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Jüdisches Familienblatt · 1886-01-01 · 42 (1886) · p. Seite 166

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1886
Issue
42 (1886)
Date
1886-01-01
Page
Seite 166 (sequence 4)
Language
German
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166 hatte, der aber zum großen Aergerniß der Gemeinde sich dieser Aufgabe in keiner Weise gewachsen zeigte, hat nach beendetem Uu88a^-Gebet, dem Vorsteher der Gemeinde mit der sonsthin nicht üblicher Dankesformel heran: Jascher'kanach Schmied! — „Warum Schmied? fragte dieser stutzig; ich bin doch kein Schmied?" „Nun! sagte der Herr Vorsteher, so wenig „Ihr ein Schmied seid, so wenig seid Ihr auch ein Chasan." — Sprachs und entfernte sich. M. "W. Das Sterben Mose s. Nach einer arabischen Sage. Mitten in dem Wüstensande Der Arabiens Land durchzieht, Ragen himmelhohe Felsen Riesenpfeiler von Granit. Wuchtig dumpfe Hammeftchläge Fallen in den Mauerstein, Engel graben eine Höhle — Soll noch heut vollendet sein. Heißer Tag — und nirgend Kühle In der glüh'ndcn Wüstenluft; Nur der Fels schützt vor der Schwüle, Schatten nur gewährt die Gruft. Seht, ein Greis mit Silberhaaren Naht, von Thatendrang durchglüht, Von Jugendmuth die Augen strahlen Arm und Geist sind ihm nicht müd'. Mose ist's der Gottesstreiter, Der dem Volk die Thora gab, Juda's Lehrer, Juda's Leiter- Auf dem langen Wüstenpfad. Müde von des Tages Hitze Eilt er auf den Felsen zu, Sucht nach einem schatt'gen Sitze Sehnend sich nach kurzer Nutz. Und im kühlen Felsenschooße Halten noch die Engel Wacht „Sagt, für wen habt Ihr", fragt Mose Diese frische Gruft gemacht? Diese Gruft, antworten jene, Gott uns auszuhau'n gebot, Will in dieser Felsenhöhle Bergen ewig ein Kleinod. Ahnungslos sinkt Mose nieder — Und ein Engel aus dem Kreis Fächelt Paradiesesdüfte, Und entschlummert ist der Greis. Ja, es schlummert dort nur Mose; Herz und Geist sind wach noch heut, Denn sie leben in der Lehre — Leben fort für ew'ge Zeit. Karlsruhe. .Rebecca Treitel. Psalm 23. Gott ist mein Hirt; Nichts mangeln wird, Da er auf grüner Au' mich weidet, An stille Wasser mich geleitet, Meine Seele labt und führet mich Auf rechtem Pfade sicherlich. Und wandelt' ich im Todesthal, Nicht fürcht' ich Leid, nicht sürcht' ich Qual; Du bist, wenn mich der Sturm umtost, Mir Stütz' und Stab und Halt und Trost. — Du reichst — macht's auch dem Feind Verdruß — Mir Lebensfreud' im Ueberfluß. O möchte doch für alle Zeilen Des Höchsten Liebe mich geleiten, Und seine Nähe Kraft mir leih'n, Mich allzeit seinem Dienst zu weih'n. — A. Plant — Detmold. Aas dem Sprach! chah des Talmad. Poetisch übertragen von Max Weinberg. Willst Du des Lasters Wege geh'n, Sie steh'n Dir frei, Und zieht Dich's zu der Tugend Höh'n Gott steht Dir bei. * * * O Menschenkind, der Gottheit Preis! Das Höh'res als — ein Kleid nicht weiß. ->- * * Ein prächtig Wort, das Wunder thut: Gott hat's geschickt, drum ist cs gut. iithsel-Aufgabe«. I. Deatsches Silbea-Riithsel. Von W. Sturmann. Aus folgenden 31 Silben sind 11 Worte zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten und deren Endbuchstaben von unten nach oben gelesen, zwei jüd. Feiertage ergeben. Die Silben lauten: а, ah, clio, dom, e, e, hi, in, ja, ja, je, ka, lech, li, li, ma, ine, ment, mo, mus, ner, no, ra, ra, rat, ri, ru, sehe, stru. ta, ze. Die Worte bezeichnen: 1. Einen Tannai. 2. Einen ausgestorbenen Jndianerstamm. 3. Eine Stadt im heiligen Lande. 4. Einen biblischen Namen. 5. Ein Werkzeug. б. Einen Berg in Asien. 7. Einen biblischen Namen. 8. Einen Namen im Buche Ruth. 9. Eine Stadt in Russisch-Polen. 10. Einen Hohenpriester 11. Einen jüd. Monatsnamen. II. Deatsches Kogogrqph. Von 6. in R. Wenn auch noch so oft man's hört, Der Kluge wird's nicht glauben; Wird's um einen Lailt vermehrt, Sieht man's am Fest der Lauben. III. Deatsches Mort-RSthsrl. Von 6. in R Es läuft das erste ohne Rast, Das zweite bietet krüft'ge Mast; Gewöhnlich an dem ersten steht Das Ganze, das am Fest ihr seht. TV. Deutsches Morlrathset. Von 6. in R. Einen Meister in der Töne Reich Erkennt man in dem ersten Wort sogleich; Seine Schöpfung — was sie ist fiir's Ohr, Geht deutlich aus dem zweiten Wort hervor. Unbedeutend ist des ganzen Werth, Doch nimnier dem, der Gott damit verehrt. Auflösung der Rathsrl i« Ur. 41. I. Verhöhnung, Versöhnung. II. (Fasten.) Juni. m. (unser Vater), (Wir haben gefehlt.) IV. Fest, Strauß (Feststrauß.) Verantwortlicher Rcdacteur vr. Ra hm er, Magdeburg. Druck von D. L. Wolfs, Magdeburg. Verlag von Robert Friese, Leipzig.

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