Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 8 (1877)
- Issue
- N° 51. (19.12.1877)
- Date
- 1877-12-19
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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M 51. 1877. srmelttjschr 8. Jahrgang. Wochen Schrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums. Erscheint jeden Mittwoch ».kostet sammt dem allwöchentlich erscheinende« .Jüd. Literaturblatt" von Rabd. 0r. M. Rah me r bei allen Postämtern u. Buchhandlungen vierteljährlich 3 Mark 50 P f. Mit direkter Zusendung: in Deutschlan» 12 Mk. (7 fl.); nach dem Ausland«: 15 Ml. <18 HrcS.) jährlich. Einzelnummern der „Wochenschrift" » 45 Pf. des „LireraturblattS" » 15 Pf. Peranlwocilicher Redakteur und Herausgeber Rabbiner vr. ä. Treueuftls in Stettin. -- Magdeburg, 19. Deeember. Inserat« für die „Woch«nschrift"oder da»„Litera» turblatt" a, 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile, oder deren Raum, find an die An» noneen-Trpedition von Haasenstein L Vogl«» in Magdeburg oder deren Filialen tn Deutschland, Oesterreich und der Schweiz einzusenden. — Größer« Aufträge werden rabattirt. Beilagen, 2000 Stück, werden mit 15 Mark berechnet. I n k> a l t: W-cheuvecember. Tebeth. Kalender. Leitende Artikel: Ein englisches Urtheil über die Parteistreitigkeiten 1877. 5638. . unter den deutschen Juden. Berichte und Eorrespondenzen: Deutschland: Magdeburg. Mittwoch . . . 19 13 Berlin. Saarlouis. Kattowitz. Kobylin. Donnerstag . . 20 14 Oesterreich: Krakau. Janow. Freitag .... 21 15 Vermischte und neueste Nachrichten: Berlin. Thorn Caffel. Sonnabend . . 22 16 TPT (Ende 4 U. 84 M.) Wien. Pest. Galizien. London. Constantinopel. Nerv-Aork. Calcutta. Sonntag . . . 23 17 Inserate. Montag.... 24 18 Feuilleton: Der Schwan von Toledo. Dienstag . . . 25 19 Abonnements-Einladung. , Mit dem 1. Januar 1878 tritt die „Israelitische J. Wochenschrift“ ihren neunten Jahrgang an. Sie hat mit der stetig zunehmenden Zahl ihrer Leser von Jahr zu Jahr auch an Umfang und Inhalt zugenommen. Auch im neuen Jahrgange wird da* „Jüdische Literatur blatt“ allwöchentlich erscheinen, und Kunde über die neuesten Erscheinungen ans dem Gebiete der jüdischen Literatur bringen. Für beide Blätter find viele neue Kräfte gewonnen. — Der jährliche AbonnementSPrei« für daS »Indische Literaturblatt" allein beträgt S Mark. DC* Für die Abonnenten der »Israelitischen Wochenschrift" jedoch bleibt der Preis für die »W o ch e n s ch r i f t" mit „Jüdischem Literaturblatt" bei allen Postavstalten und Buchhandlungen der bisherige: 10 Mark jährlich, 5 Mark halbjährlich, 2 Mark 50 Pf. vierteljährlich. Mit direeter, wöchentlicher, frankirter Zusendung kostet der ganze Jahrgang: a) Im Inländer 12 2Hark, b) Aach dem Anslande r IN Mark — pränumerando. Um Beschleunigung der Abonnements-Erneuerungen vor dem 26. d. Mts. wird ersucht, da sonst die Zustellung der ersten Nummern nicht garantirt werden kann. Die Expedition der „Israelitischen Wochenschrift“ in Magdeburg. »■ Freunden unseres Blatte«, welche bereit find, durch Empfehlung re. für dessen weiter- Verbreitung zu wirkem stellen wir zu diesem Zweck gern auf Verlangen Probe- Nummern zur Verfügung. <^in englisches Urtheil über die Parteistreitigkeiten unter den deutschen Juden. Das Londoner „Jewish-Chronicle", welches in seinem redaktionellen Theile stets in besonnener und maßvoller Weise für die Prinzipien des conservativen Judenthums eintritt, spricht sich in einem Leitartikel über die Parteigegensätze unter den Juden Deutschlands und Oesterreich-UngarnS aus. Die Worte enthalten durchaus nichts Neues, aber sie sind uns ganz aus ber Seele geredet und werden sicherlich auch die volle Zustimmung sehr vieler unter unfern Lesern finden. Und weil sie aus England kommen, wo Christ und Jude Deutschland als die Heimath des Unglaubens und der religiösen Reformsucht anfieht, wo Synagoge und Kirche im großen Ganzen dem Konservatismus huldigt, während gleichwohl die religiöse Bewegung Deutschlands von den Denkenden und und Gebildeten aufmerksam verfolgt wird, und man aus allen diesen Gründen den deutschen Zuständen und religiösen Parteifragen unbetheiligt und bedächtig gegenüber steht — darum erachten wir es für ersprießlich, das Votum des „Jew. Ehr." mitzutheilen. Es findet sich am Schluffe eines sehr ausführlichen Leitartikels, der sich gegen vr. Felix Adler's (in New-Dork) „Reformirtes Judenthum", d. h. eine von ihm unter diesem Titel in der „North American Review" veröffentlichte Abhandlung richtet. Wir glauben an unserm Theile, daß bamit dem Schreiben und Treiben des jungen Stürmers, welches in Amerika selbst gemeinhin schon als Humbug erkannt ist, zu viel Ehre und Bedeutung beigemeffen ist; doch ist das hier nebensächlich. „Jew. Ehr." weist nach, daß die Adler'schen Ansichten das Judenthum nicht „reformiren" sondern annulliren würden, und daß er und seines Gleichen nur eine ebenfalls unheilvolleReaktion Hervorrufen müffen. Denn die Ueberftürzung habe das allezeit bewirkt, in Politik wie in der Religion, im Christenthum wie im Judenthum. Dann heißt eS: »Das Judenthum arbeitete sich in der letzten Hälfte deS vorigen Jahrhunderts langsam und mühevoll, aber stetig, aus anhaltender Stagnation hrrvor. Ungeachtet des heftigen