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Das jüdische Literaturblatt · 1880-09-18 · No. 38 u. 39. (18.9.1880) · p. Seite 156

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
9 (1880)
Issue
No. 38 u. 39. (18.9.1880)
Date
1880-09-18
Page
Seite 156 (sequence 8)
Language
German
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156 — Gabe des Sonnengottes“ (ß a\ dagegen wird Pharao nicht mehr wiedergegeben mit ״Sohn des Sonnengottes“ (Ra), sondern mit ״Grosshaus“, Herrscherhaus. Inter* essant ist die Bemerkung, dass die Benennungen ״Mizrajim“ und ״Aegypten“ sich im Grunde decken Mizraim ist ein semitischer Dual vom ägyptischen Worte met’er ״Mitte“; Aegypten (Aigyptos) ist offenbar entstanden aus Aqui-p-to, was so viel heisst, wie ״die Mitte des Landes“ Auf die Fülle chronologischer, geographischer, histori* scher und kunstgeschichtlicher Daten näher einzugehen, müssen wir uns mit Rücksicht auf den uns nur spär* lieh verstatteten Raum versagen. Wir verweisen zu diesem Behufe auf die Schrift selbst und halten uns überzeugt, dass ägyptologische Dilettanten und gebildete Laien sich gern in diese anregende und lesenswerthe Schrift vertiefen werden. Sohrau O/S. Dr. Immanuel Deutsch. Franke, Jul. Heinrich. Die Wissenschaft vom physischen, geistigen und socialen Leben auf der Grundläge einer einheitlichen Weltanschauung. Ein ärztlicher Wegweiser zur Kunst vernunftgemässen Lebens in gesunden und kranken Tagen. I. Hälfte. Berlin S. W. 1880. Verlag der C. Wortmannschen Buchhandlung, i 236 S. Gr. 8. Es taugt Alles Nichts! Die Religionen, wie die Medicin, die Erziehung wie die Politik — Idealphilosophie wie Materialismus! Kant und Schopenhawer und Darwin und Büchner — sie Alle kranken an der Doppeltheilung allen Wesens. Denken und Fühlen, Sinnlichkeit und Sittlichkeit ist dern Verfasser eins und so findet allein Göthe Gnade vor ihm. Dass er auch dem Stifter des Christenthums gerecht wird, erscheint als eine Jnconsequenz in seinem Systeme, als eine Concession an die Jugenderinnernngen. Vieles Einzelne ist geistvoll — aber das Ganze können wir doch nur als eine Verirrung bezeichnen, die unschädlich bleibt, weil das Buch auf die, die es lesen können, keinen Einfluss üben wird, und von der Menge nicht verstanden werden kann, also ungelesen bleibt. Schade ist’s allein, dass der Verfasser mit seinem reichen Wissen und seiner bedeutenden Denkkraft sich so verrannt hat. Coblenz. Dr. Lewin. A. v. Schweiger-Lerchenfeld, Das Frauenleben der Erde. Mit 200 Illustrationen. A. Hartleben’s Verlag in Wien, Pest und Leipzig. Das Werk erscheint in 30 Lieferungen ä 60 Pfg., von denen inzwischen bereits 6 Lieferungen ansgegeben sind. Dasselbe fasst durchaus auf ethnographischer Grundläge, ist hier und da mit historischen Reminiscenzen durchflochten und führt uns in eleganter Sprache an der Hand der Geschichte und der Poesie durch alle Völkerfamilien des Erdenrundes, stets genau die Stellung der Frau in der einzelnen Völkerfamilie markirend und die Unterschiede von anderen verwandten Völkern genau hervorhebend. Die ausserordentlich schöne und sehr sorgfältige Ausstattung des Buches, die in der That tadellosen Illustrationen, die Schönheit der Sprache und vor Allem die Hineinziehung der Poesien der einzelnen Völker über ihre Frauen in Verbindung mit dem so billigen Preise werden dem Werke sicherlich rasch Eingang bei unserer Frauenwelt verschaffen. Wir werden deshalb noch Veranlassung nehmen, auf den Fortgang des Werkes zurückzukommen. M. W. Notiz. In einem Briefe, den der in der deutschen Literaturgeschichte rühmlich bekannte Günther von Göcking, der liebenswürdige Episteldichter und Freund mehrerer Mitglieder des Hainbundes, z. B. Bürgers und Vossens, auf einer Dienstreise nach Posen (bald nach der Annexion Südpreussens im Jahre 1793) am 11. Juni 1793 an Gleim schrieb, kommt folgende Stelle über die Juden vor: ״Die Handwerker arbeiten schlecht. Die beste Arbeit aller Art machen noch die Juden, die alle Handwerke ohne Ausnahme treiben und in manchen Städten eigene Zünfte haben. Ueberhaupt ist bei dieser Volksklasse, wenn man den Theil des Adels ausnimmt, der Reisen ins Ausland gemacht hat, die mehrste Kultur. Ihre Anzahl wird sich in Südpreussen nahe an 150,000 Seelen erstrecken “ 1161] Im Commissionsverlage von August Schnurr in Pas walk ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen : Tosefla nach den Erfurter und Wiener Handschriften in 6 Lieferungen von Dr. M. S. Zuckcrmandel, Rabbiner in Pa sewalk. Preis complet 24 Mark Zum ersten Male liegt liier Tosel'ta in einer glänzenden Seperatausgabe vor. Durch Benutzung der beiden sehr alten Hand- Schriften sind die in den bisherigen Ausgaben vorhandenen Lücken ausgefiillt und durch die beigegebenen Parianten von zahllo^en Fehlern gereinigt. Die Parallelstellen verweisen auf die Citate von Jerusclialmi und Babli und auf Tosefta selbst. Um die baldige Drucklegung der Supplementlieierung, welche ausser der Fort- Setzung der deutschen Uebersicht mehrere ansführliche Register enthalten soll, zu ermöglichen, wird beim Herausgeber noch der Suhscriptiunspreis (3 Mark pro Liefg.) offen gelassen. Unbemittelte Cultusbeamte sowie Gelehrte, welche sich direct an den Herausgeber wenden, erhallen das Werk zu einem ermässigten Preise. Soeben ift erfdjienen: a) עיקרי התפלות :£>auptgebet־©tücfe mit einer bem äßorte gegenüberftcljenben Ueberfe^ung, nebft einem 2lnf)ange: Siegeln ber hebr. ®tarn־ matif. ©rfter ®beil entbaltenb ברוך שאמר, אשרי, ישתבח־רצה(בש״ע), מה טבו־ברית, יגדל ijireib 40 ft. 120 &t.) 11. $tKit btö ברכ׳המד 2c.‘ erfdjeint!ürjlidj. b) Sie Dritten Lieferungen uon למורי תורה unb תפלה לעני bie Ieid)tefte unb crfolgreidjfie Flethobe jum חומש unb זדי§^€&?1:1־תפלה. Sie erften unb arbeiten Lieferungen, זוסס ber ißreffe fefir giinftig beurtfjeilt uno in ca. 400 Schulen eingeführt. qßreiö ä Lief 3b 'fifg. (20 Är.) ®ie Ueberfefjung in allen 3 Sßerfen in folgen־ ber SBeife: 2Bie ic^ön finb 3 ,מה טינוm üinfang בראשית ®eine Seite 3acob אהלין* יעקב fd&uf ®בראא^ס Sejugäbebrngungen gegen ־Haar 10 ®jempl. aufammen 20°;״ :Habaft. $robeejenrplar ä 20 ^$f. ®et yeraubgeber 5♦ 233ieR«, Setter in Rettung 2517] (9it)einp1euf5en) ג״ב גם הלוחות הידועים יצאו בקרוב לאור, והנה אמר לכל יודעי שמי גמ׳ח״ט! 3« unferetn Verlage erfchien ioebeu unb ift bireft ז!0ט unb roie burcf» alle 33ucf)l)anblungen au belieben: (Senfationell!) SW״* (Senfationell!) itt t»cc!Sage, im ®rattta uttD tn i>ett ©eftfjidjte. 330tt SJSrofeffor »r. Sp. ®räfc. Serfaffer ber ®ejefädfie ber Quben 2c. 2c. I $reiö incl. ^Sorto 53 '$f.! $rotof<f)in, im September 1880. { 1162] II. Ii. Monascli A' Co., SBerlagbbanblung in ffirotofrijin. 0djulMd)er auä bem SSerlage »on fiNuttftiWtlu in $ r n n f f u r t n. 'TL »I&elDecfe?u 33iibingerb Dieligionsbuch, he* bräifcf) mit beutfdjer Üeberfefsung. 3 Auflage geb. 60.— .1<1ל. 3• Fi., §ebräifche Sprachlehre mit praltifcfjen Fufgaben jum ®ebtaudje beim Unterricht in ber f)ebr. Sprache. 1. Slbtbeilung 3. Sluflage geb. Fl. 1,60. 2. ״ geb. Ft. 1,30. 9ia^mcV/ Dr. Ft., §ebräifche ©djreib.-Lefe« gtbel mit litfjogr., jüb.־beutfd)en Sorfctjriften nebft Schreib־ unb Leferegeln. 5. »erm. 'Auflage geb. 'Fl. —.50. -®eftiltt fejata. £ebr. ©ebetbüchlein für israeuttfct)e 3ugettb jum erften Unterricht im Uebevfefceu metfjooifd^ eingerichtet unb mit äiocabularium u. grammatif offen SSorbenters lungert oerfeljen 6r ft er ßuvfuä. 5. 2lufi. geb. 'Ft. —■. 60. -3 ro e i t e r gurfuS. 5. fel)r Perm. SIufL geb. Fi. 1. — «(*)önfdircibcheftc, für jttb. ©urontfjrift. 4 .1peftc ftufentnäßig eingerichtet, öeftä 12 '451• Dr. 'Jiabbiner, ®laube unb Pflicht. Lehrbuch ber ibr. 3ieligiort für ©dfiu len. 3. Aufl. geb. Ft. 1. 40. Sei Sinführung günftigfte Sebingungen. aBieberuerfäufem Siabatt. 2J. Hauffmattn, 6udj(janblung. % x a n!f u r t fl. Verantwortlicher Redacteur Dr. Rahmcr in Magdeburg. Druck von R Horbach in Barby. Verlag von RobertFriese in Leipzig. ״izi.iSL

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