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Israelitische Schulzeitung · 1882-04-01 · 4 (4.1882) · p. Seite 16

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Journal
Israelitische Schulzeitung
Volume
1 (1882). Bestand LBI
Issue
4 (4.1882)
Date
1882-04-01
Page
Seite 16 (sequence 4)
Language
German
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16 — nen wir durchausnicht theilen. Haben sich diese völlig unserm deutschen Wesen angeschlossen, dann wollen wir ihnen gewiß nicht die Berechtigung absprechen, bei uns als Lehrer angestellt zu werden. Die allermeisten Russen und Polen genügen nicht den Anforderungen, die man an den Lehrer unserer, die deutsche Sprache zu erlernen habenden Kinder stellen m u ß. Es ist uns daher unbegreiflich, wie Herr Wolff schreiben konnte: „Ihre Sprache u. Gewohnheit ist dem deutschen nicht sympathisch; das ist gewöhnlich die erste Ursache zu dem durchaus unberechtigten Vorurtheil." Das ist doch nicht „ein'durchaus unberechtigtes Vorurtheil," wenn die Eltern im Interesse der geistigen Entwickelung ihrer Kinder, wenn die Gemeindevorstände im Interesse der Heranwachsenden Generation, russische resp. polnische Lehrer wegen ihrer Sprache und Gewohnheiten für untauglich erklären, Lehrer deutscher Kinder zu sein? Ebenfalls ist uns unerklärlich, daß der Herr Vers, mit einer wahren Verbissenheit den „geprüften" Lehrer bebandelt Sehr schwach erscheint uns der Passus, Seite 42: „Ein geprüfter Lehrer ist nur der, der sich die Achtung seiner Gemeinde und seiner Mitbürger, die Liebe seiner Schüler zu erwerben versteht." (Dies ist wieder einer von den im Lapidarstil abgefaßten Sätzen.) Wir unterschreiben jedoch den Satz aus vollem Herzen, Seite 47: „Der Werth eines Menschen hängt nicht von einem Titel, sondern von seinen Leistungen, von seinen Fähigkeiten und seinem Charakter ab." Seite 50: „In einer orthodoxen Gemeide ist der Lehrer — im Falle kein Rabbiner dort fungirt — der religiöse Führer, der Lehrer und das Vorbild der Jugend." Wir freuen uns, daß Herr Wolff mit feinem Takte die Beziehung zwischen Rabbiner und Lehrer behandelt. — „Sie studieren Tag und Nacht und zwar zur Belustigung oder Belustigung der Nachbarn mit lauter Simme" (S. 67) soll sich wohl aus die Herren Prediger beziehen, aus dem Zusammenhang ist das nicht ersichtlich. Da der Herr Wolff in einer Fußnote auf den „Jüdischen Cantor", ein Blatt für alle Cultusbeamten" hinweift, so erklären mir nachdrücklichst, daß es vielleicht ein Organ speziell für Chasanim und Schächter sein kann, dem strebsamen jüd. Lehrer kann es durchaus nicht empfohlen ivWden. Um der Redaktion genanten Blattes „keine Demantie^u geben" sehen wir jetzt von einer Begründung ab. In Betrag des Vereins jüd. Lehrer von Rheinland u. Westfalen (S. 86.) scherk^sich der Vers, nicht genau orientirt zu haben. Es ist unrichtig „däß nur Elementarlehrer aufgenomnren werden." Recht drastisch geschildert ist S. 93 und slgde.: „Der Probe- Chasan"; voll gelungenen Humors ist S. 129: „Der mauschelnde Droschkenkutscher." Seite 160 stimmen wir mit dem Verfasser überein hinsichtlich der etymologische Bedeutung des „dawnen;" auch uns scheint die Ableitung von 221 dem sprachlichen Entwickelungsprozeß nicht angepaßt, und erklären uns auch für die Ableitung von 121 reden mit der Endung „rn" also dabbern und aus diesem „dabbern" ist nach dem Gesetze der Liquida „dawnen" entstanden, nicht, wie Herr Wolff sagt: „Man sagt auch k äscheren, duchenen." Auf das Gebiet der wirthschastlichen Resormvorschläge für den jüd. Lehrerstand vermögen wir dem Herrn Verfasser nicht zu folgen. Das Jnhaltsverzeichniß ist in Kürze folgendes: I. Der Lehrer in seinen Funktionen. 11. Qualifikationen UI. Verhältnisse. IV. Besondere Verhältnisse. (Der Probe Chasan). „Aus dem Tagebuche eines Wanderlehrers." Dann folgt: „Aus dem Gemeindeleben" mit den vier Typen, Herr Wolff nennt sie d'jzi nyinx. „Anhang" bildet den Schluß des Werkes, das wir hiermit empfohlen haben wollen. M. Spanier. Aus dem Spruchschatz des Talmud. Poetisch übertragen von Max Weinberg. (Fortsetzung von Nr. 3.) 11. Alles dankst Du Gott allein, Außer — gottesfürchtig-sein. 12. Das, was Du Gutes sprichst. Verhallt bald in den Winden, Doch was Du Gütest hu st. Wird ferne Zukunft künden. L’lnterprete The Interpretern L'Interpret© fraiiz. Journal für Deutsche; englisches Journal für Deutsche j; Italic. Journal für Deutsche mit erläuternden Anmsrkungen, alphabetischem VocabuTäre und vervolik mmneter Aussprachebezeichnung des Englische) uud Italienischen tion dieses Blattes entgegen genommen und weitere Ansknnft ertheilt. 2893] Eine Erzieherin, für höhere Schulanstalten geprüft, mnfikalisch, mit vorzüglichem Zengniß, sucht eine Stelle. Referenzen ertheilt Herr Rabbiner Dr. Gebhardt, Bromberg. 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De. {»ross, Rabbiner in Lundenburg (Mährm) „uwen. 2885] Ein nnverheiratheter jüdischer Lehrer, welcher die Fähigkeiten besitzt, «naben bis zur Quarta vorzubereiten und Religionsunterricht zn ertheilen, wird für eine Stadt Weftpreutzens zum , sofortigen Antritt zu engagiren gesucht. | Gefällige Offerten nnrer Anschluß der Zengniffe (tn Abschrift) werden sub Chiffre A. H. 1872 von der Expedi- ($) Die neu eingerichtete [1482 (§) ,}■»>" V ' 00„ B.EisenIi6ri{ I W empfiehlt sich dem geehrten hiesigen, sowie W H durchreisensen Publikum z. gef Benutzung (0) <| Magdeburg, Weinfaßstraße 5A. Ber aniwortUcher Redacreur Di-. ftalj.aer tn Magdeburg. Druck von H. Horbach in Bardy. Vertag von Rodert Friese in Leipzig.

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