Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 1874
- Issue
- 30 (28.7.1874)
- Date
- 1874-07-28
- Page
- Seite 240 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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240 treffen wir auf Unduldsamkeit, Verfolgung und die daraus entspringenden Uebel. Zu welcher Epoche seit der Gründung des Christenthums hat das Schwert noch jemals in der Scheide geruht? Trinkt nicht die Erde immer noch das Blut ihrer Kinder? Wie kann man demnach behaupten, daß der Messias schon gekommen sei?" Münster. Dr. H. Zirndorf, Seminardirector. In London wird nächstens eine große Seltenheit zur Versteigerung gelangen: die 5 Bücher Mosis auf 60Lederhäute niedergeschrieben, deren jede 0,66 Meter breit ist und die zusammen eine Länge von 36*4 Meter besitzen. Dieses Manuscript wurde im 12. Jahrh. n. CH. verfertigt und vor einigen Jahren einer Synagoge in Palästina abgekauft. Vermißtes. Darmstadt. Der Hofschauspieler Lederer, welcher den Attentäter Bismarck's zuerst festnahm, ist Jude, aus Ungarn gebürtig. — Berichtigung. Im Referat über den Dresdener Verwaltungsbericht Nr. 27 sind folgende Druckfehler stehen geblieben: S. 210, Z. 17 v. u. statt: müssen lies muß. S. 211, Z. 2 ״ ״ ״ horrender lies horrenter. S. 211, Z. 29 ״ ״ ״ organisirt lies reorganisirt. Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin. "V erzeichniss der im Winter - Semester 1874/75 (vom 19. October an) zu haltenden Vorlesungen. Herr Dr. Cassel wird lesen: 1) Der Prophet Jesaja von Cap. 40 an: Montag, Dienstag u. Donnerstag 5—6 Uhr. 2) Die kabbalistische Literatur: Montag, Mittwoch und Donnerstag 5—6 Uhr. 3) Das jüdische Kalenderwesen: Dienstag 5—6 Uhr. Herr Dr. Geiger wird lesen 1) Einleitung in die historischen biblischen Schriften: Montag 9—11 Uhr. 2) Genesis: Mittwoch 9—11 Uhr. 3) ״Stellung, Lehrinhalt und Aufgäbe des Juden thums in der G egenwart": Ereitag 9—10 Uhr. 4) Abot: Freitag 10—11 Uhr. Herr Dr. Lewy wird lesen: 1) Einleitung in die Mischna: Mittwoch 4—5 Uhr. 2) Mischna Seraim: Dienstag und Donnerstag 10—11 Uhr. 3) Babylonischer Talmud, Pesachim statarisch: Montag, Mittwoch und Ereitag 11—1 Uhr. 4) Jore-Dea: Sonntag 8—10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 11 bis 12 Uhr. 5) Jerusalemischer Talmud Seraim: Sonnabend 2—4 Uhr. Herr Prof. Dr. Steinthal wird lesen: Die Entwickelung der religiösen Idee in den biblischen Schriften: Montag, Dienstag und Donnerstag 6—7 Uhr Abends. Alle Vorlesungen an der Hochschule sind unentgeltlich. Als Zuhörer für die Vorlesungen sind in erster Reihe die rite immatriculirten Studirenden der hiesigen Universtät — und zwar ohne Unterschied der Eacultät — in Aussicht genommen. Auch andere Personen können auf Grund besonderer Ermächtigung an den Vorlesungen Theil nehmen. Berlin, im Juli 1874. Das Curatoriuin derHochschule für die Wissenschaft des Judenthums. (RM.) Lazarus. Deutsch-jndischl Lehrer I. Wem Neisse 20 Sgr.; L Saarbrücken sandte Levy in Ottweiler, I. Gans in St. I Burbach, M. Simoi Ullmann in Burbo züglich seiner Ausl, Rheda, den 7. ,v Lehrer-Verein. traub und Hosch in ehrer Tiefenbromer in ür sich und die Herren: Marx in St. Johann, ohann, I. Schuer in t in Saarbrücken, A. ich pro 1873/74 abmen 4 Thlr. 11 Sgr. Juli 1874. K steimveg. Norzügli Taschentücher v> Bettzeuge re. lie Preisen unter gür Sigmund große che Leinen mdtücher, Gedecke, fert zu sehr billigen lstigen Conditionen Frank in Leipzig, r Blumenberg. Vac> Wir beabsichtiger kommende Vorbeter־ und mp. 1 unsere in Erledigung 2. Lehrerstelle bald, spätestens bis zum November c. zu besetzen und wollen seminaristisch gebildete Lehrer ihre Meldungen, von Zeugnissen begleitet, der Unterzeichneten Stelle einsenden. Die Stelle trägt neben freier Wohnung ein Fixum von mindestens 500 fl.; Nebeneinkünfte durch Privatunterricht 2c. mindestens 200 fl. Die Befähigung zur Leitung eines Chors ist erforderlich; die Kenntniß der Schechita, durch deren Ausübung das Nebeneinkommen sich um ein Beträchtliches erhöhen würde, wäre erwünscht. Butten Hausen (Württemberg), 15. Juni 1874. Israel. Borsteheramt. Rabb. Dr. Silberstein, Vorsitzender. Allssest in Oberfranken. Ein Reli- . gionslehrer (resp. Vorsänger und Schächter). Gehalt neben freier Wohnung 433 fl. als Lehrer und Vorsänger, 80—100 fl. als Schächter. Wöchentlich einmal ist der Religionsunterricht in dem 1*4 Stunden entfernten Hollfeld zu ertheilen. Neben- Verdienste niä)t unbedeutend. Meldungen an Michael Oppenheimer. Augsburg. Ein Vorbeter für die bevorstehenden Feiertage (Neujahr und Versöhnungstag). Meldungen mit Honoraranspruch an die Verwaltung der israel. Cultusgemeinde. Colberg.'^) Ein Cantorauf 3 bis 6 Monate (als Vertreter eines erkrankten Collegen). Düsseldorf. Ein Prediger. Meldungen an den Vorstand der Synagogengemeinde. Griesheim a. d. Riedbahn b. Darmstadt. Ein Religionslehrer. Gehalt 350 fl. außer Nebeneinkommen, nebst freier Wohnung. Meldungen an Elias Joseph. Neumark in Westpreußen. Ein Elementar-und Religionslehrer zum l.Octbr. Gehalt 450 Thlr. und freie Wohnung. Meldungen an den Vorstand der Synagogengemeinde. *) Nicht Coblcnz. wie irrthümlich in voriger Nunnner gedruckt war. Briefkasten der Expedition. Herrn S. Schiff in P.: Wir quittiren hiermit über 1 fl. Das Abonnement beträgt durch unsere Expedition per Kreuzband bezogen vierteljährlich 1 fl. 10 kr. ö. W. Das Fehlende können Sie ja bei Berichtigung des nächsten Quartals mit einsenden. Herrn Dr. W. in Manchester: Ihren Brief!: mit Einlage haben wir erhalten, und werden | wir die Zusendung ohne Unterbrechung erjj: folgen lassen. Für Ihre Glückwünsche unseren I besten Dank. : Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: I. Klingenstein in Ingelheim. — Verlag und Druck von Heinrich Fischer & So. m Leipzig. Hierzu eine Beilage der Buchhandlung von G. D. Bädeker in Essen. "dC