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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1880-10-01 · N° 40. (1.10.1880) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
11 (1880)
Issue
N° 40. (1.10.1880)
Date
1880-10-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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40. 1880. Israelische Jahrgang Wochen-Zchrift für die religiösen und socialen Interessen des Zudeuthums. Erscheint jeden Mittwoch u. kostet sammt dem wöchentlich erscheinenden „Jüdischen Literaturblatt" bei allen P o st ämtern und Buchhandlungen vierteljährlich 3 Mark. Mit direkter Zusendung: Nach Oesterreich 8 fl.: nach dem A u s l a n d e: 16 Mk. (SO Frcs. 8 Rub. 4 Dollars) jährlich. Verantwortlicher Redacteur und Herausgeber ^Rabbiner Dr. Kl. Wahrster in Magdeburgs - - Einzelnummern der „Wochenschrift" a 25 Pf., i _des »Literaturblatts" k i5 Pf._I Magdeburg, 1. Oktober. Inserate für die „Wochens chrif t", wie sür daS „I üdtscheLiteraturblatt", diedreigcsvaltene Petitzeile oder deren Raum werden mit SS Pf. berechnet und sind ausschließlich an die Central- I Annoncen-Expedition von G. L. Daube Sc Co., Frank, urt a. M., Magdeburg, Berlin, Hamburg, Cöln, München, Zürich, Wien, Parts rc. einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Wählet keinen Juden! Aufruf an die Deutschen und Christen in Magdeburg. Berichte nnd Correspondenzenr Deutschland: Magdeburg. Berlin. Aus Mecklenburg. Breslau. Myslowitz Stettin. Wiesenfeld. Kippenheim. Oesterreich: Krakau. Aus Mähren. Rumänien: Bukarest. Vermischte und neneste Nachrichten» Berlin. Lauenburg. Nicolai. Dessau. Mainz. Darmstadt. Hannover. Cöln. Budapest. Baja. Feuilleton» Chajim Prostak. — Zur Judenhatz-Llteratur. Inserate. Wlit dieser Nr. beginnt das vierte ÜMPffi» Quartal, auf welches das Abonnement bei der Post schleunigst mit 3 Mark zu bewerkstelligen ist. Bei direkter Zusendung treten 50 0f, sür Frankatur hinzu. Die Expedition. „Wählet keinen Juden! Aufruf an die Deutschen und Christen in Magdeburg." — also lautet die fette Aufschrift auf einem von Berlin ans an die hiesigen nichijüdischen Wahlmänner unter Streifband gesandten und auch sonst colportirlen Flugblatt, das wir nach dem bekannten Rathe Friedrichs des Großen — Pasquille und Pamphlete niedriger zu hängen, damit sie Jeder lesen und von der offenbaren Unwahrheit des Inhalts sich selbst überzeugen könne ___ hier wörtlich zum Abdruck bringen, in der festen ' Ueberzengung, daß auch jedem gebildeten Christen (siehe unter „Magdeburg") ob dieses neuesten „Spottgeburt" der Antisemiten-Liga die Schamröthe ins Antlitz steigen muffe und damit ist es gerichtet. Das famose, geist- und schamlose, mehr Ekel als Aerger erregende Flug- und Lugblatt lautet: „Unser deutsches und speciell unser preußisches Vaterland leidet schwer unter der allgemeinen Verjudung, die. stetig im Wachsthum begriffen, uns eine trostlose Zukunft in Aussicht stellt. Die Juden, eine fremde, von allen Völkern der Welt seit Jahrtausenden verachtete und gehaßte Nation, haben die Gutmüthigkeit und Liberalität, mit der wir ihnen bürgerliche Gleichberechtigung gewährt haben, in der schamlosesten Weise gemißbraucht. Die Juden haben es durch betrügerische Handels- und Geschäftspraktiken, durch schändlichen Wucher, erheuchelte Vaterlandsliebe und ihre glatte Ueberredungskunst dahin gebracht, daß wir in unserem eige¬ Wochen- Octoder 1880. Tisch ri 5641. Kalender. Freitag .... 1 26 Sonnabend . . 2 27 rPB'X-D (6 U. 13 M.) Sonntag.... 3 28 Neumondverkündigung. Montag .... 4 29 Dienstag . . . 5 30 | Rosch Chodesch Mittwoch . . . 6 1 J Cheschwan. Donnerstag . . 7 2 nen Lande nicht mehr die Herren, sondern ihre Diener geworden sind. Die Juden beherrschen die Börse und den Handel, sie haben das Handwerk vernichtet; sie überfluthen unsere Gymnasien und Universitäten, dringen in Staats¬ und städtische Aemter, sind Richter über die Deutschen und vereidigen die Christen aus das Bild des gekreuzigten Heilands. Die Juden sind Rechtsanwälte, denen wir unsere Rechtshändel, Aerzte, denen wir unser Leben, Lehrer, denen wir unsere Kinder anvertrauen. Die Juden schreiben unsere Zeitungen und verfälschen täglich die öffentliche Meinung, verdächtigen die Regierung und suchen die Liebe und Treue zu Kaiser und Reich, die wir Deutsche noch stets besessen, in unseren Herzen zu ersticken. Die Juden haben uns Glauben und Religion genommen, sie entblöden sich nicht, unsere christliche Kirche in schamloser Weise anzugreisen und zu besudeln. — Gottesfurcht, Königstreue, deutscher Geist und deutsche Redlichkeit, sie sangen an zu schwinden und zu weichen dem jüdischen Geist der Lüge und des Betruges, der unserm ganzen Zeitalter seinen unverkennbaren Stempel auszudrücken droht. Mitbürger, wenn auch im Preußischen Landtage der Berliner jüdische Stadtrath, Ludwig Löwe, prahlerisch behauptet hat, die Juden seien Deutsche, so ist dies dennoch nicht wahr. Die Juden mögen leben, wo sie wollen, in Rußland, England. Frankreich oder Deutschland, sie sind nie Russen, Engländer, Franzosen oder Deutsche, sie sind und bleiben Juden, Angehörige einer fremden, niedrigen Raffe. Bedenkt, wie sie Euch an allen Orten und bei jeder Gelegenheit betrügen, wie srech sie Eure heiligsten Gefühle verspotten nnd bewitzeln! Und dieses Gesindel, welches in immer neuen Massen durch den deutschen Osten herein - bricht, sollten Deutsche sein? Nein, Mitbürger! Deutsche

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