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Juedischer Almanach für Gross-Rumänien · 1922-01-01 · 1. Jahrgang = 1922/23 Exemplar LBI · p. [Seite]

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Journal
Juedischer Almanach für Gross-Rumänien
Volume
1. Jahrgang = 1922/23 Exemplar LBI
Date
1922-01-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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IRI
…/7938572-9582826--022-9575366
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Dr. Salomon Kassner, Czernowitz. Die Juden in Großrumänien. In den alipierten Provinzen. „ . . . romanische Kulfur aber gebiefei allen Leitern „Großrumäniens“, bei den romanischen Bürgern, die einer anderen Rasse angehören, dieselben seelischen Güter nicht nur zu schonen, sondern ihre Pflege auch zu fördern“ N. Jorga (K. Geschichte des rom. V. 1922). Der Weltkrieg hat Qrossrumänien geschaffen. Während nach der letzten amtlichen Volkszählung im Jahre 1912 Rumänien noch 7,234.919 Einwohner aufwies, ist diese Zahl nach dem Kriege durch die Vereinigung mit den „alipierten“ (angeschlossenen) Gebieten "auf mehr als 15 Millionen Einwohner gestiegen. Die Vereinigung der Rumänen des Mutterlandes ist aber nicht bloss mit den Stammesgenossen, sondern auch mit der anderen Bevölkerung: im Banat, in Bessarabien, in der Bukowina, in der Marmorosch (ehern, ungarische Gebietsteile) und in Siebenbürgen erfolgt; die nationale Gliederung der Bevölkerung in Rumänien ist daher eine ganz andere geworden. 1m vorwiegend national einheitlichen Rumänien,-in dem die Bevölkerung fast ausschliesslich griechisch-orientalischer Religion und rumänischer Nation war, konnte man von einem einheitlichen Staatsvolke sprechen; Grossrumänien ist aber ein Nationalitätenstaat geworden, weil es eine Anzahl nichtrumänischer Völkerschaften (ca. 4 Millionen) mitübernommen hat. Mit diesen Nationalitäten muss sich Grossrumänien jetzt auseinandersetzen und zu einer Verständigung gelangen. Ins- . besondere mit den Juden. Rumänien war seit jeher ein Land, in dem eine starke Vermehrung der Bevölkerung verzeichnet wurde. Im Jahre 1850 waren in Rumänien 4 Millionen Einwohner, ungefähr ein halbes Jahrhundert später, im Jahre 1899, ergab die Volkszählung bereits 5,956.690 Seelen, diese Zahl ist im Jahre 1912 um 21.5 Prozent und nach dem Weltkriege um mehr als das Dreifache gewachsen. Dieses Ziffernverhältnis wird bei der 2

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