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Juedischer Almanach für Gross-Rumänien · 1922-01-01 · 1. Jahrgang = 1922/23 Exemplar LBI · p. Seite 136

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Journal
Juedischer Almanach für Gross-Rumänien
Volume
1. Jahrgang = 1922/23 Exemplar LBI
Date
1922-01-01
Page
Seite 136 (sequence 150)
Language
German
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IRI
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136 Rettet die hungernden jüdischen Kinder in Rußland. Sehet die sterbenden Kinder! Die eingefallene Brust, das abgemagerte Skelett, die Augen noch im Tode vor Schreck weit geöffnet. Sie verstehen nicht, was mit ihnen geschieht. Sie wollen essen, die armen Kinder, sie sterben! Sehet das sterbende Kind! Es bittet für seine noch lebenden Kameraden, klein und verlassen wie es selber ist. Helfet ihnen, rettet wenigstens eines von ihnen! Es bedarf ja dazu nur einer kleinen Summe, nur 12 Lei pro Tag. Für diese kleine Summe erhält das Kind nicht nur Nahrung, sondern auch Kleidung, Schuhe und sanitäre Hilfe. Für ca. 4000 Lei jährlich kann ein Kind vollkommen erhalten werden. Wenn Ihr nicht helfet, werdet Ihr mitschuldig sein daran, dass zu dem Berge jüdischer Kinderleichen neue Gräber hinzukommen. Schon jetzt gibt es derer zu viele. Bald wird die ganze Ukraine in einen grossen Friedhof verwandelt sein. Blicket auf die sterbenden Kinder und fraget Euch selbst, ob Ihr schon Euere Pflicht erfüllt habet! Und wenn Euer. Gewissen mit „Nein“ antwortet, dann spendet für die verhungernden Kinder durch das Hilfskomitee Euerer Stadt für die Errichtung der jüdischen Kinderküchen in der Ukraina, welche von der Exekutive der jüdischen Welthilfskonferenz unter Mithilfe der „Internationalen Union für Kinderhilfe“ gegründet werden. Die Küchen werden auf den Namen derjenigen Organisationen oder Ortschaften errichtet, welche eine grössere Summe für die Errichtung einer solchen Küche gespendet haben. Spenden aus d. Bukowina u. dem Regat nimmt entgegen das: Jüdische Emigrationskomitee, Cernäuti, str. Heine 1 und seine Provinzabteilungen. in welchem alle jüdischen Parteien ausnahmlos vertreten sind.*) Spenden für dieses Komitee nehmen auch alle Bukowinaer Banken in Czernowitz and in der Provinz und alle Czernowitzer Wechselstuben auf Konto „Jüdisches Emigrationskomitee, Kinderfond“ entgegen. In Bessarabien sind Spenden zu schicken an das: Jüdische Emigrationskomitee, Chi§inäu, Sinadino 69. Die Spender in Transilvanien und im Banat können ihre Beiträge vorläufig an das Czernowitzer Komitee schicken, bis ein Komitee in Cluj errichtet werden wird. Die Million Juden Großrumäniens muß mindestens die Erhaltung von Kinderküchen für 500 Kinder für ein Jahr sicherstellen! _ *) Das Komitee wird von Dr. Markus Krämer, Mitglied des Zentralrates der jüdischen Welthilfskonferenz, geleitet.

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