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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1885-01-29 · N° 5. (29.1.1885) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
16 (1885)
Issue
N° 5. (29.1.1885)
Date
1885-01-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 5 Magdeburg, 29. Ian«arAsI885 XVI. Mrg. r für die religiösen und socialen Intereffen des Judenthums. sr -» Wöchentlich erscheint je eine Nninncr der ..zvochenschrift". des ..Lamtliendlatt»" u. de? ,.Lit1erat«rblatt»". Preis für alle drei «lütter bei allen Postämtern . u. Buchhandlungen 3 Ts/LbltIs. vierteljührlick. Mit direkter Zusendung: jährlich 14 Mark. : nach dem AuSIanoe: 16 Mk. >8 fl., 20 Frcs.. 8 Rbl., 4 Dollars)., Einzelnunnnerii der „Wochenschrift" k 26 Pf-, deS „Littcratur-BlatlS" k 16 Pr. de« „Familien-BlaltS b. 10 Pf. Beraniwortlicher Redakteur und Herausgeber: Rabbiner »e. W. Aaymer in rchdeburq. für Wahrheit, Leiht rnd Friede«! K n fe v ii t r I für die „I 4 r a c l i l i i' ck e W o ch e n ' ch r i r t". J wie für daS „Jüdische Lilteratur-Blatt", ' die kleingespaltenc Petitzeilc oder deren Raum 96 Pf, sind entweder durch die Annoncen- | Erpeditioneil von C3-_ Xj_IDau-fee Sc Oo., ■ Tfcu.d.oif Ivdoss©, Haaaenstein Sc "Vogler n. A. oder direct ein.nlsenden au : j Die Dvpadttion der ..Zsraelit. Wachenl schritt" in Magdeburg. r IS Inhalt: Au die Verstünde der jüd. (gemeinde,, Deutschlands. Leitende Artikel: Eduard u, Hartmaun S politische gluschauuugcu Uber Jude» ,,»d Deutsche. — J»NI Rormallchrplan. Bon Rabbiner Dr. E a r o' Pilsen. Berichte und borresvoiidcnze»: Deutschland: Magdeburg. .. Berlin. — l7 beringelhein, — Frankfurt a. M. — Aus dem Braunschweigischen. Oesterreich Ungarn: Wien. — «im. — Aus Ungarn, lgrostbrilan nie,,. London. — Glasgow. Vermischte und neueste Nachrichten: Berlin. — Berlin. — Breslau. — Pose». rllordhausc». — Wriezcn. — Parchlm. — Memel. — «im. - Wien. — Paris. — Petersburg. — Joppe. — Joppe. — »lrcmentschig. — Algier. Inserate. — Briefkasten. Wochen- Januar. 1885. Sch’wat. 5845. Donnerstag . 29 18 Freitag . . . 30 14 Sonnabend 31 15 Sonntag . Febr. 1 16 Montag. . . 2 17 Dienstag . . 3 18 Mittwoch . . 4 19 Donnerstag . Ö 20 Kalender. Sch Sehiro (5,95) Chamischo Ossor. An die Vorstände der jüd. Gemeinden Deutschlands! Sammlung zur Ehrengave für de« Kelchskanzker Aurstrn Bismarck! Am I. April d. I. feiert der Reichskanzler Fürst Bismarck seinen 70. Geburtstag und sein SO jähriges Amlsjubiläum. In verschiedenen Städten und Landern beschäftigte man sich in den letzten Wochen mir der würdigen Gestaltung einer aus dieser Veranlassung zu veranstaltenden Jubelfeier. Allein alle diese Vorbereitungen trugen mehr oder minder eine» demonstrativen Charakter und gingen vom P a r t ei standpunkt aus. Eine Anzahl echt patriotischer Männer, an deren Spitze Namen vom beste» Klange stehen, hielt es daruin für angemessener, den 70. Geburtstag des Reichskanzlers zu einem allgemeinen Fest- und Friedenstage zu gestalten, an welchem die ganze Nation ohne Unterschied der Pa rtci stell un g und der Religion sich betheiligen könne. Dieser leitende Gesichtspunkt wurde denn auch i» der ersten Tomitösitzung von allen Theilnehmern adoptirt und thatsächlich durch die Art der Zusammensetzung des Comits's zuin Ausdruck gebracht; er wird sicherlich im ganzen Lande mit Freuden begrüßt werden. Dem Manne, welcher den wesentlichsten Antheil an Deutschlands Einheit und Größe hat, welcher den deutschen Namen in allen Ländern und Welttheile» zu einem so hochgeachteten gemacht, gebührt wahrlich der Dank der Nation und jedes Einzelnen, der sich als Deutscher fühlt. Der politische Standpunkt des Einzelne» kann darum für Niemand ein Hinderniß sei», dem großen Staatsmann den Zoll der Dankbarkeit darzubringen und seinen Jubeltag zu einem allgemeinem der deutschen Nation gestalten zu helfen. Mag Jeder im klebrigen den von ihm als richtigerkannten Grundsätzen treu bleiben, dies hindert aber durchaus nicht, in dem Fürsten Reichskanzler einen der größten Männer aller Zeiten, unstreitig den größten der Jetztzeit, zu bewundern und zu verehren. Unter alle» Vorwürfen, die man uns in den letzten Jahren entgegengeschleudert hat, hat keiner uns so schmerzlich berührt, als der, daß die Juden sich nach ihrer vollen Emancipation nicht dankbar bewiesen hätten. Wer aber den Charakter des Juden aus der Geschichte unseres Volkes kennt, weiß, daß er für erlvicsenes Gute stets ein dankbares Gedächtniß hat, und daß ihn nichts ungerechter trifft, als der Vorwurf der Undankbarkeit. Darum wollen wir auch jetzt, da al le Patrioten zusammengehen, um dem größten Sohne des Vaterlandes eine „Ehrengabe als Ausdruck des Dankes" darzubringen, nicht fehlen und nicht lässig sein, sondern in allen Kreisen uns jn regster Weise an den Sammlungen betheiligen. „Unser Ruf zur Mitwirkung ergeht an alle Deutsche" — heißt es in dem Aufruf des Central- Comits's. Wohlan denn! Keine jüdische Gemeinde in Deutschland stehe zurück, kein deutscher Jude schließe sich aus! Mögen die Vorstände in allen Gemeinden Sammlungen veranstalten und das Ergebniß derselben an den ersten .Vorsteher der jüdischen Gemeinde in her Hauptstadt des deutschen Reiches, an Herrn Justizrath Sigmund Meyer, (Span- - dauerstr. 63), der dem Ccntral-Comits angchört, einsenden. Es erklärt sich zur Uebermiticlung auch bereit — d ic Redaktion.

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