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Jüdische Volkszeitung · 1873-06-25 · 26 (25.6.1873) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
1873
Issue
26 (25.6.1873)
Date
1873-06-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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׳־■ץ■• '־^ל* ■ •*יי■;ג*#*4^5י **יי Jüdische Volkszeit«ng Wochenschrift tit!?rcttntlc tlcS Kestekklingel» nehmen alle Postanstalten und Buchhandlungen an. Preis viertelsährlich!?1k Ngr. in Ermrin^I nnh Ir^nlr^ ^nngngs nnh Herausgegeben von I. HlwgrnslkM in Ingelheim, bisher Herausgeber des ״Jsr. Lehrer" und des ״Synodalblatt". Inserate find an die Verlagshandlung von Joh. Friedr. Hartknoch in Leipzig zu senden. Preis der 3gesp. Zeile 2 Ngr. N0. 26. Leipzig, den 25. Juni. 1873. I n k» ll k t: An unsere Leser! — Die Synode, eine Nothwendigkeit? — Correspondenzen: Leipzig, Lemberg, Gaya. — Rundschau. — Feuilleton: David Einhand (Fortsetzung.) — Anzeigen. Hn unsere Aeser! Mit der nächsten Nummer beginnt das vierte Quartal der ״Jüdischen Volkszeitung". Wir werden auch in der Folge unverdrossen eintreten für den entschiedenen Fortschritt wie für die Einigung, Er- Haltung und Befestigung des Judenthums, der Gemeinden und deren Institutionen. Wir werden zu diesem Behufs den Bestrebungen der Synode, des Gemeindebunds und der Allianz treu und hingebend unsere Kräfte widmen. Wir werden nicht ermüden, wie seither, in der Monatsbeilage — dem ״Israelitischen Lehrer" — für den deutsch-israelitischen Lehrerverein und die Achawa zu wirken. Mehr als je ist in diesem Momente die thätige Theilnähme für diese Bestrebungen heilige Psticht eines jeden denkenden Israeliten. Denn mehr als je erhebt der Zelotismus sein stnsteres Haupt, und entwickelt alle seine Macht und eine einer guten Sache würdige Thätigkeit, um die jüdischen Gemeinden in ihren Grundfesten zu erschüttern, die Einheit des Judenthums zu unterwühlen und auf Trümmern den Zerstörern und dem Fanatismus Altäre der Finsterniß zu errichten. Die dringlich werdende Reorganisation der jüdischen Gemeindeverfassungen auf Grund der neuen Kirchengesetze bietet hierzu willkommene Gelegenheit. Und wir sollten müssig zusehen, wie all das Gute und Schöne, was unsere Väter und wir erstrebt und errungen haben, muthwillig zu Grunde gerichtet wird? Wir könnten die Gefahren unterschätzen, die dieses Thun für unser Heiligstes, für das Licht des Judenthums in Geist und Herz unserer Kinder hat? Wir müssen offen und ungescheut austreten in der Presse, dieser gewaltigen Macht in der gegenwärtigen Culturbewegung. Wir müssen uns einmüthig schaaren um ein Panier, und auch unserer religiösen Richtung wieder zum Einfluß verhelfen auf die Umgestaltung des religiösen und Gemeindelebens. Wir werden in dieser unserer Zeitschrift dieser Aufgabe treu bleiben und erwarten die muthige und thätige Unterstützung aller Gesinnungsgenossen. Mögen diese nur einmal für unsere Zeitschrift thun, was die Orthodoxie tagtäglich für die ihrigen thut. Dann siegt das Licht, nicht die Finstemiß! Unsere nächsten Nummern werden eine ganze Reihe Kereits vorbereiteter Leitartikel bringen, die auf die wichtigsten Zeitfragen Bezug haben. Vor Allem den Schluß von ״Die corporative Verfassung der preußischen Synagogengemeinden rc."; dann: Lebensfragen des Judenthums; Die Schnorrer und ihre frommen Beschützer; Die Trauergebräuche; Der Opfercultus; Synodalftagen und -Aufgaben; Die sociale Frage und das Judenthum u. s. w. In Correspondenzen und Rundschau bieten wir stets das aus dem jüdischen Leben, was für das jüdische Volk Interesse haben kann. Im Feuilleton finden unsere Leser zur Zeit eine anerkannt vorzügliche, spannende und gemüthsreiche Novelle von Dr. Eduard Kulke: David Einhand. Neu eintretende Abonnenten erhalten die Nummern 21—26, in welchen der Anfang, gegen Einsendung von 10 Ngr. in Briefmarken.

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