Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 1873
- Issue
- 29 (16.7.1873)
- Date
- 1873-07-16
- Page
- Seite 232 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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282 t ig t n. Durch alle Buchhandlungen und Postanstalten zu beziehen: 3)eut|d1e 3)id1tcrlmllc (Redakteur: Organ für lyrische Dichtkunst und Kritik. In ihrem poetischen Tlieik bringt sie auserlesene Griginakbeiträge unserer hervorragendsten Dichter, so daß sich jeder Jahrgang zu einem poetischen Hausschatz aus den besten ungedruckten Erzeugnissen der zeitgenössischen Dichtkunst gestaltet: der Kritische Theil bringt feuilletonistische und polemische Aufsätze in frischer, pikanter Sprache, sowie kunstwissenschaftliche Untersuchungen. Mitarbeiter: Karl Beck, Ludwig Bauer, Wilhelm Buchholz, Dräxler-Manfred, Ernst Eckstein, Emanuel Geibel, Julius Grosse, Klaus Groth, Robert Hamerling, Paul Heyse, Hoffmann v. Fallersleben, Gottfried Kinkel, Fr. v. Kobell, Alb. Lindner, Herm. Lingg, Max Moltke, Müller von der Werra, Adolf Pichler, Otto Prechtler, Julius Rodenberg, Julius Schanz, Hermann Schund, Karl Stetten, Julius Sturm, Feodor Wehl, Karl Zettel. Die nächste Nummer wird außer dichterischen Beiträgen unserer hervorragendsten Mitarbeiter ein autograhhirtes Gedicht von Wieland und im seuilletonistischen Theil einen höchst fesselnden Aufsatz: ״Wie ich von der Lyrik abkam" von Karl Gutzkow enthalten. Monatlich 2 Nummern. Vierteljährlicher Abonnementspreis DE" l&k Sgr. Inserate finden weiteste Verbreitung. Preis pro Zeile 2 Sgr. Herlrrg von Ich. Hrietlr. Hartchoch m ^eiMig. Wegen Bestellung von Exemplaren, Einsendung von Abonnementsgeldern u. dergl. wolle man sieb nur an die Verlagsbandlung von *loh. Fr. Hartknoch in L e i p z i g wenden. Billiges Werk! Jllustrirte Familienbibliothek unter Mitwirkung beliebter Schriftsteller und Fachmänner herausgegeben. Mit 9 Tonbildern und mehrere Text-Jll. Lex. 8v. 492 Seiten nur 15 Gr. Bei Siegismund & Volkening in Leipzig. Vacanz der Cantor- und Lehrerstelle. In der hiesigen Gemeinde ist die Stelle des ersten Cantors und Hilssreligionslehrers zu besetzen. Wir suchen einen musikalisch gebildeten mit einer schönen Stimme begabten Cantor, der gleichzeitig befähigt ist, als Hilfsreligionslehrer zu fungiren. Der fixe Gehalt beträgt je nach Leistung fl. 800 bis fl. 1000 pr. Jahr. Da nur 8 bis 12 Unterrichtsstunden pro Woche erforderlich sind, so ist Gelegenheit geboten, mehrere hundert Gulden durch Privatunterricht zu erzielen. Sofortige Bewerbungen in Begleitung von Zeugnissen sind erwünscht. Worms a. Rhein, 24. Juni 1873. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde dahier. G In meinem Hause finden Schüler, welche das hiesige Gymnasium oder die Realschule besuchen wollen, freundliche Aufnahme. Vorbereitung bis Tertia, Nachhülfe. Rector E. Landau. Zum nächsten Oktober wird die Stelle eines Religionslehrers und Cantors bei der hiesigen israelitischen Gemeinde vacant. Gehalt 350 fl. nebst freier Wohnung und Heizung des Schullocals. Unverheirathete Bewerber wollen ihre Qualificationszeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand baldigst portofrei einsenden. Flonheim (Rheinhessen), im Juli 1873. I. Klein. Verlag von Jok. Fr. Kartknock in Leipzig. Culturbikäer aus ttttd von Dr. Hermann Göll, Professor und Prorector am Gyüinasium zu Schleiz. Zweite, bericktigte unä vermekrte Auslage. 3Bände. Gr.8. Elegantbrosch. 3Thlr. 18Sgr. Elegant gebunden 475 Thlr. Eines der empfehlenswertesten Werke für gebildete Leser, denen es bei ihrer Lectüre eben nicht blos um Unterhaltung zu thun ist, die aber den schwerfälligen gelehrten Apparat nicht gern mit in den Kauf nehmen. Durck alle Auckkanäkungen zu beziekea. Soeben erschien und ist durch jede Buch- Handlung zu beziehen: Jukia Kavanagk'8 neuester Roman: ״Bessy“. Autorisirte deutsche Ausgabe. 6 Bde. gr. 8°. Eleg. brosch. 5 Thlr. Leipzig. Joh. Friede. Hartknoch. Dringende Oitte an edle Menschenfreunde! Ein israelitischer Handiverksmann, Vater von sechs unerzogenen Kindern, in einer kleiiren Stadt, ist in der traurigsten Lage, weil ihm sein Haus wegen Baufälligkeit polizeilich geschlossen werden soll. Derselbe, ein fleißiger und treuer Arbeiter, ein Ehrenmann, ist natürlich nicht im Stande, durch seiner Hände Arbeit die Mittel zum Wiederaufbau — ca. fl. 1000. — zu erschwingen: schon die kümmerliche Lebensfristung der zahlreichen Familie ist schwer für den jüdischen Handwerksmann, dessen Geschäft am Sabbath ganz und Sonntag theilweise ruht. Die Gemeinde kann nicht j helfen: die Gegend ist eine armselige —, und i den Namen zu nennen, vermögen wir ebenfalls nicht: aus leicht begreiflichen Gründen. Wohl noch nie war jüdische Wohlthätigkeit mehr am Platze. Es wird darum dringend gebeten! Die verehrliche Redaction wird die Güte haben. Gaben in Empfang zu nehmen und der Bestimmung zuzuführen. Ein Freund des armen Familienvaters. Wir schließen uns aus tiefster Seele der obigen Bitte an. Der Fall war uns, obwohl der Ort weit von hier entfernt ist, schon seit einigen Jahren bekannt und haben wir seiner einmal vorübergehend im ״Synodalblatt" erwähnt. Der Mann suchte sich in dieser Zeit zu helfen, ohne die Wohlthätigkeit in Ansprach zu nehmen — vergeblich! Im Winter d. I. glaubten wir, ihm durch eine kleine Unterstützung den Anfang des Umbaues ermöglichen zu können, nachdem die polizeiliche Schließung bereits angedroht war. Allein die Kosten stellten sich bedeutender heraus, als anfänglich geglaubt wurde. Mieth- Wohnungen gibt es in jenem Städtchen für solche Familien nicht. Wir können aus tiefster Ueberzeugung sagen, daß nie eine Unterstützung mehr geboten war. wenn wir noch bedenken, wie sehr von Vielen unserer Glaubensgenossen besonders das Handwerk empfohlen wurde und hier ein Fall vorliegt, wo gerade die Treue zum Handwerk die Noth veranlaßt. Wir sind deshalb gerne bereit. Gaben entgegenzunehmen, in diesem Blatte zu quittiren und in der richtigen Weise zu verwenden. Ober-Ingelheim, 25. Juni 1873. Die Redaction d. ״Jüdischen Volkszcitung". Erhalten von I)r. Leopold Stein in Frankfurt a. M. 5 fl., Ungenannt, Poststempel Großkarben 2 fl.. Ungenannt 17 fl. 30 kr., PH. I. Bonn in Frankfurt a. M. 15 fl., Michael ׳ Steiner aus Kaiserslautern 5 fl., Ferd. Wiener in Pforzheim 2 fl., K. Marx, , Lehrer in Alsheim 1 fl. 45 kr., Samuel Treidels Familie in Mayen 3 fl. 30 kr. Zusammen bis heute 51 fl. 30 kr. Ober-Ingelheim, den 12. Juli 1873. I. Klingcnstein. Hierzu als Beilage der ״Israelitische Lehrer". Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: I- Klingenstein in Ingelheim. — Verlag von Johann Friedrich Hartknoch in Leipzig. Druck von Heinrich Fischer & Co. in Leipzig.