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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1877-04-19 · N° 16. (19.4.1877) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
8 (1877)
Issue
N° 16. (19.4.1877)
Date
1877-04-19
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Inserate find der Beschleunigung wegen d ir e ct an die „KrpediLiorr der Isr. Wochenschrift in Wagdevnrg" einzusenden. Durch das Ableben unseres Rabbiners, soll die hiesige vacant gewordene Stelle durch einen p"öl der zugleich X*np blD und zeitgemäße Vorträge zu halten im Stande ist, besetzt werden. Das feste jährl Gehalt beträgt 900 Mark, verbunden mit freier Wohnung und werden außerdem noch 600 Mark jährlich als Nebeneinkommen gewährleistet. Bewerber, die von anerkannten Autoritäten rnan besitzen, wollen ihr Zeugnisie dem Unterzeichneten Corporationsvorstande einschicken. Reisekosten werden nur dem Gewählten entschädigt. [330 Schmiegel (Provinz Posen), den 10. April 1877. Der Corporation- Vorstand. Ein klassisch gebildete: Prediger und Religionslehrer, der mit nsnin mm versehen ist, wird für die hiesige Gemeinde verlangt. Gehalt 1800 Rmk, freie Wohnung und Nebeneinkünfte. Reflectanten wollen ihre Zeugnisse an den Synagogen-Vorstand Briefen (West-Pr.) einsenden. [340 Am 1. September d. I. soll die Lehrer- und Cantor-Stelle in hiesiger Gemeinde, dotirt mit einem Gehalte von 1500 Mark, anderweitig besetzt werden. Qualifizirte Bewerber wollen sich unter Franco-Einsendung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Rur solchchkönnen Berücksichtigung finden, die bei guten Qualifications-Zeugniffen auch über angenehme Stimmmittel zu verfügen haben. Lübbecke i/Westf, 25. März 1877. Der Vorstand der Synagogeugemeinde. M. E. Rosenberg. Für ein hübsches, gebildetes Mädchen aus sehr guter, religiöser Familie, häuslich erzogen, mit Mark 12,000 Mitgift, wird eine pasiende Partie, am liebsten ein Kaufmann, wenn auch Wittwer mit einem Kinde, gesucht. Reflectanten wollen vertrauensvoll ihre Adressen unter Chiffre L. G. 17. Haasenstein L5 Bögler in Frankfurt a. M. senden. [355 Prediger-Mauuheimer-Stistung. Am 17. October d. I. gelangen die Zinsen der „Prediger-Mannheimer-Stislung" zur Vertheilung. Anspruch auf diese Unterstützung haben Rabbinen, Prediger und Lehrer in Oesterreich, welche dienstunfähig geworden sind, oder deren Wittwen und Waisen. Die Bewerber müffen in einer Gemeinde, welche mindestens fünfzig Mitglieder zählt, wenigstens durch zehn Jahre das Amt in würdiger Weise verwaltett haben. Beamte großer, notorisch reicher Gemeinden sind ausgeschloffen Die Würdigkeit der betreffenden Beamten, sowie die Dienstunfähigkeit sind nachzuweisen. Gesuche sind längstens bis am 10. Juli d. I. an die israelitische Gemeindekanzlei in Wien unter der Adresse: „C u r a t o r i u m der Prediger-Mannheimer - Stiftung" zu übersenden. [350] Aufruf! Unsere Stadt ist von einem schweren Unglück betroffen worden. Die längst befürchtete Uebergehwemmung in ihrer grausigsten Gestalt, mit ihren schrecklichen Folgen hat uns wieder heimgesucht. Gewaltige Wasserfluthen ergiessen sich seit einigen Tagen unaufhaltsam über die fruchtbaren Fluren unserer Gegend, wie über die Strassen von 8ehwetz, alles verheerend, alles vernichtend, den Fleiss des Landmannes, wie die Arbeit und Sparsamkeit des Städters. Von allen Seiten der Stadt ertönen nur IVoth- und Hiilfe-Rufe; viele Familien sind durch das entfesselte Element brod- und obdachlos, viele Glaubensgenossen durch den Einsturz ihrer Häuser, durch den Verlust ihrer Habe ruinirt, an den Bettelstab gebracht worden. Familienväter, die sich sonst dureh Flei.-s und Rührigkeit redlich ernährt haben, sind nun ausser Stande, für die Ihrigen zu arbeiten und ihnen das tägliche Brod zu verschaffen. Wie traurig es in unserer Stadt aussieht, entzieht sich jeder Schilderung; die kleinsten Räume auf offenen Böden und Dachkammern dienen zu Haushaltungen für mehrere Familien, in denen sie das Pessaehfest abhalten. Zwar ist schon Vieles von uns geschehen, um der schrecklichen Noth möglichst zu steuern, aber es ist zu viel zu thun, um genügende Abhilfe zu schaffen, wozu unsere localen Mittel nicht ausreichen. Glaubensbruder, helfet, {rettet! Setzet uns durch milde Beiträge in den Stand, dem grossen Elende abzuhelfei«, gedenket Eurer unglücklichen Brüder, Eurer Glaubens- und Stammesgenossen. Wir wenden uns an Euer jüdisches warmes Herz, voll Vertrauen, dass es unsrem Rufe, unserer Bitte sich nicht verschliessen wird; und Gott der Allmächtige wird in den Tagen der Noth auch Eurer gedenken, wird es Euch tausendfach vergelten. Etwaige Unterstützungen bitten wir an den Mitunterzeichneten, Herrn 8. E. Hirsch einzusenden, und wird später über deren Eingang und Verwendung öffentlich Bericht erstattet werden. Schwetz, im März 1877. Das Hilfs- Comite für die jüdischen Ueberschwemmten in Schwetz und Kreis. Dr. Dancowiez, Rabbiner. Jacob Bieber. 8. L. Bnkofzer. X. 8. Brenner. 8. E. Hirsch. C. 8. Horwltz. Louis Rosenthal. 8. J. Cohn. H. Hlrscberg. Auch die Exped. der Isr. Wochenschr. in Magdeburg erklärt sich zur Empfangnahme und Ablieferung milder Beiträge bereit._ M. 30; Frau Johanna Blün hier M. 13; Frau Fanny Rothbarth hier M. 20; Frau Flora Rothbarth hier, am Todestage ihres sel. Gatten M. 18; Jacob und Salomon Feisenberger hier, am Todestage ihres sel. Vaters M. 50; Collecte des Herrn Jacob Gehner in Hammetburg M. 34.21; von den Hmrerbliebenen der Frau Therese Stern hier M. 50; von dem deutsch-israel. Lehrerverein bei seiner Auflösung M. 125; Ad. Hirsch in Oberingelheim am Todestage seines sei. Vaters M. 6; Frau Jstel hier M. 10; N. N. hier M. 3.50; Michel Heimann hier am Todestage seiner Tochter M. 17; Heinrich Henlö hier M. 20; Frau Regine Schlesinger in Hammelburg am Todestage ihres Bruders M. 0; Frau Felix Sachs h,er M. 20; von den Kindern des Herrn Uffenheimer in Weißendorf M. 3; Leopold Goldschmibt hier M. 50; Samuel Neustadt hier M. 20; zum 30. März M. 50; I. Metzger in München und S. Ortliev in Heidelberg bei der Hochzeit ihrer Kinder M» 100; Frau Julie Löwenstein hier, am Todestage ihres sel. Gatten M. 40; Gebrüder Löwenstein hier, am Todestage ihres sel. Vaters M. 60; Frau Julius Heimann hier desgl. M. 20. d. Zinsen M. 339 79 Pf. E s dürfte für Irden, namentlich aber für ' Kranke, welche in Zweifel darüber sind, was sie zur Beseitigung ihrer Leiden thun sollen, nicht uninteressant sein zu erfahren, daß in dem Büchelchen: Offener Brief » n Dr. Bruinsma die in dem vielfach angezeigtem Buche: „Dr. Airy's Naturheilmethode" abgedruckten Atteste näher besprochen werden. -—Wer sich davon überzeugen will, was Wahres an den Attesten ist, der lasse sich von Richter'» Verlagsanstalt in Leipzig obigen Brief kommen, welche denselben auf Francoverlangen gratis und franco versendet. £399 Achawa, Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer Wittwen und -Waisen in Deutschland. Einnahmeu im Monat März 1877. a. Mitglieder-Beiträge r Von Herrn I. Eckmann in Nienburg und G. Sender in Tholey — je 6 Mark, b. Ehrenmitglieder-Beiträge: Bon Herren B. Liebmann rn Wiesbaden, Direktor Dr. Rosenstock in Wolfendüttel, Siegm. Friedmann in Stralsund, Le o Lehmann in New-York, Adolf Hallgarten in New-York, Jacob Schiff in New-York, W. Bonn in New-York, Frau Sophie Beer in London, lcouis Fulo in London, Noö Kolb in Manchester, Carl Abenheimer in Heidelberg, Ludwig Lehmann in Heidelberg, M. Marburg in Hamburg, Julius Haarburger in Hamburg, Otto Cohn in Hannover, B. Golvmann in Hannover, Beruh. Baer in Macon. M. Cahen in Saarlouis, B. M Goldschmidt in Mannheim, sowie von 446 Ehrenmitgliedern in Frankfurt a. Main je 6 Mark. e. Geschenke; Von Herrn Dr. Rüls in Memel M. 5; Spende des Schülerbekleidungsvereins in Neiße Frankfurt a./M, 12. April 1877. Die Verwaltung. Briefkasten der Redaetion. Herren DDr. G. in H., 0. in B., D. in C., K. in W. Ihre zu Leitartikeln geeigneten und bestimmten Arbeiten können erst jetzt nach und nach zum Abdruck gelangen. — Hrri. B. Unsere Ansicht über die recht praktischen Vorschläge des Hrn. B. Hirsch bezüglich Palästina (in deffen jüngst im „Jrw. Chron." veröffentlichten Br,efe) hatten wir in einem Artikel für .ieseNr. niedergeschrieben, derselbe kann jedoch erst, weil wir andern Correfp. den Vorrang lassen mußten, in der nächsten Sir. zum Abdruck gelangen. Verlag der Expedition der „Israelitischen Wochenschrift" in Magdeburg. Druck von C. Scharnke m Barby.

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