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Jüdisches Familienblatt · 1886-01-01 · 48 (1886) · p. Seite 188

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1886
Issue
48 (1886)
Date
1886-01-01
Page
Seite 188 (sequence 4)
Language
German
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188 veranschlagt war?" „Ja wohl, Majestät, weniger". — „D a s höre ich zum ersten Male, seit ich König (von Ungarn) bin", bemerkte der Herrscher lächelnd. Aus der- Zeit Friedrich Wilhelm I. erzählt der „Bär" über die vom Jagdschloß König Wusterhausen abgehaltenen Jagden u. A. folgendes: „Die auf der Jagd erlegten Wildschweine (bei größeren Jagden belief sich ihre Zahl zuweilen auf 1000 bis 2000, einmal sogar auf 3600) mußten die Juden zu einer bestimmten Taxe — 3 bis 4 Thaler — kaufen; denjenigen, die sich dagegen sträubten, wurden die Thiere vor die Thür gelegt und da sie gezwungen waren, die Taxe zu erlegen, mußten sie auch nolevs vo1en8 das unerwünschte Wildpret verkaufen oder — verschenken. __ Aus dem Spruchschatz des Talmud. Poetisch übertragen von Max Weinberg. Nur seinem Weibe stirbt der Mann, Dem Manne nur die Frau, Viel Andre geht es auch noch an, Doch keinen so genan. Die Traube mag flehen Für der Blätter Bestehen * -i- * Das Gewand Verräth den Stand * * * Kommst du, spricht Gott, zur Zeit zu mir, So bleib' ich auch nicht ans bei Dir. Das Grad Daniels. Nr. 22 des „Globus" enthält folgende kurze Beschreibung dcs Propheten grobes: Das Grab Daniels liegt am Fuße einer hohen Terrasse, welche im Lande mit dem Namen Kalch Schus (die Festung Susa) bezeichnet wird; den Fuß des Heiligthums bespült ein sumpfiger Bach, der Schaur, welcher sich in den Ab Dizful ergießt. Das Denkmal steht in keinem Verhältnisse zu seinem Rufe und zu dem Eifer der zahlreichen Pilger, welche ihm in jedem Jchre ihren Besuch abstatten. Wenn man durch das Thor von Dizful eintritt, sieht man zunächst Mauern aus Erde und ein massives Eingangsthor; man würde glauben, von einem mit Mauern umschlossenen Dorfe sich zu befinden, wenn nicht ein im Innern stehender, in der Form eines Zuckerhntes aufgcführter Thurm den Zweck des Gebäudes andeutete. Bogengänge schließen sich zu beiden Seiten' des HeiligthuinS an und dienen den Tempelwächtern und einigen Viehhirten zum Aufenthaltsorte. Die Betrachtung des eigentlichen Heiligthums ist den Besuchern nicht erlaubt. L. Hörwitz. Monumenta Germaniae paedagogica. Unter diesem Titel sollen in Berlin unter der Redaction Karl Kehrbachs und unter Mitwirkung tüchtiger Fachgelehrten die Bausteine zu einer umfassenden Geschichte des gesammten Unterrichts- und E r z i eh u n g s w esen von den frühesten Zeiten an — unter Vermeidung jeder politischen oder confessionellcn Parteifärbung — in den Ländern deutscher Zunge (Deutschland, Oesterreich, Schweiz, Ostseeprovinzen) zusammengetragen werden. Selbstredend wird auch dem jüdischen Unterrichts- und Erziehungswesen, auf das besonders durch Dr. Güdemanns wissenschaftliche Leistungen auf diesem Gebiete die Aufmerksamkeit der deutschen Gelehrtenwelt hingelenkt wurde, ein nicht unbeträchtlicher Raum in diesen „Monumenten" angewiesen werden. — Die umsichtige Redaktion konnte in der Thal keinen geeignetern Bearbeiter dieses wichtigen Theiles finden, als den genannten Verfasser der dreibändigen „Geschichte des Erziehungswesens bei den Juden während des Mittelalters". Fürchte nicht! - zpy 'TO mn b« Furcht ist eine Frucht der Angsterziehung, Die meist den Muth nicht wachsen läßt; Ueberwindung, ernste Selbstbemühung Bildet Herz und Geist charakterfest. Biedermann kann frei die Stirne zeigen, Geht cs ihm auf Erden noch so schlecht; Furcht und Flucht ist nur dem Feigen eigen, Der sich scheuet vor Gesetz und Recht. Fürchten soll man nur das höchste Wesen, Ehrfurcht ihm, der uns das Leben gab; Er durchschaut die Guten, wie die Bösen, All' ihr Sinnen bis zum kühlen Grab. Berlin. Louis Schwartz. iitlflet-Ausgaben. Zum Wochenabschnitt Toldoth. Von C. in R I. Deutsches Kogogryph. Im Wasser kann man's sehen, Doch niemals auf dem Lande; Wird's End' am Aistang stehen Bracht's Esau einstmals Schande. II. Deutsches Kogogryph. Der fromme Jude wird's nicht preisen, Auch ohne Kopf es nicht verspeisen. III. Kalligraphisches Ralhsel. Schreibt man's mit deutschen Zeichen nieder, So trifft bei Jakob man es an; Kommt nun ein Punkt an eins der Glieder, Beim kleinen Moses sieht man's dann. IV. Zweisprachiges Homonym. Was deutsch fast allen Pflanzen eigen; Der Abschnitt „Toldoth" kann es zeigen. Auslösuag der Rättiset i« »or. Ur. I. Gera (Stadt in Deutschland, n*l3=Vio Schekel). Gerar (Stadt in Philistäa). II. Ab, Ar, arba (V2^dr---4). Abarbanel. III. heißt Deckel und Armband. Herr Cohen-Rees sendet d-ie Lösung der Nr. II als folgendes Arithmogryph (mit Lösung): Der Mann im Spanierland Wär dir noch nicht bekannt? Die Zeichenpaare 1 und 2 Nennen dir den Vater, 2$ Dagegen aber 2 und 3 Den Sohn, dem er Berather; "D Und kennst du nun auch 3 und 4, So hast du auch den Lehrer, Und 4 und 5 sie zeigen dir Den Sohn, des Hauses Mehrer. £ Mit 5 und 6 trittst du wohl hin Zu dem, was 6 und 7 zeigt; h* Ist fromm dein Herz und rein dein Sinn, Zu ihm empor dein Wunsch auch steigt. Die Anfangsbuchstaben von oben nach unten bilden mit dem ersten und letzten zweimal das Wort Verantwortlicher Redactcur Dr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L. Wolfs. Magdeburg. Verlag von Robert Friese, Leipzig.

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