Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 1874
- Issue
- 17 (28.4.1874)
- Date
- 1874-04-28
- Page
- Seite 136 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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136 ® g t n. Ringen am Rkein. Fräulein Sobernheim aus Bingen, Tochter des verewigten, trefflichen Rabbiners daselbst, hat soeben in ihrer, für diesen Zweck so herrlich gelegenen Vaterstadt eine höhere Erziehungs-Anstalt für Töchter aus gebildeten Ständen gegründet. Ich kenne Fräulein Sobernheim seit vielen Jahren als vorzügliche in allen Schulfächern und in fremden Sprachen wohl bewanderte Lehrerin, wie auch als einen, in jeder Pflichterfüllung treu bewährten Charakter und kann daher ihre Anstalt allen Eltern auf's Beste und Wärmste empfehlen. Fankfurt a. M., im April 1874. Rabbiner Dr. Leopold Stein. Auf Vorstehendes bezugnehmend, empfehlen wir unsere Mädchen-Erziehungs-Anstalt einer geneigten Beachtung. Die tüchtigsten Lehrkräfte, die wir für unsere Anstalt gewonnen, sowie unsere eigenen Erfahrungen auf dem Gebiete des Unterrichtes und der Erziehung, eine in dem schönsten Theile der Stadt gelegene, gesunde Wohnung und ein gemüthliches Familienleben vereinigen sich in unserer Anstalt, um den uns anzuvertrauenden Zöglingen ein körperliches und geistiges Gedeihen in reichem Maße zu Theil werden zu lassen. Auskunft über die Leistungsfähigkeit der Anstalt crtheilen gerne die Herren: Dr. Leopold Stein in Frankfurt a. M., Dr. Ludwig Philippsohn in Bonn, Dr. Süßkind in Wiesbaden, D1-. Landsberger in Darmstadt, Di׳. Rothschild in Alzey, Ben Israel in Coblenz, M. Lebrecht in Bingen am Rhein. Das Sommersemester beginnt am 18. Mai d. I. und wolle man gefällige Anmeldüngen richten an Geschwister Sobernheim Prospekte gratis. Bingen am Rh ein. Israelitisches knaben-pensionat und Erzirhrmgs- Justitnt in Cassel. Knaben, welche die hiesigen höheren Schulen, als: Gymnasium, Realschule I. Lrdnnng, Gewerbeschule, besuchen wollen, finden von Michaelis d. I. ab in meinem Hause liebevolle Aufnahme. Beaufsichtigung und Nachhülse in allen Schularbeiten, gewissenhafte körperliche Pflege, sowie äußerst sorgfältige religiös-sittliche Erziehung werden zugefichert. Auf Wunsch erhalten die mir anvertrauten Zöglinge auch Unterricht in der Musik, sowie in sämmtlichen Handelswiffenschaften. Anmeldungen wolle man gef. baldigst an mich richten, da solche später nicht mehr berücksichtigt werden können. Beste Referenzen. W. Buxbaum, Lehrer. Die durch den Tod des Lehrer Leeser in hiesiger Gemeinde erledigte Lehrer- und Cantor- Stelle soll baldmöglichst wieder besetzt werden. Qualificirte Bewerber wollen sich gefälligst unter Einsendung ihrer Zeugnisse franco bei dem Unterzeichneten melden. Lübbecke in Westfalen. Der Borstand. M. E Rosenberg. /put deutscher verheiratheter Israelit, 32 Jahre alt, sucht eine Stelle in einer Gemeinde als Religionslehrer, Schächter und Borbeter. Reflectanten belieben sich zu melden beim hiesigen Rabb. Hrn. B. Rosenfeld oder direct beim Unterzeichneten H. Casper in Gollub. Zwei junge und gebildete israelitische Damen, aus achtbarer Familie, sind geneigt, als Gesellschafterinnen oder auch zur Aushülse der Hausfrau eine Stelle anzunehmen. Reflectirende gebildete israelitische Familien wollen gefälligst Adressen abgeben: B. B. Exp. d. Bl. ׳ Widerlegung. Der allgemeinen Behauptung, daß israe- Mische Religionslehrer rar seien, wird hiermit entgegengetreten, indem wir unseren seitherigen Lehrer Herrn A. Levy aus Fischborn (bei Hanau), den wir aus Gründen, die für die Oeffentlichkeit nicht passend sind, nicht behalten wollen, trotz allen Mitteln nicht los werden können, sogar wird derselbe die hiesige Gemeinde verklagen. Bobenhausen, den 19. April 1874. Der Vorttaird. R eilst_ Wegen Bestellung von Exemplaren, Einsendung von Abonnementsgeldern 11. dergl. wolle man sich nur an die Verlagshand־ lung von Joh. Fr. Hartknoch in Leipzig wenden. Hochschule fiir die Wissenschaft des Judenthums in Berlin. Verzeichnis; der im 8ommer-8emester 1874 (vom 20. Aprif an) zu haltenden Vorlesungen.*) Herr Dr. Cassel wird lesen: 1) Das Aramäische in der jüdischen Literatur: Montag, Mittwoch und Freitag 10—11 Uhr. 2) Einleitung in die synagogale Literatur: Montag, Mittwoch und Freitag 11 bis 12 Uhr. Herr Dr. Geiger wird lesen: 1) Allgemeine Einleitung in die Wissenschaft des Judenthums: Freitag Morgens 7—8 Uhr. 2) Einleitung in die älteren historischen biblischen Schriften: Donnerstag Morgens 7—9 Uhr. 3) Genesis: Dienstag Morgens 7—9 Uhr. 4) Abot: Mittwoch Morgens 7—8 Uhr. Herr Dr. Lewy wird lesen: 1) Einleitung in die Mischna: Mittwoch Abends 6—7 Uhr. 2) Mischna: Montag und Freitag 8 bis 9 Uhr. 3) Babylonischer Talmud, statarisch: Sonntag 8—10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9—11 Uhr. 4) Jore dea: Montag 9—10 Uhr, Mittwoch 8—10 Uhr, Freitag 9—10 Uhr. 5) Privatissime Jerusalemischer Talmud: Sonnabend 2—4 Uhr. Herr Prof. Dr. Steinthal wird lesen: Deuteronomium: Montag, Dienstag u. Donnerstag Abends 7—8 Uhr. Alle Vorlesungen an der Hochschule sind unentgeltlich. Als Zuhörer für die Vorlesungen sind in erster Reihe die rite immatriculirten Studirenden der hiesigen Universität — und zwar ohne Unterschied der Facultät — in Aussicht genommen. Auch andere Personen können auf Grund besonderer Ermächtigung an den Vorlesungen Theil nehmen. Die Anmeldung erfolgt bei dem zeitigen Vorsitzenden des Lehrercollcgiums, Herrn Dr. Geiger, vom 10. bis 19. April (incl.) Abends 0—7 Uhr, in seiner Wohnung, Rosenthaler Straße 40: dagegen vom 24. April bis zum 13. Mai (incl.) Dienstag und Donnerstag 9—10 Uhr, Mittwoch u. Freitag 8—9 Uhr, im Lokale der Hochschule: Unter den Linden 4 a. Berlin, im März 1874. Ia8 Euraiorium der jjoififAufc für die lötffcn־ fdiaft des Jadentflams. Lazarus. *) Durch einen sehr bedauerlichen Jrrthum verspätet. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: I. Klingenstein in Ingelheim. — Verlag von Johann Friedrich Hartknoch in Leipzig. Druck von Heinrich Fischer & Co. m Leipzig.