Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 11 (1880)
- Issue
- N° 9. (25.2.1880)
- Date
- 1880-02-25
- Page
- Seite 84 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 84 — Erstaunt blickte der Oberst um sich. Er glaubte diese Stimme zu kennen. Wer hatte diesen Schrei ausgestoßen. Nochmals näherte sich der Oberst der Gruppe. „Was geht hier vor?" fragte er. „Eine arme Wahnsinnige. Herr! verzeiht die Störung," sagte der Vagabonv, während er sich bemühte das Mädchen am Schreien zu hindern. „Laß sie!" sagte der Oberst gebieterisch, „die Sache kommt mir verdächtig vor. Zurück! sage ich, laßt das Mädchen los." „Mit Vergunst, Herr Oberst! das Mädchen ist mein, sie ist meine Tochter." „Zurück!" donnerte der junge Offizier nochmals und die Begleiter des Vagabonden trennten diesen von Sarah. „Wer bist Du, Mädchen? sprich! aus welchem Lande bist Du? Gar liebe Erinnerungen zaubert Dein Anblick mir vor; wie heißt Du? sprich, Hab Zutrauen zu mir, ich meine eS mit Dir gut." „Ihr seht Herr, fie versteht Euch nicht, sie ist wahn» sinnig," sagte der Vagabond. „Schweigt! bis Ihr gefragt werdet!" Während dieses Vorganges hatte Sarah unverwandt ihre Blicke auf den jungen Oberst gerichtet, ihres ganzen Seins schien sich ein Krampf bemächtiget zu haben, der lähmend auf den ganzen Körper wirkte. Doch der Geist schien plötzlich in fieberhafte Thätigkeit versetzt, ein namenloses Weh bemächtigte sich ihres Herzens und plötzlich entstürzte ein Thränenstrom ihren Augen. „Er hat Recht," sagte der Oberst mitleidig, „dies arme Geschöpf ist krank, gebt den Mann frei und gebt ihm das Mädchen." > „Jakob! mein Jakob!" schrie plötzlich Sarah und umschlang mit beiden Händen den Hals des Offiziers, „rette mich! rette mich!" „Wer bist Du, Mädchen?" sagte der Offizier mit Beklemmung. „Laßt sie, sie ist wahnsinnig!" schrie der Vagabond. „KennstDumichnicht,Jakob?ichbinSarah!" „Allmächliger" barmherziger Gott! Du, Sarah? mein Gott! mein Gott! was ist geschehen? wie kommst Du in diese Lage? Wie kommst Du hierher in diese rauhe Wildniß?" „Weiß ich es denn, ich war krank, sehr krank." „O, glaubt ihr nicht Herr, sie ist meine Tochter! ich schwöre eS Euch." „Er lügt, eS ist die Tochter des Rabbi Josua!" ließ sich plötzlich eine ernste Stimme im Rücken des Obersten vernehmen. Hastig wendete sich derselbe um. Der Sprecher war der Reb Calmi Gerson. an seiner Seite der bleiche Bocher. (Fortsetzung folgt.) Zum bevorstehenden Purim- und Peffach-Feste bringe ich mein reich haltiges Lager bester Koscher-Fleisch- und Wurstwaaren DE" Unter Aufsicht des hiesigen RabbinatS -WM zu nachstehend billigen Preisen in Erinnerung: a Pfd. 1 M. 40 Pf. Spickgans . :.2 M. 50 Pf. Gänsekeule.1 „ — „ Geräucherte Zunge . . . .4—6 „. — „ Räucherbrust.1 „ 30 „ Filet.1 „ 60 .. Rollschinken.. . 1 „ 40 „ Hamburger Rauchfleisch . . . 1 „ 40 „ Wiener a Paar. . . Jauersche.. Fraustädter ..... Saucischen k Paar . . 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