Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 1874
- Issue
- 35 (1.9.1874)
- Date
- 1874-09-01
- Page
- Seite 280 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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280 erscheinen ferner Schulgärten, staubfreihe Plätze, Grasplätze oder bestreut mit ausgewaschenem Flußsand, nicht mit dem in Leipzig beliebten Augen und Lungen verderbenden gelben Sande, öftere Reinigung der Locale insbesondere des Turnsaales. Alles das kann die Schule, resp. die, die Schule unterhaltende Gemeinde thun. Und doch würde Alles wenig nützen, wenn nicht auch das Haus seine Schuldigkeit thut und richten wir die ernste Bitte an dieses, die Schule auch in ihren Bemühungen um das körperliche Wohl ihrer Kinder jederzeit in verständiger Weise zu unterstützen. Vermischtes. ״Was ist eitt PollakI" So ftagte jüngst ein Ge׳ meindemitglied den stammen Lehrer, der ihm einen solchen zur Unterstützung zugewiesen hatte. — ״Einstommer, gelehrter und armer Jude", antwortete dieser. ״Weit gefehlt", antwortete das witzige und intelligente Gemeindemitglied, ״ein Pollak ist ein Stück Gummi-Elasticum, das sich von Polen bis nach Aschkenas (Deutschland) zieht und hier — zusammenschnorrt." — Bingen a. Rhein. Beginn des Wintersemesters am 2. November t. Beste Referenzen. Prospecte gratis und franco. — Eintritt kann jederzeit erfolgen. v11• 62363•)_ Geschirr. Sobernheim. Lehr-Aflstalt und Pensionat für Knaben von in Das neue Schuljahr beginnt am 1. Oktober. Gründlicher Unterricht; | strenge Beaufsichtigung der Zöglinge; angenehmes Familienleben; gesunde Localitäten.! Prichsenstadt. Ein Religionslehrer, Vorbeter und Schächter. Gehalk incl. Nebenverdienste 600 fl. Meldungen an! den Cultusvorstand Wolf Löwenberger. I Schonungen b. Schweinfurt. Ein ' Religionslehrer, Vorbeter und Schächter, j Gehalt 250 fl. nebst freier Wohnung 1 und Heizung. Nebeneinkünfte nicht un-! bedeutend. Meldungen an den Cultus-! Vorstand S. Fleischmann. Näheres durch den Director Gombrich. Palmenzweige (grüne 1 Thlr., trockene 18 Sgr. a St.) sowie Myrthenzweige von 10—30 Zoll Länge (pr. Satz 10 bis 30 Sgr.) liefern wir wie alljährlich in schöner ritueller Qual, gegen Vorauszahlung. Wiederverkäufer erh. ansehnl. Rabatt. Gebt. Billein, Kunstgärtner in Erfurt. Hmlulatioiiskarlen zum Neujahrsfest den 12. September empfiehlt E. Mating sammker, Leipzig, Hainstraße 16. Papirrkanten in den schönsten Mustern ausgeschlagen, zur Verzierung der Schränke, Spinden rc. empfiehlt C. Mating Sammler, Leipzig Hainstraße 16. Vacanzen. Altstadt in Böhmen. Ein geprüfter Lehrer. Bedingungen: gediegene Kenntnisse der hebr. Sprache, lediger Stand. Gehalt 400—500 fl., sowie Quartier und Holz frei. Anmeldungen bis 15. Sept. Billigheim bei Mosbach a. N. Ein Religionslehrer, Vorbeter und Schächter. Gehalt 400 fl., 1 fl. 12 kr. Schulgeld für jedes Kind, freie in 4 Zimmern bestehende Wohnung, mindestens 100 fl. durch den Schächterdienst und bedeutende durch Privatunterricht zu erzielende Nebeneinkünfte. Meldungen an das großherz. Bezirksrabbinat: S. Weil. Bosen. Ein Lehrer und Vorbeter. Gehalt 250 Thlr. Antritt 1. October. Meldungen an Landrabbiner Goldmann in Birkenseld. Guttstadt in Ostpr. Ein Religionslehrer, Vorderer und Schächter, der auch befähigt ist, religiöse Vorträge zu halten. Gehalt 40d Thlr. Nebeneinkünfte circa 300 Thlr.! Herrnstadt in Schl. Ein Religionslehrer, Vorbeter und Schächter. Gehalt 160 Thlr. und Nebeneinkünfte. Antritt 15. Oct. Meldungen an den Vorstand Miodowski. Höringhansen. Ein Religionslehrer, Vorbeter und Schächter, welcher im Hebräischen und Deutschen gründlichen Unterricht ertheilen kann. Antritt I.Oct. oder früher. Gehalt 200 Thlr., freie Wohnung mit einem schönen 120 Meter großen Garten und nicht unbedeutende Nebeneinkünfte. Langen. Ein Religionslehrer, Vorsänger und Schächter. Gehalt 350 fl. Rusrus unä Kitte an alle eäken Menfälcnfrennäe um Unterstützung einer verwaisten, total verarmten unä geärückten Familie! Herr Hauptlehrer Oesterreicher von Diersburg, Vater von 9 unmündigen Kindern, erkrankte in Folge Anstrengung in seinem Berufe so sehr, daß er schon vor bereits 3 Wochen in das Hospital nach Straßburg verbracht und sich da einer sehr bedenklichen Operation unterwerfen mußte. Seine ebenfalls seit Jahren kränkliche uWD besorgte Gattin, welche ihn in den ersten Tagen in dem genannten Hospitale verpflegte, wurde daselbst von einer Ruhrkrankheit ergriffen und mußte vor acht Tagen nach Diersburg zurückkehren, woselbst sie nach kurzem aber schmerzlichen Krankenlager gestern Abend ihren Leiden erlag. Mit Worten läßt sich dieser traurige Fall kaum schildern. Der arme kranke Gatte und Vater weiß von diesem betrübenden Ereigniß nichts und darf es, wenn er nicht ein Opfer des Schreckens werden soll, bis zu seiner Genesung nicht erfahren. Die trauernden, verwaisten und verarmten Kinder beweinen den Verlust der und freie Wohnung. Nebeneinkünfte ca. 300 fl. Antritt I.Oct. Die Stelle wird Lebten Mutter, vom derz. Lehrer Jacob Bing warm; tft guter Rath tHeuer und muß empfohlen. Hilfe und Beistand bei Gott und guten Lohr a. M. Ein Religionslehrer, Menschen erfleht werden:*) Vorsänger und .Schächter. Gehalt circa Der Unterzeichnete bittet um baldige 400 fl. nebst freier Wohnung und Heizung, sowie Nebeneinkünfte. Meldungen beim Cultusvorstand I. Schloßmann. Pasewalk. Ein Prediger und Religionslehrer. Gehalt 500 Thlr. und Nebeneinkünfte. Unterstützung für die bedrängten Hinterbliebenen. Offenburg, den 2. August 1874. Stern, Lehrer. *) Die Redaction dieses Blattes ist zur Annahme und Besorgung milder Gaben bereit. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: I. Klingenstein inJngelheim. — Verlag und Druck von Heinrich Fischer & <50m Leipzig.