Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 7 (17.2.1938)
- Date
- 1938-02-17
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
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u n a b h fl n 0 Mit der Übernahm« von 3 Blätter ist das Abonnement anerkannt. § ORTHODOXES ORGAD REDAKTION und ADMINISTRATION DUNAJSKÄ streda TELEFON 74. yL- ERSCHEINT ]EDEN DONNERSTAG. Hathati ■MaM votoMe tbdn*uknm poU ■ Murrfoi ■ OMÜilMMi CMo 1M70 III. י K Podävaci poit. lirad D« Streda._ ABONNEMENTSPREISE: Inland Ausland 6anz|5hrlg Kt. 50.— 70.— Halbjährig 35 —.25 ״.— VlcrtelJShrlg .. 1318 —־.— NUMMER 7. (660.) V Februar 1938. דונאסערדאהעלי טז' אדר א׳ תרצ ח m. G. XIV. JAHRGANG Die vier Höhenwinkel des Altars. Am Neujahrstage lesen wir Channas Gebet : »Mein Herz frohlocket dem Herrn, mein Ansehen (Wort für Wort : mein Horn קרני) ist gestiegen durch dem Ewigen.« Der Hebräer gebraucht das Wort קרן Horn als Ausduck der Majestät, der Würde, des Ansehens. Das Zeitwort קרן (kuran) bedeutet : strahlen. Von Mosche berichtet uns die Thora: »Und Mosche wusste nicht, dass die Haut seines Angesichtes strahlend geworden war.« Wir finden überhaupt oft diese Redeweise : וירם קרן לעמו Er erhebt das Horn seinem Volke. (Psalm 148, 14) »Und mir hebst Du das Haupt empor wie des Waldstiers Horn.« (Psalm 91, 11.) Wer so spricht, wurde verfolgt, gehasst, unterdrückt. Aber der himmlische Vater richtete ihm auf; nun ist er selbstbewusst, ist mit seiner Lage zufrieden und seine Feinde beneiden ihm, schweigen. Um diesem Frieden im Herzen zu erlangen und sich seines Lebens zu freuen, befahl der Allmächtige, als er mit Israel beim Sinaj einen Bund schloss : »Einen Altar aus Erde sollst du mir machen, und darauf deine Emporopfer und Friedenopfer, dein Schaf und dein Rind opfern. An jedem Orte, wo ich meines Namens gedacht wissen will, werde ich zu dir kommen und dich segnen.« Und tatsächlich hat das jüdische Volk schon in der Wüste ein Heiligtum gegründet. In dem Vorhofe stand der Altar. Die heilige Schrift schildert uns, wie gross er war und welche Form er hatte. Auch da spielen die »Hörner«, die Höhenwinkel eine grosse Rolle. Diese Höhen- Winkel waren Würfel von einer Kubikelle. Der Befehl lautet: »Seine Höhenwinkel mache auf seine vier Winkeln aus ihm selber sollen »eine Höhenwinkel sein, und belege ihn mit Kupfer.« Wer S. R. Hirsches Kommentar studiert, weiss, dass diese Höhenwinkel beim Entsündigunsopfer eine grosse Rolle spielen, denn »der Priester nimmt von dem Blute des Enstündigungsopfers mit seinem Finger und gibt an die Höhenwinkel des Emporopferaltars.« Es sind Lehren, die der Sünder beherzigen muss, um seinen Leichtsinn zu bannen und auf der Höhe seines jüdischen Berufes zu verharren alle Tage seines Lebens. Hatten ja a!ie Opfer den Zweck, das innige Verhältnis zwischen G-tt und dem Erdensohne wieder herzustellen. Emporopfer (Ganzopfer) und Friedensopfer konnte jeder zu allen Zeiten darbringen. Denn leider wir haben täglich falsche Gedanken und wir müssen uns immer alles erst überlegen, um nicht zu sündigen. עולה Und wer seine Lage betrachtet, wird sich der vielen Wohltaten seines gütigen Schöpfers bewusst und er ist zufrieden. שלטים In diesem Artikel will ich aber die vier Höhenwinkel im Sinne des Midrasch (מדרש תנחומא תרומה) beleuchten. »Die vier Höhenwinkel sollen Sühne der Nation bringen, die sich vierfach ausgezeichnet habe: Israel überrage die Völker 1 Seine Könige müssen auf einer hohen Stufe stehen I Ihre Priester sollen ihrem Pflichten stets nachkommen I Die Gelehrten Israels ziere die Krone der Thora 1 Also vier »Hörner«. קרנות In erster Reihe soll jeder Jude immer daran denken, dass wir den Völkern der Welt in jeder Beziehung mit dem guten Beispiele vorangehen müssen. Wir sollen »ein Reich von Priestern und ein heiliges Volk sein«. Wir leisteten einen Schwur : Alles, was der Ewige gesprochen, wollen wir tun und beherzigen l Also unser Horn soll sich erheben, unser Tun und ]Lassen muss den Anforderungen der Humanität und der Gerechtigkeit unter allen Verhältnissen entsprechen, ״und Er erhebt das Horn seines מ Volkes* und die «Judenfrage“ ist gelöst. Wir hatten Könige. Diese hatten die Pflicht, die Thora sich doppelt abzuschreiben. Eine Thorarolle gab er zu seinen Schätzen, denn sie sollte sein grösster Schatz sein. Die zweite »sei bei ihm; in ihr lese er so lange er lebt, damit er lerne, den Lenker seiner Geschicke zu fürchten. damit sein Herz sich nicht über seine Brüder erhebe.« Ein solcher Fürst war David. Und wir beten täglich : Den Sprössling Davids'“deines Knechtes, lass in Bälde wieder aufspriessen. Dann erhebt sich קרנו sein Horn, sein Haupt, בישועתך durch Deine Hilfe. Schon in der Wüste Sinaj hat der Allmächtige den Stamm Lewi auserwählt, sich ganz dem Wohle seiners Brüder zu widmen, «Sie lehren deine Ordnungen Jaakob und deine Lehre Jisrael.“ Von vielen Priestern konnte man behaupten: Die Lehre der Wahrheit führte er im Munde, nie war Falschheit auf seinen Lippen, friedlich und rechtschaffen wandelte er vor mir und brachte viele vom Sündewege zurück.“ Priester in diesem Sinne erheben ihr Hiupt und stehen in Ansehen. Aber zu allen Zeiten gab es in Israel einen Gelehrtenstand. Im Heiligtume zu Jeruschulajim waren nicht nur Kauhanim, sondern auch 71 Männer des Synhedriums. Ja, auch zwei kleinere Gerichshöfe waren dort. Alle waren hervorragende Thorage-!ehrte. Jeder hatte die ganze Tradition inne. Wenn ein Richter sich nicht zurecht finden konnte, musste er hinkommen und »sorgfältig vollbringen allem gemäss, was sie ihn lehrten« Sie schmückte die Krone der Thora; es leuchtete ihr Angesicht. Die vier Höhenwinkel des Altars erinnern uns so an die 4 hohen Auf« gaben, 419 das Judentum hat. Wir