göttlich, und auf das Göttliche in der Religion, auf das, was „Gott der Herr befohlen hat", was der Wille Gottes ist, was einerseits an sich das ewig Göttliche ist und was andererseits für die Erziehung der Menschen zum ewig Göttlichen nothwendig ist, sind seine Gedanken gerichtet. „Dem weisen Sohne sollst Du auch nach den Vorschriften des Pessach antworten: „Auf das Passah-Opfer soll nicht ein Nachtisch folgen" — sorge dafür, daß diese echte und rechte Gesinnung sich erhalte, daß nicht eine andere, ihr fremdartige, vielleicht gar entgegengesetzte, als Nachtisch folge. Das ist die rechte Gesinnung: Weisheit init Gottesfurcht, Gottesfurcht mit Weisheit! Ein böser Sohn ist derjenige, dem es wohl nicht an Weisheit, aber an Gottesfurcht gebricht. Ein böser Sohn fragt: „Was soll Euch dieser Dienst, diese Arbeit, diese Belästigung?" Die Richtung zu solcher Gottlosigkeit kann, nach