Mannheim
Compact Memory

Jüdische Volkszeitung · 1873-07-02 · 27 (2.7.1873) · p. Seite 216

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
1873
Issue
27 (2.7.1873)
Date
1873-07-02
Page
Seite 216 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9588641-9578452-9578687--244-9578695
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

216 ttgc n. Durch alle Buchhandlungen und Postanstalten zu beziehen: Deutle dichter 11 alle (Redakteur: Organ für lyrische Dichtkunst und Kritik. In ihrem xvetifcken Tkeik bringt sie auserlesene Grigiaakbeiträge unserer hervorragendsten Dichter, so daß sich jeder Jahrgang zu einem poetischen Hausschatz aus den besten ungedruckten Erzeugnissen der zeitgenössischen Dichtkunst gestaltet: der Kritisch« Theil bringt seuilletonistische und polemische Aufsätze in frischer, pikanter Sprache, sowie kunstwissenschaftliche Untersuchungen. Mitarbeiter: Karl Beck, Ludwig Bauer, Wilhelm Buchholz, Dräxler-Manfred, Ernst Eckstein, Emanuel Geibcl, Julius Grosse, Klaus Groth, Robert Hamerling, Paul Heyse, Hoffmann v. Fallersleben, Gottfried Kinkel, Fr. v. Aobell, Alb. Lindner, Herm. Lingg, Max Moltkc, Müller von der Werra, Adolf Pichler, Otto Prechtler, Julius Rodenberg, Julius Schanz, Hermann Schmid, Karl Stetten, Julius Sturm, Feodor Wehl, Karl Zettel. Die nächste Nummer wird außer dichterischen Beiträgen unserer hervorragendsten Mitarbeiter ein autographirtes Gedicht von Wieland und im feuilletonistischen Theil einen höchst fesselnden Aufsatz: ״Wie ich von der Lyrik abkam" von Karl Gutzkow enthalten. Monatlich 2 Nummern. Vierteljährlicher Abonnementspreis iPF12% ־ Sgr. -WM Inserate finden weiteste Verbreitung. Preis pro Zeile 2 Sgr. m M Milk. Mlchnoch in Ach-jg. In meinem Hause finden Schüler, welche das hiesige Gymnasium oder die Realschule besuchen wollen, freundliche Aufnahme. Vorbereitung bis Tertia, Nachhülse. Rector E. Landau. HW». Herein zur Uiiterstühimz fiiffsßalürftiger israef. üclircr, Mrcr-lflittaen 11. -fflaifen in Jeut^kaml. Wir besitzen noch einen großen Theil der verschiedenen Jahrgänge unseres Vereinsbuches. Dasselbe, ein anerkannt gutes Volksbuch, mit Arbeiten von den besten Schriftstellern Deutschlands dürfte sich als Lektüre, zu Festgeschenken rc. für alle jüdischen Kreise bestens empfehlen. Um aufzuräumen, ist der Preis gegen baar eines Jahrganges — 18 Bogen — auf nur 5 Sgr. 18 Lr. herabgesetzt. Man wolle dabei nicht außer Acht lassen, daß man zugleich die Kasse unseres Vereins, die so wohlthätig zu wirken berufen ist, unterstützt. Wir empfehlen daher unseren geschätzten Lesern, insbesondere den Lehrern, für die Verbreitung nach Kräften thätig sein zu wollen. Zu beziehen durch jede Buchhandlung, insbesondere Oscar Leiner in Leipzig, Joseph Weiß in Alzey, Julius Bcnzian in Berlin und durch den Herausgeber dieser Zeitschrift Joseph Klingeustein in Ober-Ingelheim. i Wichtig für jüdische unverhei- | rathete Herren und Damen. Heirathsv er mittel ungen. Ein jüdischer älterer Lehrer, der in einer größeren Stadt gebürtig ist und längere Zeit in mehreren großen jüdischen Gemeinden gelebt hat und auch in größeren und kleineren Landgemeinden sehr bekannt ist, vermittelt in discretionärster Weise Partien. Näheres! unter Chiffre 8. B. poste restante Gaualgesheim. In der Synagogengemeinde Oberstein ist die Stelle eines geprüften Religions- und Elementarlehrers, der zugleich den Vorbeterdienst versehen muß» vacant und sofort zu besetzen. Gehalt 400 Thlr. mit Aussicht auf definitive Anstellung und Gehaltserhöhung durch Alterszulagen bis zu 500 Thlrn. Meldüngen, von Zeugnissen über Befähigung und bisherige Führung begleitet, nimmt der Unterzeichnete entgegen. Birkenfeld, den 13. Juni 1873. Goldman«, Landrabbiner. Zwei Lehrlinge werden in einem Manufacturwaarengeschäfte in Frankfurt a. M. gegen sehr günstige Bedingungen gesucht. Die verehrliche Redaction d. Bl. kennt das Haus und wird die Güte haben, Auskunft zu geben. Näheres direct auch unter Chiffre G. T. 33. poste restante Frankfurt a. M. 3)rinflcnde iJittc an edle illcnfcficnfrcundc! Ein israelitischer Handwerksmann, Vater von sechs unerzogenen Kindern, in einer kleinen Stadt, ist in der traurigsten Lage, weil ihm sein Haus wegen Baufälligkeit polizeilich geschloffen werden soll. Derselbe, ein fleißiger und treuer Arbeiter, ein Ehrenmann, ist natürlich nicht im Stande, durch seiner Hände Arbeit die Mittel zum Wiederaufbau — ca. fl. 1000. — zu erschwingen: schon die kümmerliche Lebensfristung der zahlreichen Familie ist schwer für den jüdischen Handwerksmann, dessen Geschäft am Sabbath ganz und Sonntag theilweise ruht. Die Gemeinde kann nicht helfen: die Gegend ist eine armselige —, und den Namen zu nennen, vermögen wir ebenfalls nicht: aus leicht begreiflichen Gründen. Wohl noch nie war jüdische Wohlthätigkeit mehr am Platze. Es wird darum dringend gebeten! Die verehrliche Redaction wird die Güte haben. Gaben in Empfang zu nehmen und der Bestimmung zuzusühren. Ein Freund des arme»! Familienvaters. Wir schließen uns aus tiefster Seeleder obigen Bitte an. Der Fall war uns, obwohl der Ort weit von hier entfernt ist, schon seit einigen Jahren bekannt und haben wir seiner einmal vorübergehend im ״Synodalblatt" erwähnt. Der Mann suchte sich in dieser Zeit zu helfen, ohne die Wohlthätigkeit in Anspruch zu nehmen — vergeblich! Im Winter d. I. glaubten wir, ihm durch eine kleine Unterstützung den Anfang des Umbaues ermöglichen zu können, nachdem die polizeiliche Schließung bereits angedroht war. Allein die Kosten stellten sich bedeutender heraus, als anfänglich geglaubt wurde. Mieth- Wohnungen gibt es in jenem Städtchen für solche Familien nicht. Wir können aus tiefster Ueberzeugung sagen, daß nie eine Unterstützung mehr geboten war, wenn wir noch bedenken, wie sehr von Vielen unserer Glaubensgenossen besonders das Handwerk empfohlen wurde und hier ein Fall vorliegt, wo gerade die Treue zum Handwerk die Noth veranlaßt. Wir sind deshalb gerne bereit. Gaben entgegenzunehmen, in diesem Blatte zu quittiren und in der richtigen Weise zu verwenden. Ober-Ingelheim, 25. Juni 1873. Die Redaction d. ״Indischen Volkszcitung". Vacanz der Cantor- und Lehrerstelle. In der hiesigen Gemeinde ist die Stelle des ersten Cantors und Hilfsreligionslehrers zu besetzen. Wir suchen einen musikalisch gebildeten mit einer schönen Stimme begabten Cantor, der gleichzeitig befähigt ist, als Hilfsreligionslehrer zu fungiren. Der fixe Gehalt beträgt je nach Leistung fl. 800 bis fl. 1000 pr. Jahr. Da nur 8 bis 12 Unterrichtsstunden pro Woche erforderlich sind, so ist' Gelegenheit geboten, mehrere hundert Gulden durch Privatunterricht zu erzielen. Sofortige Bewerbungen in Begleitung von Zeugnissen sind erwünscht. Worms a. Rhein. 24. Juni 1873. Der Vorstand der israelitischen Rcligionsgcmcinde dahier. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: I. Klingenstein in Ingelheim. — Verlag von Johann Friedrich Hartknoch in Leipzig. Druck von Heinrich Fischer & Co. in Leivzig.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.